{"id":4575,"date":"2017-07-06T12:52:11","date_gmt":"2017-07-06T10:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4575"},"modified":"2017-07-06T12:52:11","modified_gmt":"2017-07-06T10:52:11","slug":"im-zimmer-meines-vaters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4575","title":{"rendered":"Im Zimmer meines Vaters"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/46773981z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4576\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/46773981z-186x300.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/46773981z-186x300.jpg 186w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/46773981z.jpg 260w\" sizes=\"auto, (max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Friedrich Ani, Im Zimmer meines Vaters, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-51846799-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Einladung, bei Anti-Pediga-Demonstrationen zu sprechen, hat den Schriftsteller Friedrich Ani, einem gro\u00dfen anspruchsvollen Krimipublikum als Sch\u00f6pfer von Figuren wie Tabor S\u00fcden, Polonius Fischer, Jonas Vogel oder Jakob Franck bekannt, wieder in einen engen Kontakt mit seinem verstorbenen Vater gebracht, der als Arzt aus Syrien fl\u00fcchtete und nie dar\u00fcber sprach \u201e \u2026 schobst du ihr dumpfes Geraune unters Ger\u00fcmpel im Abteil deiner Seele, das nie ein Mensch betrat, so nah er dir auch kam\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei aller Distanz kommt er ihm in einem 19-teiligen Gedichtzyklus in der Mitte des Buches, der dem Band seinen Titel gab, so nah wie nie zuvor und w\u00fcnscht sich seine N\u00e4he (\u201eso bleib doch noch\u201c).<\/p>\n<p>\u201eSohn des Sandes\u201c nennt Ani seinen Vater und erinnert sich an eine Szene, als der zu ihm, den Atlas vor sich, \u00fcber seine geliebte und verlorene Heimat sprach: \u201e \u2026 und \/ zeigtest mit dem Finger auf den Fluss und einen \/ klein gedruckten Namen, er kr\u00f6nte deine Stimme \/ wie ein Diadem. \/\/ So sprechen h\u00f6rte ich dich selten, der eine \/ Name, Mayadin, er klang wie ein Gebet aus einem \/ Wort \u2026\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist, als ob Ani mit diesem Zyklus endg\u00fcltig Abschied nehme von einem Vater, der ihm lieb und dennoch fremd war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch viele der anderen Gelegenheitsgedichte atmen eine leise Melancholie und oszillieren zwischen Resignation und Trotz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Freunde der anspruchsvollen Krimis von Friedrich Ani zeigen diese Gedichte eine andere Seite eines Autors, der wie kaum ein anderen in der Lage ist, die Tiefe menschlichen Seelenlebens auszuloten.<\/p>\n<p>Ani l\u00e4sst seine Ermittler regelm\u00e4\u00dfig auf Menschen treffen, die auf irgendeine Weise sich selbst verloren gegangen sind. Unsichtbar geworden, leben sie mitten unter uns und Ani gibt ihnen durch seine Kommissare und ihre absolut ungew\u00f6hnliche Art, Kriminalf\u00e4lle zu l\u00f6sen, ihr Gesicht, ihre Geschichte und ihre Menschenw\u00fcrde zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die vorliegenden Gedichte erinnern an vielen Stellen an dieses leidenschaftliche Eintreten f\u00fcr den Menschen und das Menschsein in all seiner Br\u00fcchigkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Friedrich Ani, Im Zimmer meines Vaters, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-51846799-2 &nbsp; Die Einladung, bei Anti-Pediga-Demonstrationen zu sprechen, hat den Schriftsteller Friedrich Ani, einem gro\u00dfen anspruchsvollen Krimipublikum als Sch\u00f6pfer von Figuren wie Tabor S\u00fcden, Polonius Fischer, Jonas Vogel oder Jakob Franck bekannt, wieder in einen engen Kontakt mit seinem verstorbenen Vater &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4575\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Im Zimmer meines Vaters<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4575","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4575","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4575"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4575\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4577,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4575\/revisions\/4577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4575"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4575"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4575"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}