{"id":2729,"date":"2016-10-05T11:58:50","date_gmt":"2016-10-05T09:58:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2729"},"modified":"2016-10-05T11:58:50","modified_gmt":"2016-10-05T09:58:50","slug":"der-schwarze-hund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2729","title":{"rendered":"Der schwarze Hund"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44916959z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2730\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44916959z-300x216.jpg\" alt=\"44916959z\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44916959z-300x216.jpg 300w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44916959z.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Matthew Johnstone, Der schwarze Hund, Kunstmann 2016, ISBN 978-3-95614-137-9<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eWie man Depressionen \u00fcberwindet und Angeh\u00f6rige und Freunde dabei helfen k\u00f6nnen\u201c \u2013 so ist diese Neuausgabe der beiden erfolgreichen Ratgeber Matthew Johnstones untertitelt, die 2008 und 2009 unter den Titeln \u201eMein schwarzer Hund\u201c und \u201eLeben mit dem schwarzen Hund\u201c bei Kunstmann erschienen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Depression in ihren verschiedenen Graden hat sich in den letzten Jahren zu der Krankheit in den westlichen L\u00e4ndern entwickelt, die die h\u00f6chsten Zuwachsraten hat. Der Anteil an Krankschreibungen und Fr\u00fchverrentungen wegen psychischer Krankheiten, hier haupts\u00e4chlich die Depression und der ihr verwandte Burnout, nimmt stetig zu. Dennoch ist diese Krankheit wenig anerkannt; viele Menschen, die darunter leiden verstecken sich.<\/p>\n<p>Mein bester Freund, der \u00fcber lange Jahre an Depressionen litt und erst nach zahllosen Klinikaufenthalten und nach einem harten Schnitt in seinem Leben wieder ein gl\u00fccklicher und zufriedener Mensch wurde und sogar eine Familie gr\u00fcndete, hat mir einmal erz\u00e4hlt, dass er in der schlimmsten Phase seiner Krankheit auf der Stelle mit einen dem Tode geweihten Krebskranken getauscht h\u00e4tte, weil diese Krankheit gesellschaftlich anerkannt ist, und Krebskranke nicht dauernd mit Ratschl\u00e4gen konfrontiert werden, sich doch endlich einmal zusammen zu nehmen und sich am Riemen zu rei\u00dfen, weil es ihm doch letztendlich gut gehe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vorliegende\u00a0 Buch ist sowohl f\u00fcr Betroffene als auch f\u00fcr Angeh\u00f6rige von depressiv gewordenen Menschen eine gro\u00dfe Hilfe. Das, wof\u00fcr andere B\u00fccher oder Ratgeber Hunderte von Seiten brauchen, zeichnet und beschreibt Matthew Johnstone in wenigen Worten und eindrucksvollen Bildern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit er Anfang zwanzig war, sagt er, lebt er mit dem schwarzen Hund, der Depression. Auf jeder neuen Seite des Buches ist der Hund gr\u00f6\u00dfer geworden, und die Zeichnungen Johnstones geben einen sehr realistischen Eindruck davon, wie sich ein an Depression erkrankter Mensch f\u00fchlt und mit welchen dunklen Gedanken er k\u00e4mpft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch erst die Inanspruchnahme professioneller Hilfe bei einem Therapeuten und die Einnahme der richtigen Medikamente helfen, den schwarzen Hund erst einmal in den K\u00e4fig zu sperren. Und dann kommt die \u00dcbung. Man lernt Stress zu vermeiden, f\u00fchrt ein Gef\u00fchlstagebuch und beginnt, sich sportlich zu bewegen und h\u00e4ngt so den fetten und faulen schwarzen Hund immer mehr ab.<\/p>\n<p>\u201eAm\u00a0 Allerwichtigsten ist es, nicht zu vergessen: Wie schlimm es auch immer kommen mag\u2026 wenn man die richtigen Ma\u00dfnahmen ergreift, k\u00f6nnen und werden die Schwarzen Hundstage vor\u00fcbergehen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist ein Buch mit wenig Text, der aber sehr sensibel und eindr\u00fccklich die verschiedenen Stadien und Erscheinungsformen der Krankheit treffend beschreibt. Besonders beeindruckend sind die Zeichnungen und Bilder, die die beiden f\u00fcr das Leben in der Depression gefunden haben.<\/p>\n<p>Insgesamt trifft das f\u00fcr alle Betroffenen absolut empfehlenswerte Buch einen Ton, der gut geeignet ist, die Verzweiflung, die Hilflosigkeit und die gesellschaftliche Vereinsamung zu durchbrechen, unter der depressive Menschen und ihre Angeh\u00f6rigen und Freunde leiden.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche dem Buch viele Leser, und den Betroffenen unter ihnen jene Form von Heilung, die auch meinem besten Freund widerfahren ist, der seit langem ganz gesund ist und sich am Leben mit seiner Familie und seinem Kind freuen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Matthew Johnstone, Der schwarze Hund, Kunstmann 2016, ISBN 978-3-95614-137-9 &nbsp; \u201eWie man Depressionen \u00fcberwindet und Angeh\u00f6rige und Freunde dabei helfen k\u00f6nnen\u201c \u2013 so ist diese Neuausgabe der beiden erfolgreichen Ratgeber Matthew Johnstones untertitelt, die 2008 und 2009 unter den Titeln \u201eMein schwarzer Hund\u201c und \u201eLeben mit dem schwarzen Hund\u201c bei &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2729\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Der schwarze Hund<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2729","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2729"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2731,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2729\/revisions\/2731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}