{"id":2785,"date":"2016-10-12T08:24:16","date_gmt":"2016-10-12T06:24:16","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2785"},"modified":"2016-10-12T08:24:16","modified_gmt":"2016-10-12T06:24:16","slug":"mord-im-herbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2785","title":{"rendered":"Mord im Herbst"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44860664z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2786\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44860664z-188x300.jpg\" alt=\"44860664z\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44860664z-188x300.jpg 188w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44860664z.jpg 298w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Henning Mankell, Mord im Herbst, DTV 2016, ISBN 978-3-423-25377-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle Freunde von Henning Mankells Kommissar\u00a0 Kurt Wallander, den er in seinem letzten, die erfolgreiche Reihe abschlie\u00dfenden Roman 2009 in einem Zustand zunehmender Demenz zur\u00fccklie\u00df, werden sich freuen \u00fcber dieses kleine Buch, das einen weiteren Fall f\u00fcr Kurt Wallander bereith\u00e4lt. Es spielt im Herbst des Jahres 2002, also etwa ein Jahr nach \u201eVor dem Frost\u201c, in dem Wallanders Tochter Linda zum ersten Mal als Polizeianw\u00e4rterin eine Rolle spielt und \u201eDer Feind im Schatten\u201c, als zwischen Januar und Mai 2007 Wallander, schon deutlich von seiner Krankheit behindert, seinen letzten Fall l\u00f6st.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Immer wieder war, auch von Mankell selbst, die Spekulation gen\u00e4hrt worden, es g\u00e4be bald weitere Romane mit Linda Wallander und ihrem Freund Stefan Lindman, doch nun ist ein relativ kurzer, alter Roman erstmals auf Deutsch erschienen, von dem bisher nur wenige Buchfreaks wussten. Das Buch ist vor vielen Jahren geschrieben worden und in Holland gratis verteilt worden, an jeden, der damals in einem \u201eMonat des spannenden Buches\u201c einen Kriminalroman kaufte. Mit Kenneth Branagh in der Hauptrolle wurde die Handlung f\u00fcr das BBC erfolgreich verfilmt. Nachdem Mankell diesen Film gesehen und gesp\u00fcrt hatte, \u201edass die Geschichte immer noch Leben hatte\u201c stimmte er einer neuen Ver\u00f6ffentlichung zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Handlung des spannenden Buches, das mit vielen kurzen S\u00e4tzen und Dialogen arbeitet, und in dem in kurzen, oft versteckten Anmerkungen auf die sich anbahnende Krankheit, die dann etliche Jahre sp\u00e4ter nicht mehr zu \u00fcbersehen ist, angespielt wird, sei kurz angerissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist Herbst 2002. Wallander lebt noch immer in Ystad. Auch seine Tochter wohnt noch im Haus, und es gibt immer wieder Anlass zu Reibereien zwischen einem zunehmend vereinsamenden Vater und einer selbstbewussten Tochter, die ihm unverbl\u00fcmt sagt, er brauche eine Frau und solle mal wieder v\u00f6geln. Kurt Wallander tr\u00e4umt schon davon, nicht mehr allein zu sein und er tr\u00e4umt auch von einem Haus auf dem Land, lange schon. Als sein langj\u00e4hriger Kollege Martinsson ihm das Haus eines verstorbenen Verwandten von ihm anbietet, rafft sich Wallander auf und besichtigt es. Es sagt ihm durchaus zu, doch als er im Garten um das Haus herumgeht, ragt etwas aus der Erde, das ihm auff\u00e4llt. Es stellt sich heraus, dass es eine skelettierte menschliche Hand ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein neuer Fall beginnt. Obwohl bald klar ist, das das ganze Skelett, das zu der Hand geh\u00f6rt, schon mehr als 60 Jahre dort gelegen hat, wird der Fall nicht gleich zu den Akten gelegt, sondern Wallander und Martinsson ermitteln. Das ist schwierig, weil viele Zeitzeugen nicht mehr leben. Doch durch das W\u00fchlen in Archiven, bei dem Stefan Lindman eine gro\u00dfe Hilfe ist und durch den Kommissar Zufall, aber auch durch Wallanders bekannte Kombinationsgabe und Geduld finden sie immer mehr heraus, bis zu einer ganz \u00fcberraschenden L\u00f6sung\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Buch selbst hat man sehr schnell ausgelesen und am Ende h\u00e4lt Mankell eine weitere \u00dcberraschung bereit. Meines Wissens so zum ersten Mal erz\u00e4hlt er in einem l\u00e4ngeren Nachwort seine Geschichte mit seiner Figur Kurt Wallander: \u201eWie es anfing, wie es endete und was dazwischen geschah\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aufschlussreich auch f\u00fcr die, die vor vielen Jahren alle B\u00fccher der Wallander- Reihe so wie der Rezensent verschlungen haben.\u00a0 Alle diese B\u00fccher sind mit einer kurzen Inhaltsangabe in chronologischer Reihenfolge ganz am Ende des Buches noch einmal aufgef\u00fchrt. Vielleicht eine Ermutigung zu einer relecture einer erfolgreichen Reihe aus einem historischen Blickwinkel?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der hier vorliegenden TB Ausgabe hat Henning Mankell ein lesenswertes Nachwort angef\u00fcgt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Henning Mankell, Mord im Herbst, DTV 2016, ISBN 978-3-423-25377-2 &nbsp; Alle Freunde von Henning Mankells Kommissar\u00a0 Kurt Wallander, den er in seinem letzten, die erfolgreiche Reihe abschlie\u00dfenden Roman 2009 in einem Zustand zunehmender Demenz zur\u00fccklie\u00df, werden sich freuen \u00fcber dieses kleine Buch, das einen weiteren Fall f\u00fcr Kurt Wallander bereith\u00e4lt. 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