{"id":2822,"date":"2016-10-13T13:13:50","date_gmt":"2016-10-13T11:13:50","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2822"},"modified":"2016-10-13T13:13:50","modified_gmt":"2016-10-13T11:13:50","slug":"was-ich-noch-weiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2822","title":{"rendered":"Was ich noch wei\u00df"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44877394z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2823\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44877394z-179x300.jpg\" alt=\"44877394z\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44877394z-179x300.jpg 179w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/44877394z.jpg 284w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diane Broeckhoven, Was ich noch wei\u00df, C.H. Beck 2016, ISBN 978-3-406-69678-7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ihre B\u00fccher \u201eEin Tag mit Herrn Jules\u201c (2006), \u201eEine Reise mit Alice\u201c (2008), Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Gl\u00fcck\u201c (2008) und insbesondere das theologisch schwergewichtige Buch \u201eKreuzweg\u201c (2012) habe ich jeweils mit gro\u00dfer innerer Anteilnahme gelesen. Diane Broeckhovens kurze, aber mit viel Herzensw\u00e4rme und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen geschriebene Romane machen mit einer n\u00fcchternen und einfachen Sprache die verschlungene und reiche Innenwelt ihrer jeweiligen Protagonisten auf eine selten gelesene Weise lebendig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So ist es auch in ihrem neuen Buch. In \u201eWas ich noch wei\u00df\u201c erz\u00e4hlt Diane Broeckhoven von einem komplizierten Mutter-Sohn-Verh\u00e4ltnis, von Liebe und Abwendung, von Vertrauen und Verrat und von der M\u00f6glichkeit der Vers\u00f6hnung mit dem, was gewesen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die Hausfrau und Mutter von drei Kindern Manon eines Tages von ihrem Mann verlassen wird, der eine j\u00fcngere Frau kennengelernt und mit ihr noch ein Kind gezeugt hat, ist sie \u00fcber Nacht auf sich allein gestellt. Von 1987 bis zum Jahr 2009 erz\u00e4hlen Manon und ihr Sohn Peter die lange und schwierige Geschichte ihrer Beziehung. Als Peter mit seinem Opa, der nur PP genannt wird, bei einem Urlaub in der Toskana, zu dem ihn sein Gro\u00dfvater eingeladen hat, das Verhalten des alten Mannes auff\u00e4llig findet, offenbart sich ihm kurz nach der Heimkehr die Aufkl\u00e4rung: seine Mutter Manon hatte mit PP nach dem Tod der Schwiegermutter einer kurze Aff\u00e4re.<\/p>\n<p>Voller Entr\u00fcstung zieht der junge Peter aus und geht zu seinem Vater, ohne dass er seiner Mutter die M\u00f6glichkeit gegeben h\u00e4tte, ihr Verhalten zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lange Jahre sp\u00e4ter, Peter will gerade mit seiner Frau nach Japan gehen, erleidet Manon einen Schlaganfall und Peter legt seine Auslandspl\u00e4ne zun\u00e4chst auf Eis, um seiner Mutter beizustehen. Die wiederum kann mit der Pflege und dem Beistand ihrer Kinder und ihres fr\u00fcheren Ehemanns, den seine junge Frau verlassen hat, langsam genesen und beginnt \u201ewas ich noch wei\u00df\u201c aufzuschreiben. Und schlussendlich findet sie auch ihren roten Ohrensessel wieder, den Peter nach ihrem Schlaganfall verkauft hatte, als er Manons Haushalt aufl\u00f6ste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr warmherzig erz\u00e4hlt, ist Diane Broeckhovens neues Buch ein erneutes Zeugnis von der F\u00e4higkeit von Menschen, zu lieben und immer wieder neu miteinander anzufangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Diane Broeckhoven, Was ich noch wei\u00df, C.H. Beck 2016, ISBN 978-3-406-69678-7 &nbsp; Ihre B\u00fccher \u201eEin Tag mit Herrn Jules\u201c (2006), \u201eEine Reise mit Alice\u201c (2008), Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Gl\u00fcck\u201c (2008) und insbesondere das theologisch schwergewichtige Buch \u201eKreuzweg\u201c (2012) habe ich jeweils mit gro\u00dfer innerer Anteilnahme gelesen. 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