{"id":3782,"date":"2017-03-02T13:34:06","date_gmt":"2017-03-02T11:34:06","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3782"},"modified":"2017-03-02T13:34:06","modified_gmt":"2017-03-02T11:34:06","slug":"fast-eine-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3782","title":{"rendered":"Fast eine Familie"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/46817366z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3783\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/46817366z-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/46817366z-184x300.jpg 184w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/46817366z.jpg 257w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bill Clegg, Fast eine Familie, S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-002399-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Deb\u00fctroman von Bill Clegg ist in den USA ein gefeierter Erfolg gewesen. Lange stand\u00a0 er auf der Bestsellerliste der New York Times und ist sowohl f\u00fcr den\u00a0 Man Booker Prize als auch f\u00fcr den National Book Award nominiert gewesen. Etwas, was literarischen Deb\u00fcts nur h\u00f6chst selten widerf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Roman erz\u00e4hlt in zun\u00e4chst zusammenhanglos daherkommenden Str\u00e4ngen die Geschichte von June Reid. Am Tag der Hochzeit ihrer Tochter &#8211; das ganze Haus ist voll mit G\u00e4sten aus der Familie \u2013 geht das Haus in Flammen auf. Niemand au\u00dfer June \u00fcberlebt diese Katastrophe. Fast bewusstlos vor tiefem Schmerz flieht June den Ort ihres Leids, setzt sich in ihren Wagen und f\u00e4hrt quer durch die USA, wo sie sich in einem Hotel einmietet in der Hoffnung, dass sie hier niemand finden wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bill Clegg hat dem Chaos und der Zerst\u00f6rung der Familie eine literarische Form gegeben, indem er nach Junes \u00fcberst\u00fcrzter Abreise immer wieder neue Personen unchronologisch erz\u00e4hlen l\u00e4sst. Das macht das Lesen zun\u00e4chst schwer und ich war lange Zeit versucht, das Buch aus der Hand zu legen. Doch ganz langsam entwickelt sich ein Bild. Wie in einem Mosaik setzt Clegg die Bruchst\u00fccke von Junes Familie wieder zusammen, die einzelnen Beziehungen und Konflikte, die gesamte Familiendynamik und die nachbarschaftlichen Beziehungen, in die sie eingebunden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Langsam und dem Leser einiges an Geduld abfordernd, bringt das Kleinstadtgerede, das Clegg zu Wort kommen l\u00e4sst in verschiedenen immer wiederkehrenden Personen, ganz langsam die Wahrheit \u00fcber das furchtbare Feuer zu Tage. Gleichzeitig spannt sich unter June ein Netz tief empfundener Mitmenschlichkeit. Ob es sie retten und zur\u00fcck ins Leben holen kann, bleibt lange offen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Roman ist eine bewegende Hymne an die Macht des Mitgef\u00fchls, eine literarische Stimme, die ein anderes Amerika zeigt, als das, was zur zeit die Schlagzeilen beherrscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Bill Clegg, Fast eine Familie, S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-002399-5 &nbsp; Dieser Deb\u00fctroman von Bill Clegg ist in den USA ein gefeierter Erfolg gewesen. 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