{"id":3216,"date":"2016-12-13T09:18:09","date_gmt":"2016-12-13T07:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3216"},"modified":"2016-12-13T09:18:09","modified_gmt":"2016-12-13T07:18:09","slug":"kuehn-hat-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3216","title":{"rendered":"K\u00fchn hat zu tun"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44102356z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3217\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44102356z-197x300.jpg\" alt=\"44102356z\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44102356z-197x300.jpg 197w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/44102356z.jpg 312w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jan Weiler, K\u00fchn hat zu tun, Rowohlt 2016, ISBN 978-3-499-26682-9<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Roman von Jan Weiler erz\u00e4hlt von einem ganz normalen Polizisten namens K\u00fchn. Er lebt mit seiner Frau Susanne, seinem Son Niko und seiner Tochter Alina in einem kleinen Haus mit gro\u00dfer Hypothek auf der Weberh\u00f6he. Die Weberh\u00f6he ist eine Neubausiedlung nahe M\u00fcnchen, die auf einem Gel\u00e4nde gebaut wurde, auf dem vor und w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges eine Munitionsfabrik stand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber deren Geschichte und \u00fcber ihren Eigent\u00fcmer Rupert Baptist Weber, und den zweifelhaften Ruf, der ihm nach dem Krieg zu Teil wurde, informiert Jan Weiler seine Leser ganz zu Anfang des Buches. Es ist so etwas wie eine Rahmenhandlung, die aber nicht bis zum Ende fortgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>K\u00fchn hat auf seiner Dienststelle nette Kollegen, vor allem Steierer, mit dem ihn so etwas wie eine gute M\u00e4nnerfreundschaft verbindet. Was ihn t\u00e4glich umtreibt, sind die Sorgen um das Geld, denn nach Abzug aller Kosten bleibt ihm nur ein sehr kleiner Restbetrag zum Leben, der hinten und vorne nicht reicht, um die Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche seiner Familie\u00a0 zu befriedigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Tochter Alina will ein Pferd, sein Sohn redet nicht mit ihm und auch seine Frau verschlie\u00dft sich ihm immer mehr.\u00a0 Weiler gelingt es zu Beginn und auch im sp\u00e4teren, immer spannender werdenden Verlauf des Buches ganz hervorragend, die Kultur und das nachbarschaftliche Klima in einer solchen Neubausiedlung, in der alle in sch\u00f6nen H\u00e4usern, aber auf erdr\u00fcckenden Schuldenbergen sitzen, einzufangen und zu beschreiben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als eines Tages ein alter Mann erstochen auf einem Weg gleich hinter K\u00fchns Garten aufgefunden wird, muss K\u00fchn f\u00fcr eine schwierige Zeit der Ermittlungen versuchen, seine Alltagssorgen zu vergessen, doch auf eine sympathische Weise schleppt er sie andauernd mit in seinem Kopf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der alte Mann weist ganz eigenartige Schnittwunden auf, die der T\u00e4ter ihm mit einem scharfen Gegenstand zugef\u00fcgt hat, nachdem er ihn get\u00f6tet hatte.\u00a0\u00a0 Weiler hat wieder eine Figur erfunden, die dem Leser menschlich ganz nahe kommt, er hat seine Geschichte eingebunden in den normalen Alltag von Kleinb\u00fcrgern in einer M\u00fcnchener Vorstadt und seinen ermittelnden Kommissar mit einer T\u00e4terstruktur konfrontiert, die K\u00fchn alle ihm zu Verf\u00fcgung stehende Intuition abfordert und ihn dennoch an die Grenze bringt. Eine Grenze, an der nicht nur den Fall l\u00f6st mit einem total \u00fcberraschende Ende, sondern an der er auch Energie gewinnt und Neuanf\u00e4nge entdeckt in seinen privaten Krisen. Bis zu n\u00e4chsten \u2026.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Jan Weiler, K\u00fchn hat zu tun, Rowohlt 2016, ISBN 978-3-499-26682-9 &nbsp; Dieser Roman von Jan Weiler erz\u00e4hlt von einem ganz normalen Polizisten namens K\u00fchn. Er lebt mit seiner Frau Susanne, seinem Son Niko und seiner Tochter Alina in einem kleinen Haus mit gro\u00dfer Hypothek auf der Weberh\u00f6he. 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