{"id":591,"date":"2015-10-07T11:15:37","date_gmt":"2015-10-07T09:15:37","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=591"},"modified":"2015-10-07T11:15:37","modified_gmt":"2015-10-07T09:15:37","slug":"die-karmann-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=591","title":{"rendered":"Die Karmann-Story"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42768803z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-592\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42768803z-260x300.jpg\" alt=\"42768803z\" width=\"260\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42768803z-260x300.jpg 260w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42768803z.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bernd Wiersch, Die Karmann &#8211; Story. Haute Couture aus Osnabr\u00fcck, Delius Klasing 2015, ISBN 978-3-667-10330-7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie der Autor bereits im Vorwort erw\u00e4hnt, stand ihm das Unternehmensarchiv nicht zur Verf\u00fcgung. Um so mehr ist anzuerkennen, wieviel historisches Material und Fakten Bernd Wiersch, ein profunder VW-Kenner, zusammentragen konnte. Wer allerdings eine Aufstellung aller jemals von Karmann gebauten Fahrzeuge und Prototypen in Form eines Catalogue Raison\u00e9e erwartet, wird entt\u00e4uscht sein. Hauptziel des Buches ist die Darstellung der \u00fcber 100-j\u00e4hrigen Geschichte des Hauses.<\/p>\n<p>Entsprechend beginnt das Werk mit dem Lebensweg des Gr\u00fcnders Wilhelm Karmann senior (1871-1952), der bereits 1901 eine Wagenbaufabrik \u00fcbernahm und damit selbst\u00e4ndig wurde. Hauptgesch\u00e4ftszweig war der Kutschenbau, aber bereits 1902 entstand die erste Automobilkarosse auf einem D\u00fcrkopp-Fahrgestell. Es ging schnell aufw\u00e4rts, selbst die Folgen des Ersten Weltkriegs wurden durch geschickte Produktwahl wie Handwagen, Pferdekarren und \u00e4hnliches \u00fcberbr\u00fcckt. In den zwanziger Jahren reiste Wilhelm Karmann in die USA. Die dort aufgenommenen Impulse f\u00fchrten zu einer starken Modernisierung seiner Werke. In den drei\u00dfiger Jahren pr\u00e4gte die Zusammenarbeit mit Adler in Frankfurt die Produktion, au\u00dferdem \u00fcbernahm der Sohn Wilhelm Karmann junior zunehmend Verantwortung im Unternehmen.<\/p>\n<p>Auch von Hanomag und Ford konnte man Auftr\u00e4ge bekommen. Leider zerst\u00f6rte der Zweite Weltkrieg und seine Folgen erst einmal jegliche Hoffnung. Aber man gab nicht auf, kam \u00fcber Ford zu einer Verbindung mit dem Volkswagenwerk und damit zu einem gro\u00dfen Auftragsvolumen \u00fcber viele Jahre. K\u00e4fer Cabrio, Karmann Ghia, Golf Cabrio, Scirocco und Corrado wurden in erheblichen St\u00fcckzahlen produziert.<\/p>\n<p>Aber auch f\u00fcr die Auto Union, Porsche, BMW, Mercedes und Opel, um nur einige zu nennen, fertigte man Karosserien und ganze Autos. Weitere Standbeine waren die Werkzeugfertigung, die Konstruktion von Cabrioverdecken, Wohnmobile und der Prototypenbau. So war man eigentlich bestens aufgestellt, zus\u00e4tzlich existierten noch Betriebe im Ausland, Karmann do Brasil wurde bereits 1960 gegr\u00fcndet, in den 90ern und sp\u00e4ter kamen noch Werke in den USA, Mexiko, Portugal und Polen aufgebaut. Das 100-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um feierte man 2001, die Zeichen standen noch voll auf Erfolg. Hauptauftr\u00e4ge waren zu dieser Zeit das Mercedes SLK Cabrio, das Audi Cabrio und das Renault M\u00e9gane Cabrio. Leider war man nicht erfolgreich beim Akquirieren von Neuauftr\u00e4gen, die Produktion sank dramatisch, was im April 2009 zum Insolvenzverfahren f\u00fchrte. Verhandlungen mit VW f\u00fchrten im November des gleichen Jahres zur Gr\u00fcndung der Volkswagen Osnabr\u00fcck GmbH, so dass immerhin rund 2.000 Mitarbeiter im neuen Unternehmen Besch\u00e4ftigung fanden, wenn auch zu schlechteren Bedingungen.<\/p>\n<p>Bernd Wiersch hat diese Geschichte gut nachrecherchiert und das Buch l\u00e4sst sich fl\u00fcssig lesen. Statt streng chronologisch vorzugehen, wird in manchen Kapiteln das Geschehen parallel nach Themen dokumentiert, so zum Beispiel die Zusammenarbeit mit verschiedenen Automarken. Auch der zeitliche und wirtschaftliche Kontext wird gut erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Bernd Wiersch, Die Karmann &#8211; Story. 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