{"id":4763,"date":"2017-08-23T08:18:41","date_gmt":"2017-08-23T06:18:41","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4763"},"modified":"2017-08-23T08:18:41","modified_gmt":"2017-08-23T06:18:41","slug":"das-labyrinth-der-lichter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4763","title":{"rendered":"Das Labyrinth der Lichter"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/45036192z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4764\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/45036192z-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/45036192z-184x300.jpg 184w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/45036192z.jpg 257w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Carlos Ruiz Zafon, Das Labyrinth der Lichter, S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-002283-7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hier vorliegende Buch ist der grandiose Abschluss einer Romanreihe \u00fcber den sogenannten \u201eFriedhof der vergessenen B\u00fccher\u201c in Barcelona w\u00e4hrend und nach der Franco-Diktatur. Carlos Ruiz Zafon hat ihn so komponiert, dass man ihn durchaus auch ohne Kenntnis seiner drei Vorg\u00e4nger \u201eDer Schatten des Windes\u201c \u201eDas Spiel des Engels\u201c und \u201eDer Gefangene des Himmels\u201c lesen kann. Dennoch sind alle vier B\u00e4nde ein ineinander verwobenes Gesamtwerk und trotz der mehr als 2500 Gesamtseiten empfehle ich, alle zu lesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit diesem Werk l\u00f6st Zafon seine Zusage ein, einen wirklichen Abschluss seines epischen Werkes vorzulegen, der offene Fragen aus den drei vorherigen B\u00fcchern beantwortet und den Kreis seiner Gesamtgeschichte schlie\u00dft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es begegnen dem Leser all die alten Bekannten, die er in den letzten Jahren kennen- und lieben gelernt hat, beginnend bei der Familie Sempere, Ferm\u00edn, Isaac, den Schriftstellern Carax, Mataix und Mart\u00edn und den vielen anderen Figuren, die alle m\u00f6glichen Geheimnisse ans Licht zerrten und oft mehr Schmerz als Freude erlitten. Immer auf dem Hintergrund der Franco-Diktatur und der vielen b\u00f6sen Eminenzen, die sie hervorgebracht hat. Erg\u00e4nzt wird das riesige Ensemble durch ein solides Set neuer, interessanter und ebenso liebevoll gestalteter Figuren, die sich nahtlos in den Epos einbetten und viele \u2013 zum Teil mysteri\u00f6se \u2013 Verbindungen zum bekannten Geschichten-Universum besitzen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst geht es um einen einfachen Kriminalfall. Ein hoher Minister des Franco-Regimes verschwindet spurlos. Da die Polizei keine Erfolge vorweisen kann, wird ein ungew\u00f6hnliches Ermittlerduo auf seine Spur gesetzt. Alice ist die f\u00fchrende Agentin einer mysteri\u00f6sen Geheimorganisation, die verk\u00f6rperte Selbstbeherrschung, manipulativ und zielgerichtet. Sie ist eine Einzelg\u00e4ngerin und nimmt Vargas, ihren aufgezwungenen, neuen Partner, zun\u00e4chst als unn\u00f6tige Behinderung wahr. Der langgediente Polizist mit trainiertem Blick und breitem Kreuz gewinnt aber bald ihren Respekt. Die beiden sto\u00dfen auf eine Verschw\u00f6rung riesigen Ausma\u00dfes, die tief in die Geschichten der vorangegangenen B\u00fccher hineinreicht und dann schlie\u00dflich auch zur Familie Sempere f\u00fchrt. Eine Verschw\u00f6rung \u00fcber eine Schandtat, deren authentische Darstellung und das heutige Wissen \u00fcber das Franco-Regime eine Mischung bilden, die den Leser bewegt und immer weiter atemlos lesen l\u00e4sst. Die Geschichte ist selten gewaltt\u00e4tig, aber wenn sie Gewalt zeigt, ist deren Darstellung grausam, nackt und ungesch\u00f6nt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Buch besitzt eine hohe Komplexit\u00e4t, die es n\u00f6tig macht, das Buch so schnell wie m\u00f6glich in wenigen Tagen ohne eine andere Lekt\u00fcre zwischendurch auszulesen, damit man dran bleibt und nicht den Faden verliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wie das gesamte Epos ein Meisterwerk, das man noch in Jahrzehnten lesen wird.\u00a0 Vielleicht bringt der S. Fischer Verlag in den n\u00e4chsten Jahren eine Box heraus mit allen vier B\u00e4nden zu einem g\u00fcnstigen Preis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Carlos Ruiz Zafon, Das Labyrinth der Lichter, S. Fischer 2017, ISBN 978-3-10-002283-7 &nbsp; Das hier vorliegende Buch ist der grandiose Abschluss einer Romanreihe \u00fcber den sogenannten \u201eFriedhof der vergessenen B\u00fccher\u201c in Barcelona w\u00e4hrend und nach der Franco-Diktatur. 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