{"id":2814,"date":"2016-10-13T11:38:49","date_gmt":"2016-10-13T09:38:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2814"},"modified":"2016-10-13T11:38:49","modified_gmt":"2016-10-13T09:38:49","slug":"montecristo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2814","title":{"rendered":"Montecristo"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/45012190z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2815\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/45012190z-187x300.jpg\" alt=\"45012190z\" width=\"187\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/45012190z-187x300.jpg 187w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/45012190z.jpg 297w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Martin Suter, Montecristo, Diogenes 2016, ISBN 978-3-257-24366-6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonas Brand, der junge Protagonist von Martin Suters neuem Roman, ist ein m\u00e4\u00dfig erfolgreicher freischaffender Videojournalist. Er tr\u00e4umt davon, irgendwann richtige Filme zu machen und sein schon jahrelang in ihm reifendes Projekt \u201eMontecristo\u201c hat, wie er findet, das Zeug zu einem Blockbuster.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seiner neuen Freundin Marina Ruiz erkl\u00e4rt er den Plot so: \u201eEin junger Mann hat eine Dotcom-Firma gegr\u00fcndet, mit der er Millionen macht. W\u00e4hrend seiner Ferien in Thailand wird ihm eine gro\u00dfe Menge Heroin ins Gep\u00e4ck geschmuggelt. Er wird erwischt und kommt als Dealer ins Gef\u00e4ngnis. Der Fall erregt Aufsehen in seiner Heimat, aber als seine drei Gesch\u00e4ftspartner, die sein Anwalt als Zeugen bestellt hat, ihn \u00fcberraschend belasten, verliert die \u00d6ffentlichkeit das Interesse. Der Mann bekommt lebensl\u00e4nglich und verschwindet in einem der ber\u00fcchtigten Gef\u00e4ngnisse Thailands. Seine Gesch\u00e4ftspartner\u00a0 erhalten die Kontrolle \u00fcber die Firma und verkaufen sie f\u00fcr ein Verm\u00f6gen.\u201c<\/p>\n<p>Doch wie dem literarischen Vorbild von Dumas gelingt Montecristo nach einigen Jahren die Flucht. Er sinnt auf Rache, unterzieht sich mit dem Geld, das er von fr\u00fcher auf der Seite hat, etlichen kosmetischen Operationen. Er kehrt zur\u00fcck und treibt, als Investor getarnt, seine ehemaligen Partner in den Ruin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt ahnt er nicht, dass schon bald ein Vorfall zweieinhalb Monate vorher nicht nur sein Leben ver\u00e4ndern, sondern ihn selbst\u00a0 seiner filmischen Hauptfigur so nahe bringen sollte, wie er es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Basel, wo er f\u00fcr die Zeitschrift \u201eHighlife\u201c \u00fcber einen Fundraisingball berichten soll, h\u00e4lt sein Zug auf offener Strecke. Ein Mann ist offenbar aus dem Zug gest\u00fcrzt und ums Leben gekommen. Jonas Brand h\u00e4lt geistesgegenw\u00e4rtig die Szene und Gespr\u00e4che im Speisewagen fest, auch die Frage eines Mannes an einen anderen, ob er Paolo gesehen habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch schon bald nach seiner R\u00fcckkehr nach Z\u00fcrich vergisst Jonas diesen Vorfall. Das Video allerdings beh\u00e4lt er in seiner Wohnung. Erst als nach etwa drei Monaten Jonas der Zufall zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer in die Hand fallen, und seine Bank ihm die Echtheit beider Scheine best\u00e4tigt, taucht der Vorfall im IC nach Basel wieder auf. Zwischen den Scheinen und dem Tod im Zug scheint es Zusammenh\u00e4nge zu geben. Jonas Brands Wohnung wird durchw\u00fchlt und er selbst wird zusammengeschlagen und beraubt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da will jemand Spuren beseitigen, Ungereimtheiten aus der Welt schaffen und gleichzeitig die Reputation\u00a0 staatstragender Pers\u00f6nlichkeiten sch\u00fctzen. Paolo, das Unfallopfer im IC, so stellt sich heraus, war ein Banker, der risikoreiche Investments t\u00e4tigte und sich verzockte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jonas Brand ger\u00e4t immer mehr in einen Strudel von politischen Intrigen und bald ist ihm sein Filmplot n\u00e4her, als er es f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Martin Suter f\u00fchrt auch in seinem neuen Roman die Leser wieder in \u201ehigh places\u201c, dieses Mal in die Welt der Banker, B\u00f6rsenh\u00e4ndler, Spekulanten, Journalisten und Politiker. Er entwirft ein abgr\u00fcndiges Szenario, das der Leser aber nach dem, was der \u00d6ffentlichkeit w\u00e4hrend der letzten Jahre der Finanzkrise pr\u00e4sentiert wurde, f\u00fcr absolut realistisch und m\u00f6glich h\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Spannender Lesespa\u00df in gewohnter Suter`scher Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Martin Suter, Montecristo, Diogenes 2016, ISBN 978-3-257-24366-6 &nbsp; Jonas Brand, der junge Protagonist von Martin Suters neuem Roman, ist ein m\u00e4\u00dfig erfolgreicher freischaffender Videojournalist. 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