{"id":4924,"date":"2017-09-25T12:51:10","date_gmt":"2017-09-25T10:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4924"},"modified":"2017-09-25T12:51:10","modified_gmt":"2017-09-25T10:51:10","slug":"euphoria-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4924","title":{"rendered":"Euphoria"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4925\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z-195x300.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z-195x300.jpg 195w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z.jpg 273w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lily King, Euphoria, DTV 2017, ISBN 978-3-423-14580-0<\/p>\n<p>Ob sich einzelne Szenen so oder \u00e4hnlich tats\u00e4chlich zugetragen haben, wie sie in dem vorliegenden mit dem Kirkus Preis ausgezeichneten Roman der Amerikanerin Lily King beschrieben werden, ist m\u00f6glich, aber f\u00fcr die literarische Beurteilung des Buches nicht wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn die New York Times ein Buch unter die f\u00fcnf besten literarischen B\u00fccher w\u00e4hlt, wie sie es mit \u201eEuphoria\u201c im Jahr 2014 getan hat, als das Buch im Original erschien, dann ist das eine gro\u00dfe Ehre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Geschichte, die Lily King erz\u00e4hlt, hat nicht nur wegen ihres leidenschaftlichen Stils all diese Auszeichnungen verdient. Offenbar seit langem von der ber\u00fchmten Ethnologin Margaret Mead, ihrem Leben und ihren Forschungen fasziniert und mit der im Anhang des Buches aufgelisteten Literatur wohl vertraut, hat sich Lily King inspirieren lassen zu einem spannenden und sch\u00f6nen Roman, der sich nicht nur mit den fantastisch beschriebenen Beziehungen und dem von ihrer jeweiligen Geschichte gepr\u00e4gten Innenleben ihrer Protagonisten besch\u00e4ftigt, sondern auch einen hervorragenden Einblick gibt in das Leben und Arbeiten f\u00fchrender Ethnologen Anfang der drei\u00dfiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lily King konstruiert eine Begegnung und Beziehungsgeschichte zwischen der schon durch Ver\u00f6ffentlichungen ber\u00fchmten amerikanischen Ethnologin Nell Stone, ihrem Ehemann Fen und dem Briten Andrew Bankson in Neuguinea in den Siedlungsgebieten verschiedener eingeborener St\u00e4mme im Flussgebiet des Sepik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung entwickelt sich, gepaart mit professionellen Konkurrenzen, insbesondere zwischen Nell und ihrem Mann. Andrew Bankson, in dem man unschwer Margaret Meads sp\u00e4teren zweiten Ehemann Gregory Bateson erkennen kann, ist nicht nur von Nells Arbeit und ihrer wissenschaftlichen Leidenschaft und Stringenz begeistert, sondern er nutzt auch eine Abwesenheit Fens, die noch dramatische Folgen haben wird, sich Nell sexuell zu n\u00e4hern. Die erwidert sein Begehren, doch ob all das eine Zukunft haben kann und wird in dem Buch, soll hier offen gelassen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man sich irgendwann gel\u00f6st hat nach einigen Dutzend Seiten von dem dauernden Vergleich mit den Menschen, deren Leben Lily King zu diesem leichtf\u00fc\u00dfig erz\u00e4hlten Roman inspiriert hat, taucht man ein in eine sinnliche Geschichte von drei Menschen, die aufbrachen, die Fremde zu erkunden auf den Spuren nach den Urspr\u00fcngen der Menschheit und des Menschseins, und dabei ohne es wirklich zu wollen, in den \u201eDschungel ihres eigenen Inneren eingedrungen\u201c (Ilija Trojanow) sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Roman, in dem es neben der Ethnologie und ihren Methoden hauts\u00e4chlich geht um Begierde, Liebe und um unterschiedliche Lebensformen und Herrschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4925\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z-195x300.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z-195x300.jpg 195w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/46971825z.jpg 273w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Lily King, Euphoria, DTV 2017, ISBN 978-3-423-14580-0 Ob sich einzelne Szenen so oder \u00e4hnlich tats\u00e4chlich zugetragen haben, wie sie in dem vorliegenden mit dem Kirkus Preis ausgezeichneten Roman der Amerikanerin Lily King beschrieben werden, ist m\u00f6glich, aber f\u00fcr die literarische Beurteilung des Buches nicht wichtig. &nbsp; Wenn die New York &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=4924\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Euphoria<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4924","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4924"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4924\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4926,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4924\/revisions\/4926"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}