{"id":2911,"date":"2016-11-08T15:21:33","date_gmt":"2016-11-08T13:21:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2911"},"modified":"2016-11-08T15:21:33","modified_gmt":"2016-11-08T13:21:33","slug":"das-laecheln-der-signorina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2911","title":{"rendered":"Das L\u00e4cheln der Signorina"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/42638517z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2912\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/42638517z-178x300.jpg\" alt=\"42638517z\" width=\"178\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/42638517z-178x300.jpg 178w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/42638517z.jpg 283w\" sizes=\"auto, (max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Andrea Camilleri, Das L\u00e4cheln der Signorina, L\u00fcbbe 2015, ISBN 978-3-7857-2544-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der vorliegende Roman mit Commissario Montalbano aus Vigata in Sizilien ist der nunmehr 17. ins Deutsche \u00fcbersetzte einer Reihe, die ihr Sch\u00f6pfer Andrea Camilleri, mittlerweile 91 Jahre alt, in Italien schon auf 24 B\u00e4nde ausgeweitet hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe alle bisher erschienenen B\u00e4nde vom ersten Band \u201eDie Form des Wassers\u201c bis zum dem aktuellen vorliegenden in Italien zuerst 2010 erschienenen gelesen, und ich muss sagen, dass ich selten in einer Krimireihe (die meisten mit deutlich weniger B\u00e4nden) so wenig qualitative Unterschiede gesehen habe wie bei Camilleri.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Obwohl die Besetzung bis auf unwesentliche Ver\u00e4nderungen in seinem Ermittlerteam immer gleich bleibt, ist es jedes Mal ein Genuss zu lesen, wie Montalbano etwa seinen Vorgesetzten mit dessen eigenen Mitteln austrickst oder wie sein tolpatschiger Assistent Catarella jeden Namen verwechselt, der ihm unter die Nase kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den letzten B\u00e4nden spielt Camilleri immer wieder mit dem Thema Alter. Montalbanos Zwiegespr\u00e4che mit seinem Alter Ego deren sich immer mehr um seine Vergesslichkeit und seine abnehmende Energie.<\/p>\n<p>Doch dann zeigt sich der auf sie sechzig zugehende Commissario wieder wie im vorliegende Band von seiner besten Seite, l\u00e4sst sich von ermittlungstechnischen Sackgassen nicht entmutigen und stellt wieder einmal fest, dass seine Libido noch nicht erloschen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Serie von Diebst\u00e4hlen sorgt dieses Mal f\u00fcr Aufregung im sizilianischen Vig\u00e0ta.\u00a0 Als Commissario Montalbano im Rahmen der Ermittlungen Bekanntschaft mit der jungen Angelica Cosulich macht, f\u00fchlt er sich schlagartig in seine Jugend zur\u00fcckversetzt: Mit ihrem wallenden Blondhaar erinnert ihn die sch\u00f6ne Angelica an die Heldin selben Vornamens aus Ariosts Epos Der rasende Roland, die ihm seinerzeit die Tr\u00e4ume vers\u00fc\u00dft hat. Doch hinter dem bet\u00f6renden L\u00e4cheln der Signorina verbirgt sich ein gef\u00e4hrliches Geheimnis und Montalbano kann sich nur mit M\u00fche aus ihrer Anziehungskraft l\u00f6sen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie er mit Hilfe seiner Kollegen, haupts\u00e4chlich aber durch seine Kombinationsgabe, mit List und mit gut eingesetzter Hilfe seines Journalistenfreundes Nicolo den Fall so l\u00f6st, dass die Schuldigen die Sache unter sich selbst ausmachen, ist wunderbar spannend und witzig beschrieben. Warum Montalbano allerdings immer noch jeden Abend mit seiner Freundin Livia telefoniert, obwohl er jedes Mal mit ihr in einen\u00a0 Streit ger\u00e4t, wei\u00df wahrscheinlich nur Camillieri selbst. Montalbano scheint sie durch die Zeiten aufrichtig zu lieben und bei einer ihrer seltenen Begegnungen bekommt der Leser auch einen Eindruck davon.<\/p>\n<p>Ich habe das Buch im Urlaub an einem sch\u00f6nen Nachmittag auf der Liege in einem Zug ausgelesen. Eine bessere Erholung und Unterhaltung h\u00e4tte ich mir nicht w\u00fcnschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf insgesamt sechs in Italien schon erschienene, aber noch nicht ins\u00a0 Deutsche \u00fcbersetzte B\u00e4nde k\u00f6nnen sich alle Freunde dieses Commissarios, der nach wie gutes Essen und guten\u00a0 Wein goutiert, in den n\u00e4chsten Jahren freuen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Andrea Camilleri, Das L\u00e4cheln der Signorina, L\u00fcbbe 2015, ISBN 978-3-7857-2544-3 &nbsp; Der vorliegende Roman mit Commissario Montalbano aus Vigata in Sizilien ist der nunmehr 17. ins Deutsche \u00fcbersetzte einer Reihe, die ihr Sch\u00f6pfer Andrea Camilleri, mittlerweile 91 Jahre alt, in Italien schon auf 24 B\u00e4nde ausgeweitet hat. &nbsp; Ich habe alle bisher &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=2911\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Das L\u00e4cheln der Signorina<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2911","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2911","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2911"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2911\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2913,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2911\/revisions\/2913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2911"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2911"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2911"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}