{"id":6657,"date":"2018-10-24T08:34:28","date_gmt":"2018-10-24T06:34:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6657"},"modified":"2018-10-24T08:34:28","modified_gmt":"2018-10-24T06:34:28","slug":"die-offene-stadt-eine-ethik-des-bauens-und-bewohnens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6657","title":{"rendered":"Die offene Stadt., Eine Ethik des Bauens und Bewohnens"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52360618n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6658\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52360618n-196x300.jpg\" alt=\"\" width=\"196\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52360618n-196x300.jpg 196w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/52360618n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Richard Sennett, Die offene Stadt., Eine Ethik des Bauens und Bewohnens, Hanser Berlin 2018, ISBN 978-3-446-25859-4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Zug von Millionen Menschen weltweit vom Land in die immer gr\u00f6\u00dfer werdenden St\u00e4dte ist ein seit langer Zeit zu beobachtendes Ph\u00e4nomen, mit dem sich auch Stadtplaner und Politiker hierzulande herumschlagen. Denn dieser Sog hat Folgen, nicht nur f\u00fcr die Stadt selbst mit steigenden Mieten und drohendem Verkehrskollaps, sondern auch f\u00fcr die absterbenden l\u00e4ndlichen Regionen im Vorfeld der Stadt. Hier gegenzusteuern, indem man die l\u00e4ndlichen Regionen unterst\u00fctzt und f\u00f6rdert, wie das Christian Lindner etwa gestern bei einer Wahlveranstaltung in Darmstadt im Rahmen des hessischen Wahlkampfs forderte, schein ebenso richtig wie wirkungslos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Richard Sennett hat sich als weltbekannter Soziologe sein Leben lang schon Gedanken gemacht \u00fcber die Stadt und eine angemessene Stadtpolitik. Nun legt er mit \u201eDie offene Stadt\u201c eine \u201eEthik des Bauens und Bewohnens\u201c vor, ein Buch, indem er seine lebenslangen Arbeiten \u00fcber Stadtpolitik res\u00fcmiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie kann eine offene Stadt aussehen, die gepr\u00e4gt ist von Vielfalt und Ver\u00e4nderung \u2013 und in der Bewohner F\u00e4higkeiten zum Umgang mit Unsicherheiten entwickeln? Richard Sennett zeigt, warum wir eine Urbanistik brauchen, die eine enge Zusammenarbeit von Planern und Bewohnern einschlie\u00dft und voraussetzt \u2013 und dass eine Stadt voller Widerspr\u00fcche urbanes Erleben nicht einengt, sondern bereichert.<\/p>\n<p>Sennett bietet viele Beispiele f\u00fcr offene R\u00e4ume in einer Stadt. Der beschreibt etwa Pl\u00e4tze, die unterschiedlichen sozialen Gruppen Raum bieten, wie es sie \u00fcberall auf der Welt gibt. Der Autor denkt dar\u00fcber nach, wie St\u00e4dte im Sinne der Bewohner jenseits von Immobilienspekulation und Gentrifizierung funktionieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stadt als ein funktionierender K\u00f6rper, so stellt sich Sennett eine neue Stadtpolitik vor. F\u00fcr alle, die sich mit Stadtpolitik besch\u00e4ftigen oder sich daf\u00fcr interessieren ist sein neues Buch eine unterhaltsame und sehr lehrreiche Lekt\u00fcre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie man aber dem ungebrochenen Trieb der Menschen vom Land in die Stadt und dem dort drohenden Kollaps einerseits und der Ausd\u00fcnnung aller sozialen Einrichtungen auf dem Land entgegenwirken k\u00f6nnte, dar\u00fcber habe ich nichts gefunden in diesem Buch. Aber das war ja auch nicht sein Thema. Ein Thema aber, das bleiben wird, das wurde gestern Abend bei der erw\u00e4hnten Wahlveranstaltung mehr als deutlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Richard Sennett, Die offene Stadt., Eine Ethik des Bauens und Bewohnens, Hanser Berlin 2018, ISBN 978-3-446-25859-4 &nbsp; Der Zug von Millionen Menschen weltweit vom Land in die immer gr\u00f6\u00dfer werdenden St\u00e4dte ist ein seit langer Zeit zu beobachtendes Ph\u00e4nomen, mit dem sich auch Stadtplaner und Politiker hierzulande herumschlagen. 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