{"id":5475,"date":"2018-01-31T15:36:18","date_gmt":"2018-01-31T13:36:18","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5475"},"modified":"2018-01-31T15:36:18","modified_gmt":"2018-01-31T13:36:18","slug":"niemals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5475","title":{"rendered":"Niemals"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/48056609z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5476\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/48056609z-179x300.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/48056609z-179x300.jpg 179w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/48056609z.jpg 284w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Andreas Pfl\u00fcger, Niemals, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42756-9<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Normalerweise bin ich kein Liebhaber von Thrillern. Doch seit dem ersten Band der Trilogie von Andreas Pfl\u00fcger \u00fcber Jenny Aaron, eine blinde BKA-Beamtin \u201eEndg\u00fcltig\u201c, der 2016 erschien, bin ich angefixt. Dieses \u00fcber 450 Seiten\u00fcberaus spannende Buch Pfl\u00fcgers, der als Drehbuchschreiber schon f\u00fcr \u00fcber drei\u00dfig Filme, darunter viele Tatorte verantwortlich zeichnete, hat mich im vergangenen Jahr sofort angesprochen, auch deshalb, weil er bei Suhrkamp erschienen ist, dessen Lektorat f\u00fcr Qualit\u00e4t und literarischen Anspruch steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch den hier vorliegenden ebenfalls 470 Seiten starken weiten Bandes mit dem Titel \u201eNiemals\u201c habe fast ohne Unterbrechung gelesen. Genial konstruiert, arbeitet Pfl\u00fcger mit zahlreichen R\u00fcckblenden, die dem Leser nach und nach die zun\u00e4chst noch sehr r\u00e4tselhaften Zusammenh\u00e4nge erkl\u00e4ren. Vor allen werden etliche im ersten Band noch im Dunkel gebliebene Vorg\u00e4nge aus der Vergangenheit von Jenny Aaron und etlichen ihrer Kollegen gekl\u00e4rt, neue kommen aber dazu, die sicher im abschlie\u00dfenden dritten Band in diesem oder im n\u00e4chsten Jahr aufgekl\u00e4rt und zu einem Ende gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Hauptfigur hei\u00dft Jenny Aaron. Sie ist die Tochter eines ehemaligen GSG 9 Beamten, der bei dem Einsatz in Mogadischu 1977 sich gro\u00dfe Verdiente erwarb, und der seine Tochter ein Leben lang unterst\u00fctzte und aufbaute. Jenny Aaron wurde schon in jungen Jahren nicht nur, aber auch wegen ihres Namens, das erste weibliche Mitglied einer Eliteeinheit der Polizei, die auch au\u00dferhalb Deutschlands undercover operierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein solcher Einsatz vor 5 Jahren in Barcelona geht schief und sie erblindet durch einen Schuss. Ihren Kollegen l\u00e4sst sie in einer Tiefgarage schwer verletzt zur\u00fcck, eine Hypothek, die sie seitdem belastet. Sie ruht im neuen band nicht, bis sie denjenigen stellen kann, der ihr damals das Augenlicht nahm und auch jenen mysteri\u00f6sen \u201eBroker\u201c den sie f\u00fcr den Tod ihres geliebten Vaters verantwortlich macht. Jenny Aaron ist tough. Sie erlernt nicht nur die Blindensprache, sondern bald schon bewegt sie sich durch ihr Leben wie eine Sehende. Sie benutzt daf\u00fcr unterschiedliche Laute und kann aus deren Echo genau ermessen, was da vor ihr liegt und in welcher Entfernung. Bald schon ist sie wieder im Dienst, nun als gefragte Vernehmungsspezialistin beim BKA in Wiesbaden, wo sie auch wohnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beginn\u00a0 des zweiten Bandes h\u00e4lt sich Jenny Aaron in Schweden auf, wo sie dar\u00fcber nachdenkt, ob sie Angebot annehmen soll, zu jenem Berliner Spezialkommando des BKA zur\u00fcckzukehren, dem sie als Sehende sechs Jahre angeh\u00f6rte. Der Leser erf\u00e4hrt in etlichen R\u00fcckblenden viel Aufhellendes \u00fcber jene Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie z\u00f6gert lange, doch dann holt sie ihre Vergangenheit wieder ein. Sie wird nach Marrakesch fahren, wo der gef\u00e4hrlichsten Mann der Welt, den viele nur f\u00fcr einen Mythos hakten, auf sie wartet. Und Jenny Aaron erf\u00e4hrt, was er ihr angetan hat. Und sie beschlie\u00dft, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete, um diesen Mann zu t\u00f6ten. Sie ist sogar zun\u00e4chst dazu bereit, deutliche Anzeichen einer geringen Wiederkehr ihres Hell\/Dunkel \u2013 Empfindens zu ignorieren, die ihr m\u00f6glicherweise, bei entsprechenden Adrenalinarmen Verhaltens das Augenblicht wiederschenken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Insbesondere die Blindenthematik ist exzellent recherchiert (Andreas Pfl\u00fcger gibt dar\u00fcber in einem Nachwort Auskunft) .Die gleich zu Beginn implementierte Spannung wird bis zur letzten Seite aufrechterhalten und l\u00e4sst dem Leser keine andere Wahl, als atemlos immer weiter zu lesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein auch literarisch sehr gelungenes Buch. Den Abschluss der Trilogie werde ich auf jeden Fall lesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Andreas Pfl\u00fcger, Niemals, Suhrkamp 2017, ISBN 978-3-518-42756-9 &nbsp; Normalerweise bin ich kein Liebhaber von Thrillern. 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