{"id":4571,"date":"2017-07-05T13:54:38","date_gmt":"2017-07-05T11:54:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4571"},"modified":"2017-07-05T13:54:38","modified_gmt":"2017-07-05T11:54:38","slug":"bretonisches-leuchten-kommissar-dupins-sechster-fall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4571","title":{"rendered":"Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/48001259z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4572\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/48001259z-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/48001259z-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/48001259z.jpg 264w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jean-Luc Bannalec, Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall, Kiepenheuer &amp; Witsch 2017, ISBN 978-3-462-05056-1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umk\u00e4mpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. W\u00e4hrend viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon seit langem an Langeweile und immer mehr von dem Gleichen nicht zu \u00fcberbieten sind, hat der in Deutschland und in Frankreich lebende Autor unter dem Pseudonym Jean Luc Bannalec sich mit seinem ersten Roman, seinem ersten Fall f\u00fcr Kommissar Dupin 2012 mit einem sogar von der etablierten Literaturkritik beachteten Paukenschlag zu Wort gemeldet.<\/p>\n<p>\u201eBretonische Verh\u00e4ltnisse\u201c und auch der zweite Band \u201eBretonische Brandung\u201c waren Kriminalromane, die uns nicht nur einen kantigen, menschlich authentischen Kommissar mit einer eigenen, kritischen Meinung pr\u00e4sentierten, sondern auch eine \u00fcberaus spannende und anspruchsvolle Handlung. Daneben gl\u00e4nzten beide B\u00fccher mit ganz wunderbaren Beschreibungen der einzigartigen Natur des Finistere und des Atlantiks und mit jedem Buch mehr mit langen Ausf\u00fchrungen \u00fcber bretonische und keltische Kultur und\u00a0 Mythen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der dritte Band \u201eBretonisches Gold\u201c\u00a0 viele Schw\u00e4chen und L\u00e4ngen hatte, kehrte Bannalec mit seinem vierten Band \u201eBretonischer Stolz\u201c nicht nur zur Qualit\u00e4t der ersten B\u00fccher zur\u00fcck, sondern \u00fcbertraf sie sogar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der im letzten Jahr erschienene f\u00fcnfte Fall \u201eBretonische Flut\u201c lieferte eine gelungene und lehrreiche Verkn\u00fcpfung einer durchaus spannenden Handlung mit zahlreichen Hinweisen auf die \u00d6kologie des Atlantiks vor der Bretagne und des Finistere und ihren bedrohten Zustand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Waren schon in den vergangenen Jahren alle B\u00e4nde trotz aller Unterschiede absolut lesenswert und unterhaltsam, hat man auch bei dem neuen Band \u201eBretonisches Leuchten\u201c sofort das wieder das Gef\u00fchl man bef\u00e4nde sich, wie dieses Mal auch der Kommissar und seine Partnerin Claire, im Urlaub.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Urlaub an der Cote de Granit Rose im Norden der Bretagne wurde Dupin in Gemeinschaftsarbeit zwischen seinem Arzt, seiner Assistentin Nolwenn und seiner Partnerin Claire sozusagen aufgedr\u00fcckt. Immer nur am Strand auf dem Handtuch zu liegen, wie es Claire vorschwebt, ist ein Horro f\u00fcr Dupin und so verl\u00e4sst er den Strand mit Ausreden sooft er nur kann. Bei diesen Ausfl\u00fcgen ist er nat\u00fcrlich wie immer mit offenen Augen unterwegs und auch sein Hotelier und die Inhaberin des maison de presse sprechen ihn permanent an wegen ungew\u00f6hnlicher Dinge, die da in der Ortschaft Tregastel vor sich gehen. Zuerst verschwindet eine Heiligenstatue aus der \u00f6rtlichen Kirche, dann eine Touristin nach einem heftigen von Dupin auf der Hotelterrasse beim Abendessen beobachteten Streit mit ihrem Mann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bald schon ist der detektivische Sp\u00fcrsinn von Dupin geweckt. Er hat aber nur das Problem, dass er seine geheimen Ermittlungen vor Claire verstecken muss, und auch Nolwenn und Riwal im B\u00fcro in Concarneau verweigern jede Unterst\u00fctzung mit dem Verweis auf Dupins dringend notwendige Erholung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon am dritten Tag des gemeinsamen Urlaubs f\u00e4llt Dupin auf, dass offenbar auch Claire hinter seinem R\u00fccken mit ihrer Klinik Kontakt hat. \u00a0Sich viele Kontakt zunutze machend und in aller Schnelle ein lokales Informationsnetzwerk aufbauend, sammelt Dupin innerhalb weniger Tage viele Informationen zu zun\u00e4chst v\u00f6llig unzusammenh\u00e4ngenden Ph\u00e4nomenen, bis ihm am Ende der ersten Urlaubswoche ein Licht aufgeht und aller klar wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe dieses Buch, wie die anderen f\u00fcnf B\u00e4nde auch, wieder mit viel Freude gelesen, sehr viel gelernt \u00fcber die Gegend, die Menschen und ihre Kultur und der Wunsch, endlich bald einmal selbst das Finistere zu besuchen ist beim Lesen immer st\u00e4rker geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht legt ja Bannalec, so wie es Martin Walker f\u00fcr seinen Bruno getan hat, bald einmal eine Art Reisef\u00fchrer vor, mit dem sich Leser auf Spuren Dupins an die wunderbaren Orte und Restaurants begeben k\u00f6nnen, die er in seinen B\u00fcchern beschreibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Jean-Luc Bannalec, Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall, Kiepenheuer &amp; Witsch 2017, ISBN 978-3-462-05056-1 &nbsp; Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umk\u00e4mpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. W\u00e4hrend viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4571\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Bretonisches Leuchten. Kommissar Dupins sechster Fall<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4571","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4571"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4573,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4571\/revisions\/4573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}