{"id":5162,"date":"2017-11-15T14:59:07","date_gmt":"2017-11-15T12:59:07","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5162"},"modified":"2017-11-15T14:59:07","modified_gmt":"2017-11-15T12:59:07","slug":"offshore-ein-fall-fuer-kostas-charitos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5162","title":{"rendered":"Offshore. Ein Fall f\u00fcr Kostas Charitos"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48238789z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5163\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48238789z-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48238789z-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/48238789z.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Petros Markaris, Offshore. Ein Fall f\u00fcr Kostas Charitos, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-07003-3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In allen seinen bisherigen Romanen der letzten Jahre hat sich der griechische Schriftsteller Petros Markaris mit seinem Kommissar Kostas Charitos, seiner Familie und seinen Kollegen und Bekannten als ein kritischer und Chronist der griechischen Verh\u00e4ltnisse gezeigt. Insbesondere seine Trilogie zur Finanzkrise mit den B\u00e4nden \u201eFaule Kredite\u201c, \u201eZahltag\u201c und \u201eAbrechnung\u201c hat seinen Landsleuten schonungslos den Spiegel vorgehalten, aber auch den Lesern in Deutschland etwa eine ganz andere Sicht der tats\u00e4chlichen Lebensverh\u00e4ltnisse in Griechenland unter der Krise und der Knute der EU vermittelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Markaris nutzt mit Kriminalromamen ein literarisches Genre, um die gesellschaftlichen und politischen Zust\u00e4nde und Ver\u00e4nderungen der griechischen Gesellschaft im Zuge der Globalisierung \u00a0zu analysieren und zu beschreiben. Er unterh\u00e4lt nicht nur, sondern macht nachdenklich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem neuen hier vorliegenden Buch \u201eOffshore\u201c hat er eine neue Regierung erfunden, unter der es in Griechenland wieder aufw\u00e4rts geht, auch weil diese Regierung ideale Bedingungen geschaffen hat f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investitionen. Die Menschen k\u00f6nnen sich wieder etwas leisten und so geht auch Charitos wieder \u00f6fter essen und hat sein altes Auto auch wieder angemeldet. Seine Frau Adriani hingegen ist weiter skeptisch und traut der Lage nicht. Niemand denkt wirklich dar\u00fcber nach, wo das so leicht verf\u00fcgbare Geld eigentlich herkommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass der Mord an einem Reeder und dann auch ich an einem Regierungsbeamten, mit denen er im neuen Fall befasst ist, mit dieser neuen Entwicklung im Zusammenhang stehen k\u00f6nnten, das wird Charitos und dem gebannten Leser erst im Laufe der Zeit klar. Dass sein alter Widerpart auf der Seite der Journalisten, Sotiropoulos, im Laufe der Handlung brutal erschossen wird, macht nicht nur den Kommissar, sondern auch den Leser betroffen, der sich \u00fcber viele Romane an diesen knorrigen und aufrechten Journalisten gew\u00f6hnt hatte. Sein Tod will mit wie ein Abgesang auf den kritischen Journalismus in Griechenland scheinen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist eine erfundene Situation, zugegeben, aber es k\u00f6nnte sein, dass diese Vision von Markaris bald schon zur harten Wahrheit in den L\u00e4ndern S\u00fcdeuropas werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sein Buch jedenfalls ist eine in einen Krimi geh\u00fcllte Kritik der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse in seinem geliebten Heimatland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Petros Markaris, Offshore. Ein Fall f\u00fcr Kostas Charitos, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-07003-3 &nbsp; In allen seinen bisherigen Romanen der letzten Jahre hat sich der griechische Schriftsteller Petros Markaris mit seinem Kommissar Kostas Charitos, seiner Familie und seinen Kollegen und Bekannten als ein kritischer und Chronist der griechischen Verh\u00e4ltnisse gezeigt. 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