{"id":4382,"date":"2017-05-31T13:11:03","date_gmt":"2017-05-31T11:11:03","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4382"},"modified":"2017-05-31T13:11:03","modified_gmt":"2017-05-31T11:11:03","slug":"nilpferde-unter-dem-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4382","title":{"rendered":"Nilpferde unter dem Haus"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47004279z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4383\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47004279z-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47004279z-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/47004279z.jpg 264w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hansj\u00f6rg Schneider, Nilpferde unter dem Haus, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-24405-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Sie hat mir ungemein geholfen. Sie hat mir gezeigt, wie man lebt, wie man liebt. Sie war wie eine Katze zu mir, lieb und ohne Herrschsucht. Irgendetwas an mir muss sie \u00fcberzeugt haben, an irgendetwas in mir hat sie geglaubt. Meine Verse fand sie gut. Meine Biersauferei fand sie bl\u00f6d, hat aber nicht protestiert. Sie hat mich mit ihrer Liebe normalisiert, soweit das ging, sie hat mich auf den Weg zu mir selber gebracht.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So liebevoll beschrieb der Baseler Schriftsteller Hansj\u00f6rg Schneider im Jahr 2000, zwei Jahre nach deren Tod, seine Beziehung zu seiner geliebten Frau Astrid. Im Fr\u00fchjahr dieses Jahres erschien von \u201eNachtbuch f\u00fcr Astrid\u201c eine Neuauflage. Etwa zeitgleich mit dem hier vorliegenden zweiten Band von Tagebuchaufzeichnungen, die Hansj\u00f6rg Schneider 2002 begann und \u00fcber einen Zeitraum von zehn Jahren fortsetzte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch in diesem sehr pers\u00f6nlichen Zeugnis schreibt sich Schneider, immer wieder zwischen seiner Basler Wohnung und einem kleinen Hotel in Todtnauberg im Schwarzwald pendelnd, in dem er sich schon in \u201eNachtbuch f\u00fcr Astrid\u201c von dem gro\u00dfen Schock zu erholen suchte, den der Tod seiner Frau f\u00fcr ihn bedeutete, den nach wie vor schw\u00e4renden Schmerz dar\u00fcber von der Seele.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir erfahren aber auch sehr viel \u00fcber seine schriftstellerische Arbeit an seinen Hunkelerromanen, immer wieder geht sein Blick zur\u00fcck in die f\u00fcnfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und er versucht sich sein Leben zu deuten, auch seinen Weg als Schriftsteller und Dichter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und er beginnt zu tr\u00e4umen. Und er zeichnet diese Tr\u00e4ume auf, auch den von den \u201eNilpferden unter dem Haus\u201c, weil er sich von ihnen einen sp\u00e4ten Aufschluss \u00fcber sein Leben erhofft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist das ehrliche und ber\u00fchrende Werk eines Menschen, der sich auch im Alter das Staunen \u00fcber seine Welt und Umwelt bewahrt hat und der uns hoffentlich noch etliche seiner wunderbaren Romane schenken wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Hansj\u00f6rg Schneider, Nilpferde unter dem Haus, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-24405-2 &nbsp; &#8222;Sie hat mir ungemein geholfen. Sie hat mir gezeigt, wie man lebt, wie man liebt. Sie war wie eine Katze zu mir, lieb und ohne Herrschsucht. 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