{"id":3175,"date":"2016-12-07T13:25:17","date_gmt":"2016-12-07T11:25:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3175"},"modified":"2016-12-07T13:25:17","modified_gmt":"2016-12-07T11:25:17","slug":"meine-geschichte-der-deutschen-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3175","title":{"rendered":"Meine Geschichte der deutschen Literatur"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44946108z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3176\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44946108z-187x300.jpg\" alt=\"44946108z\" width=\"187\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44946108z-187x300.jpg 187w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44946108z.jpg 296w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Marcel Reich-Ranicki, Meine Geschichte der deutschen Literatur, Pantheon 2016, ISBN 978-3-570-55312-1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Drei Jahre ist es nun schon her, dass die klare und deutliche Stimme Marcel Reich-Ranickis nicht mehr zu h\u00f6ren ist in den deutschen Feuilletons. Unter den anderen gro\u00dfen Literaturkritikern ist auch keiner in Sicht, der jemals in seine Fu\u00dfstapfen treten k\u00f6nnte. Aber vielleicht geht das auch gar nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man das von dem Marburger Literaturwissenschaftler Thomas Anz herausgegebene Buch \u201eMeine Geschichte der deutschen Literatur. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart\u201c , dass nun in einer preiswerten Taschenbuchausgabe vorliegt, zur Hand nimmt und beginnt darin zu lesen, dann bekommt man auch einen Eindruck, warum das so ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Auswahl von Thomas Anz ist genau nach dem Vorsatz Reich-Ranickis entstanden, \u201eder Verzicht auf einen Kanon w\u00fcrde den R\u00fcckfall in die Barbarei bedeuten\u201c. Die vorliegende Sammlung ist die bisher umfassendste Ausgabe von Essays eines Menschen, der sein ganzes Leben lang seine leidenschaftliche Begeisterung f\u00fcr die deutsche Literatur zeigte, wo immer er einen geeigneten Platz daf\u00fcr fand. In gro\u00dfen deutschen Feuilletons, dann auch in der unvergessenen Fernsehsendung \u201eDas Literarische Quartett\u201c und immer wieder in eigenen B\u00fcchern hat er immer f\u00fcr eine eigenwillige Auswahl an Literatur gestanden und dabei nicht selten anderen Autoren Unrecht getan.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf jeden Fall hat Reich-Ranicki immer \u201eKante\u201c gezeigt, wie die jungen Leute heute sagen w\u00fcrden. Die vorliegende Auswahl von Essays zeigt das deutlich. Thomas Anz, ein ganz besonderer Kenner des Werks von Reich-Ranickis hat sie in 5 Teile gegliedert.<\/p>\n<p>In einem ersten einf\u00fchrenden Teil sind drei Essays wieder zug\u00e4nglich gemacht, die sich allgemein mit deutscher Literatur befassen:<\/p>\n<p>\u201eDas Herz \u2013 der Joker in der deutschen Dichtung\u201c (1982)<\/p>\n<p>\u201eDie verkehrte Krone oder Juden in der deutschen Literatur\u201c (1995)<\/p>\n<p>\u201eFrauen dichten anders\u201c (1998)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es folgen die Kapitel.<\/p>\n<ul>\n<li>Vom Mittelalter bis zur Romantik<\/li>\n<li>Vorm\u00e4rz und Realismus<\/li>\n<li>Literarische Moderne bis 1945<\/li>\n<li>Von der Nachkriegsliteratur bis zur Gegenwart<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es macht Sinn, die drei Essays zur Einf\u00fchrung zuerst zu lesen, bevor man dann, sicher in\u00a0 einer subjektiven Auswahl sich andere Texte des Buches vornimmt. Schon hier wird deutlich, wie enthusiastisch, aber auch provozierend und zornig, der gro\u00dfe Mann der Literatur an sein Sujet heranging. Beeindruckend immer wieder sein fast enzyklop\u00e4disches Wissen nicht nur \u00fcber die deutsche Literatur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einen umfangreichen Anhang findet der Leser nicht nur eine \u00dcbersicht der gesammelten Schriften Marcel Reich-Ranickis +\u00fcber deutsche Literatur von 1963 bis 2012, sondern auch ein Personenregister und ein Nachweis \u00fcber die Erstver\u00f6ffentlichungen und Wiederabdrucke der hier versammelten Essays.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine beeindruckende editorische Leistung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Marcel Reich-Ranicki, Meine Geschichte der deutschen Literatur, Pantheon 2016, ISBN 978-3-570-55312-1 &nbsp; Drei Jahre ist es nun schon her, dass die klare und deutliche Stimme Marcel Reich-Ranickis nicht mehr zu h\u00f6ren ist in den deutschen Feuilletons. 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