{"id":682,"date":"2015-10-19T15:07:59","date_gmt":"2015-10-19T13:07:59","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=682"},"modified":"2015-10-19T15:07:59","modified_gmt":"2015-10-19T13:07:59","slug":"zwanzig-zeilen-liebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=682","title":{"rendered":"Zwanzig Zeilen Liebe"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42762147z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-683\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42762147z-188x300.jpg\" alt=\"42762147z\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42762147z-188x300.jpg 188w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/42762147z.jpg 298w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Rowan Coleman, Zwanzig Zeilen Liebe, Piper 2015 ISBN 978-3-492-06017-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Buch von Rowan Coleman ist eines der wenigen Romane, die mich in diesem Jahr beim Lesen in meinem Innersten angesprochen und bewegt haben. Das h\u00e4ngt zum einen damit zusammen, dass die Haupthandlung auf einer Hospizstation spielt und von den Menschen dort erz\u00e4hlt, die auf ihren Tod warten und ihr Leben bilanzieren. Und zum anderen, weil es eine Botschaft ausstrahlt, die ich in der Hektik des Alltags leider oft vergesse: egal, was passiert, wovor du auch immer Angst hast, es kommt immer darauf, die kleinen Momente des Gl\u00fccks und der Liebe nicht zu \u00fcbersehen. Sie machen dein Leben reich, auch wenn dir vielleicht nicht mehr viel Zeit bleibt.<\/p>\n<p>Erz\u00e4hlt wird von der Krankenschwester Stella, die in einem Hospiz arbeitet. Auf eigenen Wunsch arbeitet sie nur in der Nacht, dann, wenn es still wird auf der Station, und die Menschen sich ihr in vielen Gespr\u00e4chen \u00f6ffnen. Irgendwann hat sie jemand gebeten, an einen nahe stehenden Menschen einen kurzen Brief zu schreiben, den Stella erst nach dem Tod der Patientin dem Empf\u00e4nger aush\u00e4ndigen sollte. Und schon bald wird daraus ein Ritual. Viele dieser Briefe sind in dem \u00fcber 400-seitigen Roman abgedruckt, in einigen F\u00e4llen erfahren wir mehr von der Person, die ihn geschrieben hat und ihrem Leben. In diesen, meist nicht mehr als zwanzig Zeilen langen Briefen erfahren wir, was Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden bewegt und was sie noch mitteilen wollen.<\/p>\n<p>Doch Stella hat auch ihre eigenen Lebensprobleme. Ihr Mann Vincent hat sich von ihr abgewendet, und obwohl sie ihn \u00fcber alles liebt, geht sie ihm aus dem Weg. Die schwere Leidensgeschichte dieser Beziehung ist bis zum Ende des Buches ein wesentlicher Strang der Erz\u00e4hlung. Genauso wie die Geschichte der jugendlichen Hope, die seit ihrer Geburt an Mukoviszidose leidet und nur zur Pflege in dem Hospiz sich aufh\u00e4lt, bis sie wieder soweit ist, dass sie nach Hause gehen kann, dorthin also, wo sie sich \u00fcber viele Jahre von der Welt abgeschottet hat und das Leben an sich hat vor\u00fcberziehen lassen. Doch da ist auch ihr Freund Ben, der ihr zeigt, warum es sich lohnt zu leben, zu k\u00e4mpfen und zu hoffen.<\/p>\n<p>Genau diese Erfahrung macht auch Hugh, alleinstehend und nur mit einem Kater namens Jake befreundet, der als zweite Heimat das Hospiz hat und dort viele Patienten tr\u00f6stet.<\/p>\n<p>Ihrer aller Geschichte wird erz\u00e4hlt, und nach und nach von Rowan Coleman miteinander verkn\u00fcpft. Es ist, wie sie selbst auf einer Innenseite des Buches schreibt, \u201eeine Geschichte \u00fcber Hoffnung, dar\u00fcber, niemals aufzugeben, nach den Sternen zu greifen und Menschen zu begegnen, die dein Leben ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p>\u201eZwanzig Zeilen Liebe\u201c ist ein sehr bewegender, stellenweise aufw\u00fchlender Roman, eine poetische Hymne auf das Leben und ein spirituelles Lied \u00fcber die Hoffnung, die uns am Leben h\u00e4lt bis zur letzten Minute, wenn wir es aushauchen. Aber davor gibt es noch \u201eeine ganze Menge Leben\u201c (Konstantin Wecker).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Rowan Coleman, Zwanzig Zeilen Liebe, Piper 2015 ISBN 978-3-492-06017-2 &nbsp; Dieses Buch von Rowan Coleman ist eines der wenigen Romane, die mich in diesem Jahr beim Lesen in meinem Innersten angesprochen und bewegt haben. 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