{"id":6341,"date":"2018-09-06T12:01:32","date_gmt":"2018-09-06T10:01:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6341"},"modified":"2018-09-06T12:01:32","modified_gmt":"2018-09-06T10:01:32","slug":"so-enden-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6341","title":{"rendered":"So enden wir"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49452927n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6342\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49452927n-179x300.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49452927n-179x300.jpg 179w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49452927n.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Daniel Galera, So enden wir, Suhrkamp 2018, ISBN 978-3-518-42801-6<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem zweiten Roman, der wie \u201eFlut\u201c (2013) wieder von Nicolai von Schweder-Schreiner ins Deutsche \u00fcbersetzt wurde, erz\u00e4hlt der brasilianische Schriftsteller Daniel Galera von einer Gruppe aus drei jungen M\u00e4nnern und einer Frau, die sich damals in der Fr\u00fchphase des Internets in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts f\u00fcr etwas ganz Besonderes hielten. Sie waren so etwas wie Protagonisten einer neuen Gegenkultur in Brasilien. Eine Kultur aus Punks, K\u00fcnstlern und digitalen Bohemiens. Ihr gro\u00dfer Anf\u00fchrer war Duke, ein \u00fcberaus talentiertes Schriftstellertalent, in seinem unnahbaren Wesen und Charakter genial.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun ist Duke Opfer eines t\u00f6dlichen Raub\u00fcberfalls geworden. Daniel Galera f\u00fchrt seine Leser in das Jahr 2014, kurz vor der Fu\u00dfball WM nach Porto Alegre, wo seit langem ein Streik das gesamte Leben lahmlegt. Heftige Auseinandersetzungen und Konflikte spalten die brasilianische Gesellschaft schon seit langem. Nun aber scheint alles zu explodieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie haben sich lange nicht mehr gesehen, die ehemaligen Mitstreiter Dukes, die sich nun an seinem Grab versammeln, sich selbst und einander fremd geworden nach einem langen vergeblichen Kampf. Aurora, Antero und Emiliano blicken angesichts des Todes zur\u00fcck auf ihr eigenes Leben, auf ihr gemeinsames Engagement in einer hoffnungsvollen und ambitionierten Gegenkultur.<\/p>\n<p>Wie war das fr\u00fcher, so fragen sie sich immer wieder und was ist aus ihnen geworden? Was ist mit den Idealen, den Lebenspl\u00e4nen und Hoffnungen geschehen? Und vor allen Dingen kommen sie im Verlauf des Buches einer Frage immer n\u00e4her, die sie qu\u00e4lt: Wer war dieser Duke wirklich? War er wirklich ihr Freund? Oder hat er sie nicht doch blo\u00df f\u00fcr seine Zwecke benutzt? Die immer verzweifeltere Suche nach einer Antwort f\u00fchrt die drei zu einer Hinterlassenschaft, die so ber\u00fchrend wie ersch\u00fctternd ist.<\/p>\n<p>Der in Teilen sehr bewegende, in anderen hilflos bleibende Roman Galeras ist ein Buch \u00fcber Aufbr\u00fcche und Trennungen, \u00fcber das Ankommen und \u00fcber das Verlorensein in der Welt und der eigenen Existenz angesichts einer Gesellschaft, die vor lauter Korruptheit und zum Himmel schreiender Armut nicht reformierbar scheint.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und es ist ein Buch mit immer wieder leisen Ann\u00e4herungen an das Geheimnis menschlicher N\u00e4he und Freundschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Daniel Galera, So enden wir, Suhrkamp 2018, ISBN 978-3-518-42801-6 &nbsp; In seinem zweiten Roman, der wie \u201eFlut\u201c (2013) wieder von Nicolai von Schweder-Schreiner ins Deutsche \u00fcbersetzt wurde, erz\u00e4hlt der brasilianische Schriftsteller Daniel Galera von einer Gruppe aus drei jungen M\u00e4nnern und einer Frau, die sich damals in der Fr\u00fchphase des Internets &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6341\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">So enden wir<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6341"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6343,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6341\/revisions\/6343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}