{"id":4120,"date":"2017-04-06T10:52:39","date_gmt":"2017-04-06T08:52:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4120"},"modified":"2017-04-06T10:52:39","modified_gmt":"2017-04-06T08:52:39","slug":"hoffnungsland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4120","title":{"rendered":"Hoffnungsland"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/46970102z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4121\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/46970102z-179x300.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/46970102z-179x300.jpg 179w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/46970102z.jpg 251w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kristin Steinsdottir, Hoffnungsland, C.H. Beck 2017, ISBN 978-3-406-70721-6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr mich eines der unbegreiflichsten und erstaunlichsten Ph\u00e4nomene an Island, wie ein doch kleines Land mit einer Einwohnerzahl von gerade einmal 320 000 Menschen immer wieder und das seit langer Zeit Schriftsteller hervorbringt von au\u00dferordentlicher Qualit\u00e4t und Reife. Kristin Steinsdottir, eine 1946 geborene Grund- und Gymnasiallehrerin, die seit 1988\u00a0 auch als Kinderbuchautorin arbeitet (das erinnert ein wenig an die deutsche Schriftstellerin Gudrun Pausewang), hat nun mit \u201eHoffnungsland\u201c nach \u201eEigene Wege\u201c (2009) und \u201eIm Schatten des Vogels\u201c (2009) einen neuen Roman vorgelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie in den fr\u00fcheren Romanen geht es in kleinen, kurzen Kapiteln um die Geschichte einer Frau aus Island. Erz\u00e4hlt wird von den beiden jungen M\u00e4dchen Guthfinna und Stefania. Beide stammen vom Land und tr\u00e4umen von einer Anstellung in einem feinen Haus in Reykjavik. 1871 kommen sie in die Hauptstadt und m\u00fcssen sich als Tagel\u00f6hnerinnen durchschlagen, als Wachfrauen und Kohletr\u00e4gerinnen. Ein\u00a0 hartes Leben, das Stefanie sehr bald t\u00f6dlich erkranken l\u00e4sst.\u00a0 Doch Guthfinna gibt nicht auf und ergreift am Ende ihre Lebenschance mutig und beherzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Basierend auf einer wahren Geschichte hat Kristin Steinsdottir einen historischen Roman verfasst, der einen atmosph\u00e4risch dichten Einblick gew\u00e4hrt in die Lebenswelt und die Gesellschaftsstruktur Islands im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Noch weit entfernt vom sp\u00e4teren Weg von einer Nation von Bauern und Fischern zu einer hochentwickelten modernen Gesellschaft, wie es in \u201eEigene Wege\u201c beschrieben wurde, ist das Leben der Menschen hier noch gepr\u00e4gt von patriarchalischen Strukturen in der Gesellschaft. Am Beispiel ihrer Protagonistin gibt sie mit einer wunderbaren poetischen Erz\u00e4hlweise einen Eindruck von den Hoffnungen auf ein besseres Leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist ein sch\u00f6nes Buch; so bescheiden wie eindrucksvoll seine Protagonistin daherkommt, so ist die Sprache und der Stil von Kristin Steinsdottir. Ohne feministische Attit\u00fcde wird hier bescheiden ein St\u00fcck selbst\u00e4ndiger Frauengeschichte geschrieben, ein Beispiel, wie mit knappen Mitteln\u00a0 und mit benachteiligten Lebensvoraussetzungen ein Leben doch gl\u00fccken und gelingen kann. In einer Zeit, in der nichts gut genug sein kann, und in der jeder klagt dar\u00fcber, was in seinem Leben fehlt, eine Wohltat, findet ein von dem Buch sehr beeindruckter Rezensent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Kristin Steinsdottir, Hoffnungsland, C.H. 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