{"id":6177,"date":"2018-08-08T14:31:12","date_gmt":"2018-08-08T12:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6177"},"modified":"2018-08-08T14:31:12","modified_gmt":"2018-08-08T12:31:12","slug":"bretonische-geheimnisse-kommissar-dupins-siebter-fall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6177","title":{"rendered":"Bretonische Geheimnisse. Kommissar Dupins siebter Fall"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/51963573n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6178\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/51963573n-190x300.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/51963573n-190x300.jpg 190w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/51963573n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jean-Luc Bannalec, Bretonische Geheimnisse. Kommissar Dupins siebter Fall, Kiepenheuer &amp; Witsch 2018, ISBN 9878-3-462-05201-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umk\u00e4mpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. W\u00e4hrend viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon seit langem an Langeweile und immer mehr von dem Gleichen nicht zu \u00fcberbieten sind, hat der in Deutschland und in Frankreich lebende Autor unter dem Pseudonym Jean Luc Bannalec mit seinen bisher schon sechs Romanen um seinen im Finstere lebenden Kommissar Dupin auch bei der etablierten Literaturkritik erhebliche Beachtung gefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon in allen bisherigen Romanen hat Bannalec, vor allem vermittelt durch Dupins Kollegen Riwal eine Menge bretonischer Geschichte und Mythen eingewoben. Doch in seinem neuen Werk geht es fast ausschlie\u00dflich darum. F\u00fcr Leser, die sich vor allem f\u00fcr die Artuslegende interessieren, ist das toll, f\u00fcr andere m\u00f6glicherweise stellenweise etwas langweilig und langatmig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wald von Broc\u00e9liande mit seinen malerischen Seen und Schl\u00f6ssern ist das letzte verbliebene Feenreich \u2013 glaubt man den Bretonen. Unz\u00e4hlige Legenden aus mehreren Jahrtausenden sind hier verortet. Auch die von K\u00f6nig Artus und seiner Tafelrunde. Welche Gegend w\u00e4re geeigneter f\u00fcr den l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Betriebsausflug von Kommissar Dupin und seinem Team in diesen bretonischen Sp\u00e4tsommertagen, zumal sich mit Riwal ein absolut kundiger Kollege anbietet mit detaillierten Informationen und F\u00fchrungen.<\/p>\n<p>Als Dupin zu Beginn des mehrt\u00e4tigen Betriebsausflug noch mit einem ber\u00fchmten Artus-Forscher in einer anderen Angelegenheit en Gespr\u00e4ch f\u00fchren will, findet er diesen ermordet vor. Schnell ist Dupin von Paris aus zum nationalen Sonderermittler ernannt mit allen Befugnissen und macht sich mit seinem Team auf die Suche nach dem T\u00e4ter. Wichtig ist dabei eine Gruppe von an diesem Ort versammelten Wissenschaftlern mit zun\u00e4chst undurchschaubaren Beziehungen untereinander, die, so findet Dupin bald heraus, von Konkurrenz und Stellenneid gepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus dieser Gruppe sind bald weitere Opfer zu beklagen. Und Dupin d\u00e4mmert de Erkenntnis, dass jeder aus dieser Gruppe sowohl das n\u00e4chste Opfer als auch der n\u00e4chste T\u00e4ter sein kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter dem zeitlichen Druck seiner Partnerin Claire, die nach dem Ausflug die neue gemeinsame Wohnung einrichten will, ermittelt Dupin mit seinen Kollegen fieberhaft. Dabei w\u00e4chst Nolwenn wieder einmal \u00fcber sich hinaus, indem sie wie ein menschlicher Computer alle Infos b\u00fcndelt und die ganze, dieses Mal au\u00dferordentlich gef\u00e4hrliche Ermittlung koordiniert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als zwischenzeitlich Kadeg und Riwal spurlos verschwunden sind, scheint sich ein Fiasko anzubahnen. Mit sehr gelungenem Spannungsbogen und psychologischer Raffinesse bei der Beschreibung der Beziehungen innerhalb der mysteri\u00f6sen Wissenschaftlergruppe gelingt es Bannalec, den Leser in dem, wie ich finde, bisher besten seiner B\u00fccher, den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln\u00a0 und ihn gleichzeitig mit einer Menge an interessanten historischen Informationen zu f\u00fcttern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein hervorragender Kriminalroman mit tiefen Einblicken in die Abgr\u00fcnde des Wissenschaftsbetriebs und die bretonische Mythologie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Jean-Luc Bannalec, Bretonische Geheimnisse. Kommissar Dupins siebter Fall, Kiepenheuer &amp; Witsch 2018, ISBN 9878-3-462-05201-5 &nbsp; Eine neue literarische Stimme macht sich seit einigen Jahren erfolgreich auf dem hart umk\u00e4mpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. 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