{"id":6630,"date":"2018-10-17T12:33:38","date_gmt":"2018-10-17T10:33:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6630"},"modified":"2018-10-17T12:33:38","modified_gmt":"2018-10-17T10:33:38","slug":"laestige-liebe-hoerbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6630","title":{"rendered":"L\u00e4stige Liebe (H\u00f6rbuch)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52392388n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6631\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52392388n.jpg\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"217\" \/><\/a><\/p>\n<p>Elena Ferrante, L\u00e4stige Liebe (H\u00f6rbuch), der H\u00f6rverlag 2018, ISBN 978-3-8445-3106-0<\/p>\n<p>Ihr vierb\u00e4ndiges Epos \u201eNeapolitanische Saga\u201c hat sie nicht nur in Deutschland mit einem Schlag bekannt gemacht und einen unvergleichliche Hype um die italienische\u00a0 Schriftstellerin Elena Ferrante ausgel\u00f6st. Vom Ferrante-Fieber werbetextete der Suhrkamp-Verlag, der nun beginnend mit ihrem literarischen Deb\u00fct aus dem Jahr 1992 wohl alle bisherigen Werke der ungew\u00f6hnlichen Autorin verlegen und dem deutschen Publikum zug\u00e4nglich machen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon bei der Ver\u00f6ffentlichung von \u201eL\u00e4stige Liebe\u201c (L`amore molesto) im Jahr 1992 in Italien hat sich Elena Ferrante dazu entschlossen unter einem Pseudonym zu schreiben und hat das auch nach dem \u00fcberw\u00e4ltigenden Erfolg der Saga so beibehalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eL\u00e4stige Liebe\u201c spielt wie die Saga in Neapel. Wer die vier B\u00e4nde der Saga gelesen hat, entdeckt in dem nun auf Deutsch vorliegenden Deb\u00fct Ferrantes schon die Umrisse von Figuren, Schaupl\u00e4tzen und Motiven, die sp\u00e4ter in der Tetralogie eine Rolle spielen werden. Als \u201eL\u00e4stige Liebe\u201c 1994 in Deutschland erschien, wurde der Roman nicht wahrgenommen und ging hier eher unter, w\u00e4hrend Elena Ferrante in Italien schon eine breite Resonanz erfuhr und von der Literaturkritik intensiv gew\u00fcrdigt wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Delia, die Hauptperson des Romans, 45 Jahre alt und als Comiczeichnerin arbeitend, kehrt nach dem pl\u00f6tzlichen und unerkl\u00e4rlichen Tod ihrer Mutter nach Neapel zur\u00fcck, in die ihr verhasste Heimatstadt. Ihre Mutter ist wenige Tage zuvor im Meer ertrunken. War es ein Unfall oder hat sich die Mutter selbst umgebracht? Oder hatte beim Tod der Mutter jemand anderes seine H\u00e4nde im Spiel?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In vielen R\u00fcckblenden erinnert sich Delia an ihre Mutter und ihre Kindheit mit einem gewaltt\u00e4tigen Vater. Es geht um viele Geheimnisse und um einen Verrat, als die f\u00fcnfj\u00e4hrige Delia ihrer Mutter eine Aff\u00e4re mit einem Gesch\u00e4ftspartner des Vaters angeh\u00e4ngt hat.\u00a0 Doch es steckte etwas ganz anderes dahinter, dunkler Ursprung aller weiteren Verwicklungen, denen die ich-erz\u00e4hlende Delia nun nachsp\u00fcrt. Sie muss daf\u00fcr tief in ihre Vergangenheit hinabsteigen, ein schmerzhafter Prozess, dessen Psychodynamik Ferrante brillant darstellt. Immer wieder kommen Bilder und Erlebnisse in R\u00fcckblenden in Delia hoch, w\u00e4hrend sie geradezu getrieben versucht, die letzten Stunden ihrer Mutter Amalia, mit der sie mehr verbindet , als sie zun\u00e4chst zulassen kann, zu rekonstruieren. Warum hat sie wenige Tage vor ihrem Tod so \u00fcberdreht und verst\u00f6rt geklungen, als sie am Telefon das letzte Mal mit Delia sprach?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und welche Rolle spielt Caserta, ein ehemaliger Freund ihres gewaltt\u00e4tigen Vaters, der pl\u00f6tzlich wieder auftaucht? Offenbar war er der letzte Mensch, der die Mutter lebend gesehen hat. Und w\u00e4hrend Delia verzweifelt durch die Gassen der Stadt l\u00e4uft und Erinnerungen entwirrt, die sie lange unterdr\u00fcckt hatte,\u00a0 ahnt sie nicht, wie schutzlos sie sein wird gegen das schreckliche Geheimnis ihrer eigenen Kindheit, das in einem schmerzhaften Prozess ans Tageslicht kommen wird, sodass sie am Ende sagen wird: \u201eAmalia war einmal. Ich war Amalia.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eL\u00e4stige Liebe\u201c ist ein starker Roman, der die literarische Kraft der sp\u00e4teren Saga schon in sich tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie schon die vier B\u00e4nde der \u201eNeapolitanischen Saga\u201c hat Eva Mattes auch \u201eL\u00e4stige Liebe\u201c in einer ungek\u00fcrzten Fassung f\u00fcr den H\u00f6rverlag in einer \u00fcberzeugenden Weise eingelesen. Mit ihrer Stimme und ihrer Interpretation verschmilzt sie regelrecht mit der Ich-Erz\u00e4hlerin Delia.<\/p>\n<p>Ein beeindruckendes H\u00f6rerlebnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Elena Ferrante, L\u00e4stige Liebe (H\u00f6rbuch), der H\u00f6rverlag 2018, ISBN 978-3-8445-3106-0 Ihr vierb\u00e4ndiges Epos \u201eNeapolitanische Saga\u201c hat sie nicht nur in Deutschland mit einem Schlag bekannt gemacht und einen unvergleichliche Hype um die italienische\u00a0 Schriftstellerin Elena Ferrante ausgel\u00f6st. 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