{"id":5750,"date":"2018-04-26T11:05:51","date_gmt":"2018-04-26T09:05:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5750"},"modified":"2018-04-26T11:05:51","modified_gmt":"2018-04-26T09:05:51","slug":"eleanor-park-hoerbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5750","title":{"rendered":"Eleanor &amp; Park (H\u00f6rbuch)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/41937845z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5751\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/41937845z-300x282.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/41937845z-300x282.jpg 300w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/41937845z.jpg 475w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rainbow Rowell, Eleanor &amp; Park (H\u00f6rbuch), H\u00f6rcompany 2015, ISBN 978-3-94570-906-1<\/p>\n<p>Es ist selten, dass ein Jugendbuchdeb\u00fct einer vorher wenig bekannten Schriftstellerin nicht nur in deren Heimatland zum Bestseller wird, sondern gleich in \u00fcber 30 Sprachen \u00fcbersetzt wird und es in weiteren 12 L\u00e4ndern unter die TOP 10 schafft. Mit \u201eEleanor &amp; Park\u201c ist dies der in Nebraska lebenden Rainbow Rowell gelungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das muss daran liegen, dass es der Autorin auf eine ganz besondere Weise gelingt, Lebenswelten und Gef\u00fchle von Heranwachsenden einzufangen und zu beschreiben, ihnen eine Gestalt und einen Ausdruck zu geben, der jugendliche Leser anspricht, weil sie sozusagen in ihre Seele schaut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Roman, der in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts spielt, erz\u00e4hlt die zarte und poetische Liebesgeschichte von Eleanor und Park. Au\u00dfenseiter alle beide, begegnen sie sich zum ersten Mal im Schulbus, nachdem Eleanor mit ihrer Mutter, ihren Geschwistern und dem neuen Partner der Mutter in die Stadt gezogen ist. Eleanor ist pummelig, sie tr\u00e4gt gerne M\u00e4nnerkleidung und au\u00dfergew\u00f6hnliche Accessoires und sie hat feuerrote Haare. Ihre Lebensumst\u00e4nde sind dramatisch. Mit ihren vier Geschwistern muss sie ich ein kleines Schlafzimmer teilen und immer Angst haben vor dem neuen Partner ihrer etwas haltlosen Mutter, der sie betrunken oft schl\u00e4gt. Nie ist Geld da, selten etwas Richtiges zu essen, sie haben kein Telefon, es fehlt an allem. Vor allem an Zuwendung. Eleanor hat \u00fcber die Jahre gelernt, sich anzupassen, nicht aufzufallen, sich unscheinbar zu machen und in der Familie keine Anspr\u00fcche zu stellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Park hingegen kommt aus recht stabilen Verh\u00e4ltnissen. Sein Vater stammt aus Irland, hat als Soldat der USA in Korea seine Frau kennengelernt und mit in die Staaten genommen. Als Halb-Koreaner ist Park in der Schule nicht voll integriert, wird aber meistens in Ruhe gelassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz im Gegensatz zu Eleanor, die mit ihrem ersten Schultag in der neue Schule mit einem f\u00fcrchterlichen Mobbing konfrontiert ist. Die Zust\u00e4nde an den Schulen und die Unmenschlichkeit, mit der sich dort Sch\u00fcler gegenseitig das Leben schwer machen, ist neben der zauberhaften und ungew\u00f6hnlichen Liebesgeschichte zwischen Eleanor und Park ein Unterthema dieses Romans.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei sieht es zun\u00e4chst gar nicht so aus, dass die beiden sich n\u00e4her kommen, als sich Eleanor zum ersten Mal im Schulbus neben ihn setzt. Park h\u00f6rt seine Musik und achtet gar nicht auf die Versuche des M\u00e4dchens, mit ihm in Kontakt zu kommen. Doch mit jedem Tag \u00f6ffnen sich die beiden mehr f\u00fcreinander und finden Gefallen aneinander.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In abwechselnden Kapiteln erz\u00e4hlt,\u00a0 erfahren wir, wie Eleanor und Park die jeweilige Situation erleben, und wir lesen auch viel \u00fcber das bisherige Leben und die famili\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse der beiden. So wie sich beide langsam immer besser kennenlernen \u2013 schon bald gestehen sie sich ihre Liebe \u2013 \u00fcberwinden sie ein Hindernis nach dem anderen, die am Anfang wie eine hohe Mauer vor ihnen standen. So gibt etwa die Liebe zu Eleanor Park eine zuvor nie gekannte Kraft, aus sich herauszugehen, mutig sich f\u00fcr andere einzusetzen und sogar die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen. Eleanor ihrerseits lernt erst durch Parks Liebe und Komplimente,\u00a0 so etwas wie ein Selbstbewusstsein zu entwickeln und findet ganz langsam zu sich selbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch es geht in diesem wunderbaren Buch nicht nur um jugendliche Liebe, sondern auch um zerr\u00fcttete Familienverh\u00e4ltnisse, unglaubliche Zust\u00e4nde an den Schulen, wo auch die Vertrauenslehrer nur noch wegsehen und immer wieder um den mutigen Widerstand dagegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Werden die beiden ehemaligen Au\u00dfenseiter miteinander eine Chance, eine Zukunft haben? Das bleibt offen bis zur letzten Seite.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vorliegende von Franziska Hartmann und Julian Greis eingespielte ungek\u00fcrzte H\u00f6rbuch beeindruckt durch eine authentische Interpretation der beiden Hauptfiguren und ihrer ungew\u00f6hnlichen Beziehung. Eine anr\u00fchrende Geschichte einer ersten Liebe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Rainbow Rowell, Eleanor &amp; Park (H\u00f6rbuch), H\u00f6rcompany 2015, ISBN 978-3-94570-906-1 Es ist selten, dass ein Jugendbuchdeb\u00fct einer vorher wenig bekannten Schriftstellerin nicht nur in deren Heimatland zum Bestseller wird, sondern gleich in \u00fcber 30 Sprachen \u00fcbersetzt wird und es in weiteren 12 L\u00e4ndern unter die TOP 10 schafft. Mit \u201eEleanor &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=5750\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Eleanor &amp; Park (H\u00f6rbuch)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-5750","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5750"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5750\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5752,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5750\/revisions\/5752"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}