{"id":6558,"date":"2018-10-09T08:06:09","date_gmt":"2018-10-09T06:06:09","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6558"},"modified":"2018-10-09T08:06:09","modified_gmt":"2018-10-09T06:06:09","slug":"nach-vorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6558","title":{"rendered":"Nach vorn"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52506488n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6559\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52506488n-203x300.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52506488n-203x300.jpg 203w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52506488n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Elisabeth Etz, Nach vorn, Tyrolia 2018, ISBN 978-37022-3700-4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNach vorn\u201c, das neue Buch der schon mehrfach f\u00fcr ihre Jugendb\u00fccher ausgezeichneten Schriftstellerin Elisabeth Etz hat es in sich. In diesem Jugendroman erz\u00e4hlt die 17-j\u00e4hrige Helene ihre Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als sie vor 18 Monaten mit der Diagnose Krebs konfrontiert wurde, da drohte ihre Welt, die gerade erst so richtig Gestalt annahm, schon wieder zusammenzubrechen.<\/p>\n<p>Nun schicken sie ihre \u00c4rzte, die sich lange um sie gek\u00fcmmert haben, mit dem Hinweis in dieses Leben zur\u00fcck, sie sei geheilt. Das Wort endg\u00fcltig nehmen sie nicht in den Mund. Bei Krebs wei\u00df man nie. Dennoch: der Port ist drau\u00dfen, der die Chemo in ihren K\u00f6rper leitete. Der Krebs gibt Ruhe. Keine Metastasen. Die lange Zeit im Krankenhaus, die Zeit des Bangens von einer Behandlung zur anderen, von einer Untersuchung zur n\u00e4chsten, die Zeit des K\u00e4mpfen und des Ertragens des Uns\u00e4glichen, das alles scheint vorbei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und dennoch hat der Krebs bei Helene tiefe Spuren hinterlassen, nicht nur die Narbe seitlich am Oberk\u00f6rper. Spuren, die kein MRT abbildet, Spuren in der Seele. Denn was sie nach der R\u00fcckkehr in ihr normales Leben feststellen muss: man kann nicht einfach weitermachen, wo man vor der schrecklichen Diagnose aufgeh\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Helene kann kein normaler Teenager mehr sein. Sie st\u00f6\u00dft mit ihrem Verhalten auf viel Unverst\u00e4ndnis und Ablehnung, verliert alte und gute Freundinnen und Freunde. Sie hat sich ver\u00e4ndert. Auch an ihrem Namen will sie das deutlich machen. Statt Lene will sie jetzt Hel genannt werden. Die Assoziationen zum englischen hell f\u00fcr H\u00f6lle sind von ihr bewusst gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch an Orten, wo sie nicht damit rechnet, findet sie neue Freunde und lernt auch die Liebe kennen. \u00dcberall muss sie neue Wege gehen, sich mit Neuem zurechtfinden. Nicht immer leicht f\u00fcr sie. Doch irgendwann erkennt sie, dass sie beim Blick in die Zukunft, in ihre Zukunft, nicht allein da steht, wie sie die ganze Zeit immer dachte.<\/p>\n<p>Doch ein Gedanke wird sie weiter besch\u00e4ftigen und auch den von diesem Buch bewegten Leser: was ist eigentlich mit all denen, denen sie in der Klinik- und Therapiezeit begegnet ist? All denen, die es nicht geschafft haben, die fr\u00fcher oder sp\u00e4ter gestorben sind, obwohl auch sie gek\u00e4mpft haben? Waren die nicht tapfer genug, oder was?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNach vorn\u201c ist ein Buch, das mit seinem Thema und seiner direkten Sprache unter die Haut geht. Es ist f\u00fcr Jugendliche und Erwachsene gleicherma\u00dfen zu empfehlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Elisabeth Etz, Nach vorn, Tyrolia 2018, ISBN 978-37022-3700-4 &nbsp; \u201eNach vorn\u201c, das neue Buch der schon mehrfach f\u00fcr ihre Jugendb\u00fccher ausgezeichneten Schriftstellerin Elisabeth Etz hat es in sich. 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