{"id":4332,"date":"2017-05-23T09:13:23","date_gmt":"2017-05-23T07:13:23","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4332"},"modified":"2017-05-23T09:13:23","modified_gmt":"2017-05-23T07:13:23","slug":"fontane-numero-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4332","title":{"rendered":"Fontane Numero 1"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47163603z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4333\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47163603z-182x300.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47163603z-182x300.jpg 182w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47163603z.jpg 255w\" sizes=\"auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Paolo Cognetti, Fontane No. 1, Rotpunktverlag 2017, ISBN 978-3-85869-740-0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Paolo Cognetti, ein 1978 in\u00a0 Mailand geborener italienischer Schriftsteller ist in Deutschland noch unbekannt. Das liegt auch daran, dass mit Fontane No. 1 nun erst sein erstes Buch auf Deutsch erscheint (ein weiteres folgt im Herbst 2017), w\u00e4hrend seine bisherigen B\u00e4nde mit Kurzprosa schon in 30 Sprachen \u00fcbersetzt worden sind. Schon hier sei gesagt, seine Prosa ist eine Bereicherung auch f\u00fcr den deutschsprachigen Leser. Seine oft kurzen Beschreibungen und Beobachtungen bewegen sich immer in der Welt des Alltags der jeweiligen Menschen. Mit seinem pr\u00e4zisen und sparsamen Stil gelingt es, Menschen einzufangen und Augenblicke in ihrem Leben, die f\u00fcr sie wesentlich sind, weil sie darin ihre eigene Identit\u00e4t entdecken und ihre Existenz begreifen. Er kann auf wenigen Seiten eine ganze Geschichte erz\u00e4hlen und schafft aus dem Mosaik kleiner Episoden ein Gesamtwerk, das stimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Fontane No.1 l\u00e4sst Paolo Cognetti sein Alter Ego Paolo erz\u00e4hlen, wie er in einer Schaffenskrise und einem f\u00fcr ihn\u00a0 festgefahrenen Leben in Mailand auf die Idee kommt, sich in der Tradition von Thoreau und anderen Eremiten eine Zeitlang von der Zivilisation zu verabschieden. Er Mieter in der N\u00e4he des Ortes, wo er als Kind viele Sommer verbrachte, eine H\u00fctte in den Bergen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als er Ende April sein Projekt beginnt, liegt da oben in Fontane No. 1 noch Schnee. Der Kontrast zu seinem Leben in Mailand und dessen Ger\u00e4uschkulisse k\u00f6nnte nicht gr\u00f6\u00dfer sein<\/p>\n<p>Das Dasein auf 2000 Meter H\u00f6he bringt die einfachen Dinge zur\u00fcck: Holz hacken, Feuer machen, die Gegend erkunden, einen Garten anlegen. Paolo spricht mit den Tieren, liest B\u00fccher, h\u00f6rt seltsame Ger\u00e4usche in der Nacht. Wochenlang sieht er keine Menschenseele, bis aus dem Nebel doch eine Gestalt auftaucht.<br \/>\nPaolo Cognettis H\u00fcttenbuch erz\u00e4hlt von der sch\u00f6nen, schrecklichen Einsamkeit, in der man sich selber n\u00e4herkommt, von einer nicht gekannten Freundschaft und &#8211; wir lesen den Beweis &#8211; von der Wiederkehr der verlorenen Sprache.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr September 2017 ist bei DVA ein weiteres Buch mit dem Titel \u201eAcht Berge\u201c angek\u00fcndigt. Ich erwarte es mit Spannung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Paolo Cognetti, Fontane No. 1, Rotpunktverlag 2017, ISBN 978-3-85869-740-0 &nbsp; Paolo Cognetti, ein 1978 in\u00a0 Mailand geborener italienischer Schriftsteller ist in Deutschland noch unbekannt. 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