{"id":5598,"date":"2018-03-22T15:20:47","date_gmt":"2018-03-22T13:20:47","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5598"},"modified":"2018-03-22T15:20:47","modified_gmt":"2018-03-22T13:20:47","slug":"am-ende-der-reise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5598","title":{"rendered":"Am Ende der Reise"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/48075872z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5599\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/48075872z-192x300.jpg\" alt=\"\" width=\"192\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/48075872z-192x300.jpg 192w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/48075872z.jpg 304w\" sizes=\"auto, (max-width: 192px) 100vw, 192px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Edward Docx, Am Ende der Reise, Kein &amp; Aber 2017, ISBN 978-3- 0369-5765-4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist eine Situation, in die man selbst niemals kommen m\u00f6chte, die der britisch-russische Schriftsteller Edward Docx in seinem neuen Roman seinen Ich-Erz\u00e4hler Lou schildern l\u00e4sst.\u00a0\u00a0 Er f\u00e4hrt zusammen mit seinem todkranken Vater Larry, seines Zeichens Literaturprofessor, der unter der unheilbaren Krankheit ALS leidet, die ihn bald bewegungsunf\u00e4hig machen wird, in einem alten VW-Bus von England aus quer durch Europa nach Z\u00fcrich, wo der Vater die lange von ihm geplante und vorbereitete Sterbehilfe bei Dignitas in Anspruch nehmen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch die Reise selbst hat der Vater minuti\u00f6s vorbereitet und alle Stationen genauestens geplant. Orte, die er vor seinem Tod noch einmal sehen, Dinge, die er noch einmal machen m\u00f6chte. \u00dcber eine lange Zeit hat Larry mit Lou Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, und es scheint zun\u00e4chst so, dass der Sohn mit der Entscheidung seines Vaters einverstanden ist. Und irgendwann dazwischen wird ihm Folgendes klar: \u201eErstens: Der Tod macht die Liebe st\u00e4rker. Das Unterbewusstsein (das wei\u00df, dass es nicht ewig leben wird) n\u00e4hrt das Bewusstsein (das wei\u00df, dass es im Moment noch am Leben ist). Zweitens: Im Leben geht es darum, seinen Frieden mit der best\u00e4ndig wachsenden Liste der erlittenen Verluste zu machen. Drittens: Intellektuelles Verst\u00e4ndnis hat praktisch keinen Einfluss auf die Gef\u00fchle, die dabei mit im Spiel sind.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Erfahrung machen mehr oder weniger auch die beiden Stiefbr\u00fcder von Lou, die im Laufe der Reise zu den beiden sto\u00dfen und sofort nicht nur in die immer nur angedeuteten Gespr\u00e4che \u00fcber das, was bevorsteht hineingezogen werden, sondern mit immer mehr innerfamili\u00e4ren Befindlichkeiten und Erinnerungen sich konfrontiert sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In zahlreichen R\u00fcckblenden l\u00e4sst Docx nicht nur seine Figuren, sondern auf eine ber\u00fchrende Art auch seine Leser die Familiengeschichte der vier Protagonisten erleben, \u00fcberraschend lustige Momente werden da beschrieben, die Fehler kommen zur schmerzhaften Sprache,\u00a0 die Vers\u00e4umnisse werden sp\u00fcrbar. Und die tiefe Liebe, die alle f\u00fcreinander empfinden. Und die Angst vor einer Entscheidung. Sie kommen schlussendlich ans \u201eEnde der Reise\u201c, nach Z\u00fcrich. Welches Ende aber die Geschichte der vier nimmt, soll hier offen bleiben. Lesen Sie selbst diesen Roadtrip zwischen Weinen und Lachen, dieses gef\u00fchlvolle, witzige, hintergr\u00fcndige Buch voll wunderbarer Formulierungen mit einem Thema , das keinen Leser kalt lassen wird, weil er sich konfrontiert sieht mit der eigenen Endlichkeit.,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Edward Docx, Am Ende der Reise, Kein &amp; Aber 2017, ISBN 978-3- 0369-5765-4 &nbsp; Es ist eine Situation, in die man selbst niemals kommen m\u00f6chte, die der britisch-russische Schriftsteller Edward Docx in seinem neuen Roman seinen Ich-Erz\u00e4hler Lou schildern l\u00e4sst.\u00a0\u00a0 Er f\u00e4hrt zusammen mit seinem todkranken Vater Larry, seines Zeichens Literaturprofessor, der unter der &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5598\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Am Ende der Reise<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5598","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5598"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5600,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5598\/revisions\/5600"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}