{"id":473,"date":"2015-09-07T13:35:08","date_gmt":"2015-09-07T11:35:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=473"},"modified":"2015-09-07T13:35:08","modified_gmt":"2015-09-07T11:35:08","slug":"der-susan-effekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=473","title":{"rendered":"Der Susan-Effekt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/42716789z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-474\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/42716789z-183x300.jpg\" alt=\"42716789z\" width=\"183\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/42716789z-183x300.jpg 183w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/42716789z.jpg 290w\" sizes=\"auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Peter Hoeg, Der Susan-Effekt, Hanser 2015, ISBN 978-3-446-24904-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Geschichte im neuen Roman von Peter Hoeg beginnt sehr ungew\u00f6hnlich und auch ziemlich unrealistisch. Doch dass es der Autor mit wahrscheinlicher Realit\u00e4t und Plausibilit\u00e4t seiner Figuren nicht so ernst nimmt, daran sollte man sich als Leser sehr schnell gew\u00f6hnen. Denn dieser Stil zieht sich durch das ganze Buch durch. Susan, die Ich-Erz\u00e4hlerin des Buches, von Beruf Experimentalphysikerin, ihr Mann Laban, ein Komponist und ihre siebzehnj\u00e4hrigen Zwillinge Thit und Harald haben sich w\u00e4hrend eines Aufenthaltes im Ausland strafbar gemacht und ihnen drohen harte Gef\u00e4ngnisstrafen.<\/p>\n<p>Da taucht wie aus heiterem Himmel ein Anwalt aus D\u00e4nemark auf und holt sie in einer geplanten Aktion zur\u00fcck in die Heimat. Doch er hat das nicht umsonst getan. Sozusagen als Gegenleistung f\u00fcr die Befreiung von der Strafverfolgung soll Susan f\u00fcr ihn wichtige Informationen beschaffen, Es geht um eine geheime Gruppe des d\u00e4nischen Staates, die sogenannte Zukunftskommission.<\/p>\n<p>Susan hat eine ganz wichtige F\u00e4higkeit, die sie in der Vergangenheit schon oft der Polizei und anderen staatlichen Stellen gerne zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Wenn Menschen in ihre N\u00e4he kommen, sie reden h\u00f6ren, mit ihr im Kontakt sind, bzw. Susan mit ihnen, dann werden sie v\u00f6llig unfreiwillig total aufrichtig und erz\u00e4hlen die intimsten und die geheimsten Dinge aus ihrem Leben und ihren (Berufs)alltag.<\/p>\n<p>Doch nicht nur diese Begabung, die sie den \u201eSusan-Effekt\u201c nennt, macht sie und ihre Familie so au\u00dfergew\u00f6hnlich. Auch in vielerlei anderer Hinsicht ist ihre Familie einfach nicht \u201enormal\u201c. Susan ihr Ehemann und ihre beiden Kinder sind das, was man hochbegabt nennt. Ihre Dialoge sind weniger von Emotionen gepr\u00e4gt, als von k\u00fchler analytischer Sprache.<\/p>\n<p>Obwohl dem Leser bis zum Ende nicht wirklich deutlich wird, warum die Familie im Ausland (wo genau?) mit hohen Gef\u00e4ngnistrafen zu rechnen hat, beginnt er irgendwann zu respektieren, dass es Peter Hoeg darum wohl gar nicht geht und gibt sich mit begrenztem Genuss dieser schr\u00e4gen Geschichte hin. Dass sie am Ende an Fahrt aufnimmt und sich auf ein spannendes Finale zubewegt, erh\u00f6ht den Lesespass.<\/p>\n<p>Dennoch: sie bleibt seltsam, gespickt mit vielen wissenschaftlichen Denkans\u00e4tzen, im Sprachstil f\u00fcr Peter Hoeg typisch. Unrealistische, schr\u00e4ge Menschen, an deren Schicksal man aber mit einer gewissen Sympathie Anteil nimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Peter Hoeg, Der Susan-Effekt, Hanser 2015, ISBN 978-3-446-24904-2 &nbsp; Die Geschichte im neuen Roman von Peter Hoeg beginnt sehr ungew\u00f6hnlich und auch ziemlich unrealistisch. Doch dass es der Autor mit wahrscheinlicher Realit\u00e4t und Plausibilit\u00e4t seiner Figuren nicht so ernst nimmt, daran sollte man sich als Leser sehr schnell gew\u00f6hnen. 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