{"id":3884,"date":"2017-03-16T10:46:47","date_gmt":"2017-03-16T08:46:47","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3884"},"modified":"2017-03-16T10:46:47","modified_gmt":"2017-03-16T08:46:47","slug":"der-tod-so-kalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=3884","title":{"rendered":"Der Tod so kalt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/47032758z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3885\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/47032758z-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/47032758z-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/47032758z.jpg 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Luca D`Andrea, Der Tod so kalt, DVA 2017, ISBN 978-3-421-04759-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der amerikanische Dokumentarfilmer Jeremiah Salinger, der diesen spannenden Thriller des S\u00fcdtirolers Luca D`Andrea in der Ich-Form erz\u00e4hlt, lernt in den USA seine aus dem S\u00fcdtiroler Dorf Siebenhoch stammende Frau Annelise kennen. Eine Tochter Clara kommt zur Welt. Doch bald schon verl\u00e4sst Salinger mit seiner Familie die USA und zieht nach Siebenhoch, ausgelaugt und ausgebrannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dort in Siebenhoch will er neue Kraft auftanken und neue Ideen entwickeln. Doch bald schon beginnt sich der ruhelose Jeremiah f\u00fcr die dortige Bergwacht zu interessieren, plant mit seinem Kompagnon Mike, der aus den USA nach Siebenhoch gekommen ist, eine neue Dokumentarreihe. Bei einem normalen Einsatz der Bergwacht, den Mike filmt, wird die Crew der Bergwacht samt ihrem Hubschrauber von einer Lawine erfasst und alle kommen ums Leben. Salinger, der sp\u00e4ter aus der Felsschlucht, in die er sich zum dem verungl\u00fcckten Bergwanderer mit herablassen lie\u00df, geholt werden sollte, \u00fcberlebt dieses Ungl\u00fcck als Einziger. Er erleidet eine schwere posttraumatische St\u00f6rung und gibt seine Frau das Versprechen, sich ein ganzes Jahr eine Auszeit zu nehmen. Doch bis zum Ende eines \u00fcberaus spannenden Buches wird er dieses Versprechen immer wieder brechen.<\/p>\n<p>Bei seinen Recherchen erf\u00e4hrt er von einem drei\u00dfig Jahre zur\u00fcckliegenden Verbrechen, dem Bletterbach-Massaker. Damals 1985 waren drei junge Wanderer, die zur Bletterbach-Schlucht aufgebrochen waren, w\u00e4hrend eines tagelangen gewaltigen Gewitters nicht mehr zur\u00fcckgelehrt. Als ein Suchtrupp auf ihre grausam entstellte Leichen st\u00f6\u00dft, vermuten die Helfer schnell einen T\u00f6\u00e4ter im Bekanntenkreis. Doch sehr schnell breitet sich im ganzen Dorf ein eisiges Schweigen dar\u00fcber aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Salinger auf diese Geschichte st\u00f6\u00dft, l\u00e4sst sie ihn nicht mehr los. Er beginnt zu fragen, und bekommt vor allem von seiner Schwiegervater Werner Mair, der die Toten damals gefunden hat, immer wieder den barschen Rat, mit dem Fragen aufzuh\u00f6ren, weil die Konsequenzen nicht abzusehen seien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Salinger indes spornt dies noch mehr an, und er versucht unter Einsatz seines Lebens und die Zukunft seiner Familie aufs Spiel setzend, in den n\u00e4chsten Monaten dieses R\u00e4tsel zu h\u00f6ren, das auf das Engste mit ihm und seiner Familie verbunden zu sein scheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viele lokale Br\u00e4uche und Sitten, zum Beispiel das Fest des Krampus hat Luca D`Andrea in seinem Buch verarbeitet, viele Mythen (unter anderen von einem urzeitlichen Monster, das in der Schlucht die Zeiten \u00fcberlebt habe). Er selbst hat vor einiger Zeit mit \u201eMountain Heroes\u201c f\u00fcr das italienische Fernsehen die Arbeit der Bergrettung portr\u00e4tiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich glaube, er hat viel von seiner eigenen Leidenschaft f\u00fcr die Berge und ihre Mythen in seinen Ich-Erz\u00e4hler Salinger hineingenommen, den er wie besessen einem Geheimnis auf der Spur bleiben l\u00e4sst, das ein ganzes Dorf \u00fcber drei Jahrzehnte in den Bann geschlagen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gelingt ihm hervorragend, seine Leser sofort mit hineinzuziehen in diesen Bann und atemlos in der Lekt\u00fcre fortzuschreiten, die ihn mit immer neuen ungeahnten Wendungen, v\u00f6llig gefangen nimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein wirklich empfehlenswerter Thriller, der f\u00fcr ein Deb\u00fct, denn um ein solches handelt es sich, gleich in ungew\u00f6hnlichen vielen L\u00e4ndern in einer \u00dcbersetzung erscheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Luca D`Andrea, Der Tod so kalt, DVA 2017, ISBN 978-3-421-04759-5 &nbsp; Der amerikanische Dokumentarfilmer Jeremiah Salinger, der diesen spannenden Thriller des S\u00fcdtirolers Luca D`Andrea in der Ich-Form erz\u00e4hlt, lernt in den USA seine aus dem S\u00fcdtiroler Dorf Siebenhoch stammende Frau Annelise kennen. 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