{"id":5239,"date":"2017-11-29T15:13:36","date_gmt":"2017-11-29T13:13:36","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5239"},"modified":"2017-11-29T15:13:36","modified_gmt":"2017-11-29T13:13:36","slug":"bleiben-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5239","title":{"rendered":"bleiben"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/43693716z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5240\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/43693716z-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/43693716z-197x300.jpg 197w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/43693716z.jpg 276w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Judith W. Taschler, bleiben (tb), Droemer 2017, ISBN 978-3-426-30479-2<\/p>\n<p>Zwanzig Jahre ist es her, dass sich die Cellistin Juliane und die drei jungen M\u00e4nner auf einem \u00fcberf\u00fcllten Bahnsteig des italienischen Bahnhofs Roma Termini f\u00fcr kurze Zeit begegneten. Es war eine Begegnung von vier jungen Menschen, die alle an unterschiedlichen Wendepunkten ihres Lebens standen. Juliane war immer noch schwer traumatisiert durch den t\u00f6dlichen Unfall ihres kleinen Bruders, an dem sie sich die Schuld gab. Paul war frisch geschieden nach einer ungl\u00fccklichen Ehe, Felix auf der Suche nach der Lebensgeschichte seiner Mutter in S\u00fcdtirol und Max tr\u00e4umte davon, Maler zu werden.<\/p>\n<p>Die Skizzen, die Max damals auf dem Bahnsteig von der Cello spielenden Juliane machte, bildeten die Grundlage f\u00fcr ein Bild, das zwanzig Jahre sp\u00e4ter das Leben aller damals Beteiligten geh\u00f6rig in Unordnung bringen wird.<\/p>\n<p>Juliane hat den \u00e4lteren Paul geheiratet, der um sie geworben hat und sie mit seinem tiefen Verst\u00e4ndnis zu einer Form der inneren Heilung von ihrem Trauma brachte. Sie haben zwei Kinder und Juliane ist mit ihrer Familie und Paul gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Dennoch beginnt sie mit Felix, zu dem sie sich damals schon hingezogen f\u00fchlte, zwanzig Jahre sp\u00e4ter eine heftige Aff\u00e4re, nachdem die beiden sich in einer Gem\u00e4ldeausstellung, in der Julianes Portr\u00e4t zu sehen ist, zuf\u00e4llig begegnen. Sie verlieben sich ineinander, und treffen sich heimlich \u00fcber ein halbes Jahr lang.<\/p>\n<p>Juliane ist voller Schuldgef\u00fchle, kann aber dennoch nicht von Felix lassen. In wechselnden Abschnitten mit Datumsangabe (von Juni 2015 bis Dezember 2015) erz\u00e4hlen die vier beteiligten Personen jeweils anderen, die lange unbekannt bleiben und mit deren Identit\u00e4t sich der Leser lange herumplagt, die aktuelle und die vergangenen Geschichte. Diese jeweiligen Ich-Erz\u00e4hlungen sind als eine Art Dialog komponiert, der allerdings nur in manchmal gestelzten R\u00fcckfragen des Erz\u00e4hlers an seinen stillen Zuh\u00f6rer als solcher deutlich wird. Mir hat das nicht so gut gefallen, ich habe den Sinn nicht verstanden. Judith Taschler w\u00e4re besser bei der reinen Ich-Erz\u00e4hlung ihrer Protagonisten geblieben, zumal die jeweiligen Zuh\u00f6rer f\u00fcr die ganze Geschichte wenig Bedeutung haben.<\/p>\n<p>Nach einer l\u00e4ngeren Reise, von der er sich nicht bei Juliane meldet, bricht Felix den Kontakt zu ihr pl\u00f6tzlich ab. Sie f\u00fchlt sich schlecht, verletzt und gedem\u00fctigt. Ausgerechnet von Paul, der mehr wei\u00df, als sie annahm, erf\u00e4hrt sie nicht nur den Grund, sondern wieder einmal bedingungslose Annahme und Liebe.<\/p>\n<p>Mit leichter Sprache auf hohem literarischem Niveau hat Judith Taschler einen Roman geschrieben \u00fcber Liebe und Verrat, Freundschaft und Vertrauen und \u00fcber den Tod.<br \/>\nIch habe ihn bis auf die erw\u00e4hnte kleine Irritation \u00fcber ein Kompositionsmittel gerne und mit innerer Anspannung gele<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Judith W. 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