{"id":3546,"date":"2017-01-31T10:33:26","date_gmt":"2017-01-31T08:33:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3546"},"modified":"2017-01-31T10:33:26","modified_gmt":"2017-01-31T08:33:26","slug":"jessicas-traum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3546","title":{"rendered":"Jessicas Traum"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/43904013z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3547\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/43904013z-193x300.jpg\" alt=\"\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/43904013z-193x300.jpg 193w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/43904013z.jpg 305w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><\/p>\n<p>D\u00f6rthe Binkert, Jessicas Traum, DTV 2016, ISBN 978-3-423-26109-8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die im neuen Roman von D\u00f6rthe Binkert erz\u00e4hlende Ann an einem 13. Februar in Wrexham, Wales am Krankenbett ihrer besten Freundin Jessica steht, kann diese sie nicht erkennen. Nach einem Selbstmordversuch, bei dem auch viele Tabletten im Spiel waren, ist Jessica in tiefe Bewusstlosigkeit gefallen und es ist vollkommen unklar, ob sie jemals wieder daraus aufwachen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um mit diesem Schock irgendwie klar zu kommen und mit einer stillen Hoffnung, dass sie Jessica damit helfen kann, wieder zu sich und ihrem eigentlichen Leben zu kommen, f\u00e4ngt Ann an, ihre gemeinsame Geschichte aufzuschreiben.<\/p>\n<p>Sie beginnt vor sechs Jahren, als sich die beiden deutschen jungen Frauen in London kennenlernen, wo sie beide f\u00fcr ein Jahr am\u00a0 University College Anglistik studieren.\u00a0 Sie sitzen zuf\u00e4llig nebeneinander, als Seminararbeiten vergeben werden und entscheiden sich spontan, eine Arbeit \u00fcber Shakespeare miteinander zu verfassen.<\/p>\n<p>\u201eSie hatte etwas Verspieltes, Weiches, Anschmiegsames, auch etwas Ungef\u00e4hres, das noch auf Pr\u00e4gung wartete.\u201c\u00a0 Jessica wohnt bei einer alten\u00a0 Witwe zur Untermiete, w\u00e4hrend die vier Jahre \u00e4ltere Ann in einer WG lebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie kommen sich n\u00e4her, und als Jessica dem Maler Nick begegnet, ziehen beide in ein leer gewordenes Zimmer der WG. Nick hat einen Traum, in den er Jessica sehr bald einh\u00fcllt. Sie wird nicht nur eins mit ihm, sondern auch mit seinem Traum vom Leben, sein Traum wird ihr Traum. Und sie finden ihn mitten in Wales in einem abgelegenen Tal in einem verfallenen Cottage namens Graig Ddu, ohne flie\u00dfendes Wasser und ohne Strom.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Immer wieder unterbricht Ann ihre Erinnerungen mit drucktechnisch abgesetzten Berichten \u00fcber den Zustand von Jessica im Krankenhaus. Ann ist Patin von Amy, der kleinen\u00a0 Tochter von Nick und Jessica und lebt nach einer Station in Frankfurt\u00a0 mittlerweile mit ihrem Partner Achim in Z\u00fcrich. Immer wieder ist sie im Verlauf der vergangenen sechs Jahre nach Graig Ddu gefahren um die Freundin zu besuchen und zu unterst\u00fctzen. Und mit jedem Jahr mehr f\u00e4llt ihr auf \u2013 das wird ihr r\u00fcckblickend ganz klar \u2013 wie sich Jessica zwar an ihrem Traum festh\u00e4lt, w\u00e4hrend Nick sich in seine Gem\u00e4lde fl\u00fcchtet, aber seelisch immer mehr verk\u00fcmmert. Immer wieder f\u00e4llt sie in Depressionen, insbesondere wenn nach dem kurzen Herbst der lange walisische Winter kommt und die Lebensbedingungen an ihr nagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Indem Ann die gemeinsame Geschichte aufschreibt, wird ihr immer deutlicher, was geschehen muss, sollte Jessica jemals wieder aufwachen. Als Achim zu ihr sagt: \u201e Manche Tr\u00e4ume muss man aufgeben, bevor sie einen umbringen\u201c ist Ann schon dabei, etwas \u00fcber Jessicas Mutter herauszufinden, die angeblich ihre Kinder verlassen hat, um mit einem anderen Mann zu leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Ann \u00fcber diese Legende die Wahrheit herausgefunden hat, erh\u00e4lt sie von Nick aus Wrexham eine Botschaft: \u201eJess ist aufgewacht.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Rest \u00fcberl\u00e4sst D\u00f6rthe Binkert der Phantasie des Lesers. Das was Ann tun konnte, um ihre Freundin zu verstehen und zu retten, hat sie getan. Ob diese nun die Macht der Kindheits- und Mutterlegenden \u00fcber sich brechen und aus ihrem Traum aufbrechen kann in ein anderes, neues Leben? Wie wird ihr Mann Nick sich verhalten?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stoff f\u00fcr ein weiteres Buch, das der Leser in seinem Kopf entwerfen darf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; D\u00f6rthe Binkert, Jessicas Traum, DTV 2016, ISBN 978-3-423-26109-8 &nbsp; Als die im neuen Roman von D\u00f6rthe Binkert erz\u00e4hlende Ann an einem 13. Februar in Wrexham, Wales am Krankenbett ihrer besten Freundin Jessica steht, kann diese sie nicht erkennen. Nach einem Selbstmordversuch, bei dem auch viele Tabletten im Spiel waren, ist &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3546\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Jessicas Traum<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3546","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3546","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3546"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3546\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3548,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3546\/revisions\/3548"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3546"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3546"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3546"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}