{"id":6822,"date":"2018-11-21T08:59:38","date_gmt":"2018-11-21T06:59:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6822"},"modified":"2018-11-21T08:59:38","modified_gmt":"2018-11-21T06:59:38","slug":"die-mittelmeerreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6822","title":{"rendered":"Die Mittelmeerreise"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/52391625n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6823\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/52391625n-188x300.jpg\" alt=\"\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/52391625n-188x300.jpg 188w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/52391625n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hanns- Josef Ortheil, Die Mittelmeerreise, Luchterhand 2018, ISBN 978-3-630-87535-4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber Hanns-Josef Ortheils Kindheits -Roman &#8222;Die Erfindung des Lebens&#8220; schrieb ich vor vielen Jahren:<\/p>\n<p>&#8222;Ortheil hat es in seinem wohl pers\u00f6nlichsten Buch auf eine meisterhafte Weise verstanden, das Gestern und das Heute zu verbinden und zu einer einmaligen Leseerfahrung zu machen.<\/p>\n<p>Schon lange hat kein Buch mehr so mitf\u00fchlend vom Leben und der Liebe geschrieben. Ortheils Roman ist ohne jeden Kitsch und ohne jedes Pathos ein Buch, dessen wahre Geschichte noch das h\u00e4rteste Leserherz erweichen wird. Ein Buch \u00fcber die heilende Kraft der Musik und die lebensrettende Wirkung des Schreibens und der Literatur. Denn niemand wird dieses Buch nach atemlosem und gebannt &#8211; mitf\u00fchlendem Lesen aus der Hand legen, ohne so etwas wie wirklichen Trost und Ermutigung f\u00fcr sein eigenes Leben gesp\u00fcrt zu haben, wie immer es auch aussehen mag.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Buch, ein wahrhaft meisterhafter Roman.&#8220;<\/p>\n<p>Vielen Menschen ist es bei der Lekt\u00fcre dieses wunderbaren Buches \u00e4hnlich gegangen, und viele werden, so wie ich, danach auch\u00a0 &#8222;Die Moselreise&#8220; zur Hand genommen haben, quasi der Vorl\u00e4ufer des gleich anzuzeigenden Buches. Von Hanns-Josef Ortheil als Elfj\u00e4hriger nach der ersten Reise, die er allein mit seinem Vater unternahm, aufgeschrieben und hier zum ersten Mal, mit begleitenden Essays des Autors erg\u00e4nzt, ver\u00f6ffentlicht, f\u00fcllt es eine L\u00fccke \u00fcber entscheidende Tage im Leben von Ortheil, die in &#8222;Die Erfindung des Lebens&#8220; nur ganz nebenbei erw\u00e4hnt worden sind.<\/p>\n<p>Es war diese Reise, der dann viele weitere folgen sollten, die der kluge und umsichtige Vater organisiert hatte, um seinem Sohn aus seiner inneren Gefangenschaft herauszuhelfen. Das Buch ist nicht nur ein sch\u00f6ner Reisebericht, in dem sich das schriftstellerische Talent des sp\u00e4teren Autors schon andeutet, sondern auch ein einzigartiges bewegendes und eindr\u00fcckliches Dokument einer wunderbaren Vater-Sohn-Beziehung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach Vater und Sohn 1964 in Berlin waren\u00a0 (vgl. Die Berlin-Reise, Luchterhand 2014), unternehmen sie 1967 eine weitere, sehr gro\u00dfe \u201eMittelmeerreise\u201c auf einem schwer beladenen Frachter, von Amsterdam, durch die Meerenge von Gibraltar bis nach Griechenland und Istanbul.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie schon das Manuskript der \u201eMoselreise\u201c wanderten auch die Aufzeichnungen des 16- j\u00e4hrigen Johannes, wie ihn sein Vater nennt, in das Familienarchiv, wo sie Hanns-Josef Ortheil wo er es erst vor einiger Zeit wiederentdeckte und mit wachsendem Erstaunen. Er hat sie abgetippt und hat sie zu einem \u201eRoman eines Heranwachsenden\u201c collagiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So leicht ver\u00e4ndert, wird dieses Buch nun wie die beiden anderen Reiseromane vorher ver\u00f6ffentlicht. Wie schon \u201eDie Moselreise\u201c das gro\u00dfe literarische Talent des gerade Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen zeigte, dem es sehr sensibel gelingt, feine Stimmungen aufzufangen und in Worte zu fassen, zeigt er sich vier Jahre sp\u00e4ter als gereifter junger Mann, der eine gro\u00dfe Odyssee ins Erwachsenenleben beschreibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wieder beobachtet die Menschen, die er trifft, ganz genau und ihm gelingt es meisterhaft, die Atmosph\u00e4re auf dem Frachter zu beschreiben. Er macht sich seine eigenen Gedanken zu Dingen, die er sieht oder Begriffen, die er h\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe mich nach der Lekt\u00fcre dieses faszinierenden Buches gefragt, ob im Jahr 1967 irgendein deutscher Verlag dieses Buch eines gerade Sechzehnj\u00e4hrigen ver\u00f6ffentlicht h\u00e4tte, und welche Wirkung dessen genaue und feinf\u00fchlige Beobachtungen gehabt h\u00e4tte bei der Kritik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Allen Freunden von Ortheil sei dieses Buch sehr empfohlen. Und wer seinen oben beschriebenen und wertgesch\u00e4tzten Roman noch nicht kennt und die Beschreibung der ersten beiden Reisen &#8211; man sollte es nachholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotzdem allem freue ich mich auf den Altersroman von Ortheil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Hanns- Josef Ortheil, Die Mittelmeerreise, Luchterhand 2018, ISBN 978-3-630-87535-4 &nbsp; \u00dcber Hanns-Josef Ortheils Kindheits -Roman &#8222;Die Erfindung des Lebens&#8220; schrieb ich vor vielen Jahren: &#8222;Ortheil hat es in seinem wohl pers\u00f6nlichsten Buch auf eine meisterhafte Weise verstanden, das Gestern und das Heute zu verbinden und zu einer einmaligen Leseerfahrung zu machen. &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=6822\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Die Mittelmeerreise<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6822","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6822"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6824,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6822\/revisions\/6824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}