{"id":7152,"date":"2019-02-06T12:21:19","date_gmt":"2019-02-06T10:21:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7152"},"modified":"2019-02-06T12:21:19","modified_gmt":"2019-02-06T10:21:19","slug":"drei-grazien-ein-fall-fuer-kostas-charitos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7152","title":{"rendered":"Drei Grazien. Ein Fall f\u00fcr Kostas Charitos"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/52385224n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7153\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/52385224n-190x300.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/52385224n-190x300.jpg 190w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/52385224n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Petros Markaris, Drei Grazien. Ein Fall f\u00fcr Kostas Charitos, Diogenes 23018, ISBN 978-3-257-07041-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In allen seinen bisherigen Romanen der letzten Jahre hat sich der griechische Schriftsteller Petros Markaris mit seinem Kommissar Kostas Charitos, seiner Familie und seinen Kollegen und Bekannten als ein kritischer und Chronist der griechischen Verh\u00e4ltnisse gezeigt. Insbesondere seine Trilogie zur Finanzkrise mit den B\u00e4nden \u201eFaule Kredite\u201c, \u201eZahltag\u201c und \u201eAbrechnung\u201c hat seinen Landsleuten schonungslos den Spiegel vorgehalten, aber auch den Lesern in Deutschland etwa eine ganz andere Sicht der tats\u00e4chlichen Lebensverh\u00e4ltnisse in Griechenland unter der Krise und der Knute der EU vermittelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Markaris nutzt mit Kriminalromamen ein literarisches Genre, um die gesellschaftlichen und politischen Zust\u00e4nde und Ver\u00e4nderungen der griechischen Gesellschaft im Zuge der Globalisierung \u00a0zu analysieren und zu beschreiben. Er unterh\u00e4lt nicht nur, sondern macht nachdenklich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In seinem neuen Roman \u201eDrei Grazien\u201c geht es dem Kommissar und seiner Familie \u00e4hnlich wie den meisten anderen Griechen wirtschaftlich wieder sehr viel besser als noch in den Jahren der gro\u00dfen Krise. Au\u00dferdem hat er durch den R\u00fcckzug seines Chefs Gikas auf das Altenteil die Chance auf eine nicht mehr f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene Bef\u00f6rderung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst einmal macht er zusammen mit seiner Frau Adriani seit vielen Jahren zum ersten Mal richtig Urlaub. Sie fahren nach Epirus in ihre alte Heimat und lernen in dem Hotel, in dem sie sich einquartiert haben, drei \u00e4ltere Frauen kennen, die Kostas bald die \u201edrei Grazien\u201c nennt. Durchaus wohlwollend, denn Kostas und Adriani freunden sich mit den drei Frauen richtig an. Auch nach der R\u00fcckkehr nach Athen werden sie ihren Kontakt aufrechterhalten. Und wie man als aufmerksamer Leser zu Beginn schon richtig vermutet hat, werden die \u201edrei Grazien\u201c im sp\u00e4teren Verlauf der Handlung noch eine wichtige Rolle spielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn kaum zur\u00fcckgekehrt ins Athener Polizeipr\u00e4sidium sieht sich Kostas nicht nur mit etlichen Personalver\u00e4nderungen konfrontiert, die ihm v\u00f6llig neue Chancen f\u00fcr seine Karriere er\u00f6ffnen, sondern auch mit einem Mord an einem Minister. Dieser \u00a0mit Gift get\u00f6tete Minister war bis vor kurzem erfolgreicher Professor an der Athener Universit\u00e4t, bevor er in die Politik wechselte, nat\u00fcrlich ohne die Sicherheit seines Professorenamtes aufzugeben. Ein Bekennerschreiben weist auf den Umstand hin, dass durch solche Praktiken nicht nur die Studenten leiden, sondern auch andere Hochschullehrer mehr unterrichten m\u00fcssen. Ich nehme an, dass dieses Ph\u00e4nomen nicht nur ein vom Autor erfundenes ist. Als ein weiterer ehemaliger Professor im Regierungsamt auf \u00e4hnliche Weise zu Tode kommt und erneut ein Bekennerschreiben den Missbrauch der Beamtenprivilegien anklagt, ist Kostas Charitos sehr schnell involviert in h\u00f6chste Regierungskreise, die mit Argusaugen seine Ermittlungen beobachten. Da kann er nur von Gl\u00fcck sagen, dass der neue stellvertretende Polizeipr\u00e4sident ihm wohlgesonnen ist. Noch nie hat Charitos so gut bei einem Fall mit seinem Vorgesetzten kooperieren k\u00f6nnen. Gute Voraussetzung eigentlich f\u00fcr seine Bef\u00f6rderung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch der neue Roman von Markaris ist spannend erz\u00e4hlt, es ist sch\u00f6n, all den alten Bekannten wieder zu begegnen und die neue Figuren in Kostas` Team und im Pr\u00e4sidium lassen f\u00fcr die n\u00e4chsten B\u00e4nde wirklich frischen Wind erhoffen. Wie f\u00fcr das ganze Land hoffentlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kommissar und sein Team stochern lange Zeit im Nebel herum, bis ein Versprecher in einer privaten Unterhaltung den entscheidenden Hinweis auf die dann sehr \u00fcberraschende Aufl\u00f6sung bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit Kostas Charitos geht es mir so wie mit etlichen anderen Serienkommissaren. Ich freue mich auf jedes neue Buch, genie\u00dfe den hintergr\u00fcndigen Humor und die gesellschaftskritische Ironie und unterhalte mich auch wegen der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Nebenfiguren k\u00f6stlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Petros Markaris, Drei Grazien. 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