{"id":5138,"date":"2017-11-15T14:53:38","date_gmt":"2017-11-15T12:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5138"},"modified":"2017-11-15T14:53:38","modified_gmt":"2017-11-15T12:53:38","slug":"tage-ohne-hunger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5138","title":{"rendered":"Tage ohne Hunger"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48172671z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5139\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48172671z-194x300.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48172671z-194x300.jpg 194w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48172671z.jpg 307w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Delphine de Vigan, Tage ohne Hunger, Dumont 2017, ISBN 978-3-8321-9837-4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit ihren Romanen \u201eDas L\u00e4cheln meiner Mutter (2013) und \u201eNach einer wahren Geschichte\u201c 2016) wurde die 1966 geborene franz\u00f6sische Schriftstellerin Delphine de Vigan auch in Deutschland einem gr\u00f6\u00dferen Publikum bekannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Art und Weise, wie sie in beiden bei Dumont in K\u00f6ln erschienenen Romanen biographische Erfahrungen literarisch verarbeitete, hat mich damals sehr angesprochen und begeistert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch diesen Erfolg ermutigt, hat der Dumont Verlag nun ein Buch ver\u00f6ffentlicht, das 2001 das literarische Deb\u00fct de Vigans war und das sie damals wohl auch wegen dem biographischen Charakter und der sehr pers\u00f6nliche\u00a0 Thematik unter dem Pseudonym Lou Delvig ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In \u201eTage ohne Hunger\u201c erz\u00e4hlt sie von der 19-j\u00e4hrigen Laure, die unter einer schweren Magersucht leidet. Als die Krankheit ihr Leben bedroht und ohne rasche Hilfe der baldige Tod droht. Wer den Arzt, der sie anruft und ihr regelrecht befiehlt, sofort in seine Klinik zu kommen, \u00fcber ihren Zustand informiert hat, bleibt im Dunkel.\u00a0 Sie wartet noch einige Tage, unschl\u00fcssig, was sie tun soll: \u201eIn ihrem Bauch klopfte der Tod, sie konnte ihn ber\u00fchren.\u201c Und sie w\u00e4hlt die Nummer des Krankenhauses.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dort macht sie jeden Tag Notizen dar\u00fcber, was mit ihr passiert, wie sie sich f\u00fchlt. Sie schreibt \u00fcber ihre Beziehung und ihre Beziehung zu ihrem Arzt, Dr. Brunel und zu manchen ihrem Mitpatienten.\u00a0 Sie berichtet ihrem Notizbuch von ihrem dauernden Kampf, von ihrer Sehnsucht nach dem alten Zustand, von der Kraft, die sie aufbringt, durchzuhalten und was ihr dabei hilft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Notizen werden ihr Jahre sp\u00e4ter, als sie l\u00e4ngst wieder in ein normales Leben zur\u00fcckgekehrt ist und Mutter zweier Kinder geworden ist, helfen, dieses Buch zu schreiben, unter dem Schutz eines Pseudonyms, aber nicht weniger offen und ehrlich. Sp\u00e4ter dann wird sie mit ihren weiteren Romanen auch \u00f6ffentlich mit ihrem Namen daf\u00fcr stehen, dass sie pers\u00f6nlich Erlebtes und Erfahrenes auf eine Weise literarisch verarbeitet, die dem Leser Respekt abringt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNoch heute sagt sie trotz der vielen Jahre, die vergangen sind, und trotz der Lebensfreude, die sie wiedergefunden hat, genau das, wenn sie davon spricht: Er hat mir das Leben gerettet.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche und wertvolle Heilungsgeschichte, die unter die Haut geht und nicht nur Betroffenen Mut zum Leben vermittelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Delphine de Vigan, Tage ohne Hunger, Dumont 2017, ISBN 978-3-8321-9837-4 &nbsp; Mit ihren Romanen \u201eDas L\u00e4cheln meiner Mutter (2013) und \u201eNach einer wahren Geschichte\u201c 2016) wurde die 1966 geborene franz\u00f6sische Schriftstellerin Delphine de Vigan auch in Deutschland einem gr\u00f6\u00dferen Publikum bekannt. &nbsp; Die Art und Weise, wie sie in beiden bei Dumont in &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5138\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Tage ohne Hunger<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5138","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5138"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5140,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5138\/revisions\/5140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}