{"id":5391,"date":"2018-01-17T16:20:30","date_gmt":"2018-01-17T14:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5391"},"modified":"2018-01-17T16:20:30","modified_gmt":"2018-01-17T14:20:30","slug":"lied-der-weite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5391","title":{"rendered":"Lied der Weite"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/49485615z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5392\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/49485615z-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/49485615z-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/49485615z.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kent Haruf, Lied der Weite, Diogenes 2018, ISBN 978-3-257-07017-0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr hatte ich mit vielen anderen \u00fcberraschten Lesern das Gl\u00fcck, den amerikanischen Schriftsteller Kent Haruf mit seinem letzten Roman kennenzulernen, der wohl auch zur gro\u00dfen \u00dcberraschung des Diogenes Lektorats sich zu einem gro\u00dfen Verkaufserfolg mit begeisterten Kritiken entwickelte und 2017 verfilmt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUnsere Seelen bei Nacht\u201c erschien in den USA als Kent Harufs f\u00fcnfter Roman, kurz bevor er starb. Nun legt Diogenes nach dem gro\u00dfen Erfolg den zuerst 1999 erschienenen Roman \u201ePlainsong\u201c unter dem deutschen\u00a0 Titel \u201eLied der Weite\u201c vor und zeigt, dass er beabsichtigt, in den n\u00e4chsten Jahren alle B\u00fccher von Kent Haruf zu verlegen. Ich begr\u00fc\u00dfe das sehr. Als im Jahr 2001 bei btb das gleiche Buch unter dem Titel \u201eFl\u00fcchtiges Gl\u00fcck\u201c erschien, hat es kaum jemand bemerkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kent Harufs Romane spielen alle in der fiktiven Kleinstadt Holt in der Pr\u00e4rie des US-Bundesstaats Colorado, die wahrscheinlich viel \u00c4hnlichkeit hat mit der Stadt, in der er mit seiner Familie als Lehrer und Autor lebte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit \u201eLied der Weite\u201c begann Kent Haruf seinen f\u00fcnfteiligen Zyklus \u00fcber das Leben, Leiden und Lieben von unterschiedlichen Menschen in einer ganz normalen amerikanischen Kleinstadt. Es geht mit vielen Nebenhandlungen und -personen um das Schicksal des 17- j\u00e4hrigen M\u00e4dchens Victoria Roubideaux, die ungewollt schwanger geworden, von ihrer tendenziell asozialen Mutter aus dem Haus geworfen wird. Victoria fl\u00fcchtet sich zu Maggie Jones, eine Lehrerin ihrer Schule, die sie zun\u00e4chst tr\u00f6stet und verst\u00e4ndnisvoll aufnimmt. Zur gleichen Zeit ger\u00e4t die Ehe vom Maggies Lehrerkollegn Guthrie in die Krise und Haruf verfolgt sehr einf\u00fchlsam, wie sich die Krankheit der Mutter auf den Vater und seine beiden Sohne Ike und Bobby auswirkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etliche Meilen au\u00dferhalb von Holt leben die beiden \u00e4lteren Br\u00fcder McPherson relativ abgeschieden und schlicht auf einer Farm, mit der sie mit Viehzucht seit Jahrzehnten ihren Lebensunterhalt bestreiten, nachdem die Eltern gestorben waren. Maggie Jones verfolgt nun zielstrebig und schlu\u00dfendlich auch erfolgreich ihren Plan, Victoria Roubideaux bei diesen beiden alten M\u00e4nnern unterzubringen, bis sie ihr Kind zur Welt gebracht hat und sich mehr dar\u00fcber klar geworden ist, wie ihr Leben weiter gehen soll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst eher widerstrebend, willigen die beiden M\u00e4nner in Maggies ungew\u00f6hnliches Begehren ein, doch dann geschieht nicht nur mit den beiden, sondern auch mit Victoria und den anderen beschrieben Protagonisten Guthrie, Maggie, Ike und Bobby etwas ganz Ungew\u00f6hnliches. Aus einem Akt der G\u00fcte werden liebevolle und heilende Beziehungen, die die daran beteiligten Menschen wohl f\u00fcr ihr ganzes Leben verwandeln werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein warmherziges, stellenweise den Leser sehr bewegendes\u00a0 Buch \u00fcber Liebe und sozialen Zusammenhalt, \u00fcber menschliche St\u00e4rken und Schw\u00e4chen und \u00fcber Menschlichkeit und Hoffnung, die man nie aufgeben darf, egal was passiert und gleich, wie ausweglos die Lage scheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Kent Haruf, Lied der Weite, Diogenes 2018, ISBN 978-3-257-07017-0 &nbsp; Im vergangenen Jahr hatte ich mit vielen anderen \u00fcberraschten Lesern das Gl\u00fcck, den amerikanischen Schriftsteller Kent Haruf mit seinem letzten Roman kennenzulernen, der wohl auch zur gro\u00dfen \u00dcberraschung des Diogenes Lektorats sich zu einem gro\u00dfen Verkaufserfolg mit begeisterten Kritiken entwickelte &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5391\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Lied der Weite<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5391","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5391","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5391"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5391\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5393,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5391\/revisions\/5393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}