{"id":6377,"date":"2018-09-11T12:24:28","date_gmt":"2018-09-11T10:24:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6377"},"modified":"2018-09-11T12:24:28","modified_gmt":"2018-09-11T10:24:28","slug":"die-sanfte-gleichgueltigkeit-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6377","title":{"rendered":"Die sanfte Gleichg\u00fcltigkeit der Welt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49539969n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6378\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49539969n-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49539969n-184x300.jpg 184w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/49539969n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Peter Stamm, Die sanfte Gleichg\u00fcltigkeit der Welt, S. Fischer 2018, ISBN 978-3-10-397259-7<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer hat schon nicht einmal dar\u00fcber nachgedacht, wie es w\u00e4re, das eigene Leben oder zumindest Phasen daraus noch einmal zu erleben? Wie w\u00e4re es, genau dasselbe noch einmal zu f\u00fchlen, zu denken, zu tun?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem neuen Buch \u201eDie sanfte Gleichg\u00fcltigkeit der Welt\u201c erz\u00e4hlt Peter Stamm von einem Mann namens Christoph. Er ist Schriftsteller und ihm begegnet Seltsames, das ihn fast zur Verzweiflung bringt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Christoph h\u00e4lt sich in Stockholm auf und verabredet sich dort zu einem Spaziergang mit der viel j\u00fcngeren Lena. Sie beginnen ihren langen Weg bezeichnenderweise auf einem Friedhof.\u00a0 Christoph erz\u00e4hlt Lena, er habe vor \u00fcber zwanzig Jahren eine Frau geliebt, Magdalena, die nicht nur im Aussehen, sondern auch im Wesen, ihr, Lena, gleich gewesen sei.<\/p>\n<p>Nach einer dreij\u00e4hrigen Beziehung habe sie ihn damals vor zwanzig Jahren in Stockholm verlassen. Oder war es genau umgekehrt, weil sie nicht so ein Leben f\u00fchren wollte wie er? Als Lena ihm erz\u00e4hlt, ihr Mann sei Schriftsteller und schreibe gerade an seinem ersten Buch, wei\u00df Christoph schon Bescheid. Er kennt ihr Leben, und wei\u00df genau, was ihr bevorsteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So beginnen ein langer Spaziergang und ein wahrhaftiges Spiel der Vergangenheit mit der Gegenwart. Und immer wieder stellt sich zwischen den Zeilen die Frage, ob wir Menschen unserem Schicksal entgehen k\u00f6nnen, oder m\u00fcssen wir uns abfinden mit der \u201esanften Gleichg\u00fcltigkeit der Welt\u201c?<\/p>\n<p>Peter Stamm, der gro\u00dfe Erz\u00e4hler existentieller menschlicher Erfahrung, erz\u00e4hlt auf kleinstem Raum eine andere Geschichte der unerkl\u00e4rlichen N\u00e4he, die einen von dem trennt, der man fr\u00fcher war. Der Glaube an die Einmaligkeit der eigenen Biographie verschwimmt. Der Leser ist \u00e4hnlich irritiert wie der Protagonist und sieht sich existentiellen Fragen ausgesetzt. Es geht um \u00a0Liebe, Verg\u00e4nglichkeit, Schmerz, Verlust, Trennung, Erz\u00e4hlen und Schreiben und Einsamkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Peter Stamms novellenartiges Buch bietet ein spannendes \u00a0Verwirrspiel um die Identit\u00e4ten seiner Figuren. Sehr feinf\u00fchlig, mit einer poetischen Sprache geht es mit sanfter Melancholie um die gro\u00dfen Sinnfragen des Lebens, ein Leben, das sich nicht wirklich fassen l\u00e4sst und stetig in Frage steht.\u00a0 Es vergeht zwischen Vergeblichkeit und Vorbestimmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wunderbare Prosa vom Feinsten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Peter Stamm, Die sanfte Gleichg\u00fcltigkeit der Welt, S. Fischer 2018, ISBN 978-3-10-397259-7 &nbsp; Wer hat schon nicht einmal dar\u00fcber nachgedacht, wie es w\u00e4re, das eigene Leben oder zumindest Phasen daraus noch einmal zu erleben? 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