{"id":5382,"date":"2018-01-17T16:18:22","date_gmt":"2018-01-17T14:18:22","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5382"},"modified":"2018-01-17T16:18:22","modified_gmt":"2018-01-17T14:18:22","slug":"und-morgen-regieren-wir-uns-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5382","title":{"rendered":"Und morgen regieren wir uns selbst"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/46429834z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5383\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/46429834z-188x300.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/46429834z-188x300.jpg 188w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/46429834z.jpg 298w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Andrea Ypsilanti, Und morgen regieren wir uns selbst, Westend 2017, ISBN 978-3-86489-160-1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den letzten Jahren war es in der politischen\u00a0 \u00d6ffentlichkeit des Landes eher still um sie geworden und sie fristete im Hessischen Landtag ein unspektakul\u00e4res Hinterb\u00e4nklerdasein. Nun, da Andrea Ypsilanti, die 2008 als erste an einem Versuch scheiterte, mit der Linken eine Koalition zu bilden, nachdem sie mit ihrer SPD Roland Koch eine schwere Niederlage bereitet hatte, in diesem Jahr nicht mehr zur hessischen Landtagswahl antreten und sich sozusagen in den politischen Ruhestand verabschieden wird, legt sie eine Streitschrift vor, in der sie ihrer eigenen\u00a0 Partei geh\u00f6rig die Leviten liest.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist eine dezidiert linke Politik, die sie vertritt und f\u00fcr die sie bei dem britischen\u00a0 Labourvorsitzenden Jeremy Corbyn ein immer wieder zitiertes Vorbild findet. Das Buch erscheint in einer Zeit, in der in der deutschen Sozialdemokratie nach der Bundestagswahl, der zun\u00e4chst klaren Absage an eine Mitwirkung in einer Koalition und der zwischenzeitlichen Abkehr davon, nicht nur die eigenen Funktion\u00e4re, sondern eine veritable Mehrheit der 450 000 Mitglieder der Traditionspartei erhebliche Zweifel daran haben, wie es ohne eine grundlegenden Erneuerung an Haupt und Gliedern mit der SPD weitergehen soll. Die Wahl zwischen Pest und Cholera scheint die Partei in diesen Tagen zu zerrei\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein gr\u00fcndliches Studium des Buches von Andrea Ypsilanti k\u00f6nnte nicht nur den Funktion\u00e4ren, die um ihr politisches Schicksal k\u00e4mpfen, sondern gerade den vielen neuen Mitgliedern, eine dringend n\u00f6tig Orientierung daf\u00fcr geben, wie die Ohnmacht der sozialdemokratischen Partei nicht nur in Deutschland \u00fcberwunden werden k\u00f6nnte. Aber vielleicht kommt das Buch zu sp\u00e4t f\u00fcr diesen Proze\u00df.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Normalerweise legen Politiker solche B\u00fccher vor (zuletzt Robert Habeck und Christian Lindner) um sich f\u00fcr eine politische Zukunft inhaltlich zu positionieren. Der R\u00fcckzug Andrea Ypsilantis aus der parlamentarischen Arbeit in diesem Herbst scheint dazu so gar nicht zu passen.\u00a0 Man m\u00f6chte sie und andere ermutigen, ihre Positionen, die ich bei weitem nicht alle teile, aktiv und engagiert in ihre Partei und in die \u00d6ffentlichkeit zu tragen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Andrea Ypsilanti, Und morgen regieren wir uns selbst, Westend 2017, ISBN 978-3-86489-160-1 &nbsp; In den letzten Jahren war es in der politischen\u00a0 \u00d6ffentlichkeit des Landes eher still um sie geworden und sie fristete im Hessischen Landtag ein unspektakul\u00e4res Hinterb\u00e4nklerdasein. 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