{"id":3120,"date":"2016-11-30T15:07:46","date_gmt":"2016-11-30T13:07:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3120"},"modified":"2016-11-30T15:07:46","modified_gmt":"2016-11-30T13:07:46","slug":"dazwischenich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3120","title":{"rendered":"Dazwischen:Ich"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/44880956z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3121\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/44880956z-196x300.jpg\" alt=\"44880956z\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/44880956z-196x300.jpg 196w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/44880956z.jpg 311w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Julya Rabinowich, Dazwischen Ich, Hanser 2016, ISBN 978-3-446-25306-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In ihrem ersten Jugendbuch hat die selbst als Kind emigrierte Schriftstellerin Julya Rabinowich die Geschichte eines Fl\u00fcchtlingsm\u00e4dchens erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie hei\u00dft Madina und ist aus einem Land im Krieg zusammen mit ihrer Familie nun endlich in einem Land angekommen, das ihnen Sicherheit verspricht. Sie f\u00fchlt sich wohl, hat mit Laura aus ihrer Klasse eine Freundin gefunden, die f\u00fcr sie mitten in der Fremde so etwas wie Heimat ist. Dennoch ist sie wie zerrissen:<\/p>\n<p>\u201eIch war einerseits ganz gl\u00fccklich und andererseits traurig. Hier kann Damals einfach nicht ersetzen. Gegenwart kann die Vergangenheit nur abschw\u00e4chen, sie verschleiern, sie \u00fcberdecken. Dann sp\u00fcrt man sie nicht mehr so tief und schneidend. Aber sie ist dennoch da.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Madina, die ihre Geschichte selbst erz\u00e4hlt, ist diejenige, die bei den erm\u00fcdenden Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, in dem sie Dutzende Male immer wieder ihre Geschichte erz\u00e4hlen m\u00fcssen, f\u00fcr die Familie \u00fcbersetzt. Ihre Eltern und ihre fast stumme Tante Amina tun sich sehr schwer. Sie tragen etwas mit sich aus ihrer Vergangenheit in der Heimat, was Madina zun\u00e4chst nur sp\u00fcrt, dann aber, als sie es herausbekommt, fast zerrei\u00dft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber es ist nicht nur ihre Freundin Laura, die sie unterst\u00fctzt, auch Frau King, die Lehrerin, die ihr Nachhilfe gibt und Frau Wischmann von der Schulsozialarbeit helfen ihr, wo sie k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Madinas Vater aus Gr\u00fcnden, die hier nicht verraten werden, in seine Heimat zur\u00fcckwill, weil Ehre und Werte es von ihm fordern, muss Madina eine schwerwiegende Entscheidung treffen\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDazwischen Ich\u201c ist eine bewegende und auch Mut\u00a0 machende Geschichte. Ihre Arbeit mit Fl\u00fcchtlingen hat der Autorin sehr geholfen dabei, eine authentische Erz\u00e4hlung zu schaffen, die dem Leser einen vertieften Einblick zu geben vermag in die vergangene und aktuelle Lebenswelt von Fl\u00fcchtlingen und wie beide sich vermengen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ja, das Buch macht Mut, aber es macht auch nachdenklich angesichts der vielen Probleme \u2013 hier im Buch sind es vor allem familiendynamische und psychosoziale Konflikte- denen sich Fl\u00fcchtlinge hier bei uns gegen\u00fcber sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Julya Rabinowich, Dazwischen Ich, Hanser 2016, ISBN 978-3-446-25306-3 &nbsp; In ihrem ersten Jugendbuch hat die selbst als Kind emigrierte Schriftstellerin Julya Rabinowich die Geschichte eines Fl\u00fcchtlingsm\u00e4dchens erz\u00e4hlt. &nbsp; Sie hei\u00dft Madina und ist aus einem Land im Krieg zusammen mit ihrer Familie nun endlich in einem Land angekommen, das ihnen Sicherheit verspricht. &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3120\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Dazwischen:Ich<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3120"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3122,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3120\/revisions\/3122"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}