{"id":4474,"date":"2017-06-21T16:03:17","date_gmt":"2017-06-21T14:03:17","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4474"},"modified":"2017-06-21T16:03:17","modified_gmt":"2017-06-21T14:03:17","slug":"ein-mann-der-faellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4474","title":{"rendered":"Ein Mann, der f\u00e4llt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/46773204z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4475\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/46773204z-181x300.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/46773204z-181x300.jpg 181w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/46773204z.jpg 253w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ulrike Edschmid, Ein Mann, der f\u00e4llt, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42581-7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon in ihrem 2013 erschienen Roman \u201eDas Verschwinden des Philip S.\u201c hatte die 1940 geborene und in Berlin lebende Schriftstellerin Ulrike Edschmid ihr Verm\u00f6gen unter Beweis gestellt, von den dramatischen Wendepunkten des Lebens zu erz\u00e4hlen und von den anderen Blick auf die Welt, den man erh\u00e4lt und lernt, wenn man mit solchen Krisen konfrontiert ist und sie bew\u00e4ltigen muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch wenn sie am Ende ihres neuen, kleinen Romans in einer Nachbemerkung betont, dass\u00a0 &#8222;keine Person, kein Ort und kein Geschehen mit der Wirklichkeit gleichzusetzen&#8220; sei, ist es doch eine wahre Geschichte , die sie da erz\u00e4hlt, und man geht nicht fehl in der Annahme, dass die Ich-Erz\u00e4hlerin starke autobiographische Z\u00fcge tr\u00f6gt und Ulrike Edschmid das Erz\u00e4hlte in der einen oder anderen Form so erlebt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Roman beschreibt die Geschichte einer Liebe, die, kaum hat sie begonnen, durch einen tragischen Unfall sich vor eine kaum vorstellbare Belastungsprobe gestellt sieht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als das frisch verliebte Paar im Jahr 1986 die erste gemeinsame Wohnung in Berlin renoviert, f\u00e4llt der Mann beim Streichen von der Leiter und bleibt bewegungslos liegen. Er kann wie durch ein Wunder gerettet werden, doch fortan wird das gemeinsame Leben davon bestimmt sein, was die Beine des Mannes noch zu leisten imstande sind.\u00a0 Die Wohnung selbst bleibt Beobachtungsstation und Zufluchtsort, w\u00e4hrend drau\u00dfen das Leben nicht nur immer schneller, sondern auch roher und gewaltt\u00e4tiger wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ulrike Edschmid gelingt es in diesem Roman, auf nur 200 Seiten nicht nur die Geschichte eines Mannes zu beschrieben, der sich ins Leben zur\u00fcckk\u00e4mpft und einer Frau, die diesem Ziel ihr eigenes Leben unterordnet, sondern auch in einer literarisch gelungenen Verdichtung eine Stadt und die Ver\u00e4nderungen zu beschreiben, die sie wie kaum eine andere Stadt in diesem Zeitraum erfahren hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die authentische Geschichte trifft in ihrer Reduktion und Verdichtung den Leser auf eine subtile Weise. Ohne dass er es zun\u00e4chst merkt, wird er in das in diesem Buch erz\u00e4hlte und gelebte Leben verstrickt und kann es bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein beeindruckender Roman, der es wert w\u00e4re, auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2017 gesetzt zu werden.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Ulrike Edschmid, Ein Mann, der f\u00e4llt, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42581-7 &nbsp; Schon in ihrem 2013 erschienen Roman \u201eDas Verschwinden des Philip S.\u201c hatte die 1940 geborene und in Berlin lebende Schriftstellerin Ulrike Edschmid ihr Verm\u00f6gen unter Beweis gestellt, von den dramatischen Wendepunkten des Lebens zu erz\u00e4hlen und von den anderen &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4474\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ein Mann, der f\u00e4llt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4474","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4474"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4474\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4476,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4474\/revisions\/4476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}