{"id":7287,"date":"2019-03-05T09:54:56","date_gmt":"2019-03-05T07:54:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7287"},"modified":"2019-03-05T09:54:56","modified_gmt":"2019-03-05T07:54:56","slug":"hochamt-in-neapel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7287","title":{"rendered":"Hochamt in Neapel"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54488330n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7288\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54488330n-193x300.jpg\" alt=\"\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54488330n-193x300.jpg 193w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54488330n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Stefan von der Lahr, Hochamt in Neapel, C.H. Beck 2019, ISBN 978-3-406-73133-4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch in seinem zweiten Roman, der nun bei C.H. Beck erscheinen darf, verbindet der im selben Verlag arbeitende Lektor und Historiker Stefan von der Lahr ein unglaublich scheinendes aktuelles Verbrechen mit einem von ihm erfundenen Geschehen in der Vergangenheit (hier ein verschollen geglaubter Brief von Johann Joachim Winckelmann). Wie schon in seinem ersten Buch \u201eDas Grab der Jungfrau\u201c spielt sich ein Teil der Handlung in der Verwaltung der katholischen Kirche ab. War es im ersten Buch die Vorbereitung eines angenommenen Dritten Vatikanischen Konzils, sind es im neuen Roman Bisch\u00f6fe und Priester des Bistums in Neapel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hauptperson hier ist der sehr sympathisch geschilderte neue Weihbischof, der seit einem Jahr im Amt ist und wegen dieser Berufung in seine Heimatstadt Neapel zur\u00fcckgekehrt ist. Gian Carlo Montebello hat die Altertumswissenschaftlerin Jacky Neapolitano mit der Neudokumentation der Geschichte des Bistums beauftragt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Zuge ihrer Arbeit f\u00e4llt ihr auf, dass wichtige Dokumente aus der Amtszeit eines Bischofs aus dem 18. Jahrhundert verschwunden sind. Der\u00a0 pers\u00f6nliche Referent von Montebello, Padre Luis , l\u00f6st das R\u00e4tsel, und sie erkennen aus einem bisher verschollen geglaubten Brief des ber\u00fchmten Wissenschaftlers Winckelmann, dass m\u00f6glicherweise die sterblichen \u00dcberreste von Alexander dem Gro\u00dfen im Dom von Neapel versteckt sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Parallel dazu wird Commissario Bariello in Rom in die Handlung eingef\u00fchrt, der in einem t\u00f6dlichen Verkehrsunfall ermittelt, bei dem ein Mann offensichtlich absichtlich \u00fcberfahren wurde. Schon bald st\u00f6\u00dft Bariello in ein Wespenest aus dunklen Gesch\u00e4ften von angeblich seri\u00f6sen und vom Staatspr\u00e4sidenten ausgezeichneten Firmen, die mit radioaktiven Transporten von medizinischen Ger\u00e4ten aus Osteuropa dunkle und lukrative Gesch\u00e4fte machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und da ist noch ein aus der ehemaligen Sowjetunion stammender reicher Oligarch, der einer geheimen Loge vorsteht von angesehenen B\u00fcrgern, die alle ihre Verehrung von Alexander dem Gro\u00dfen verbindet.<\/p>\n<p>Dieser Oligarch ist in die gef\u00e4hrlichen Transporte verwickelt und wird sich bald schon mit seinen Mitteln in die Suche nach den sterblichen \u00dcberresten des gro\u00dfen Alexander einmischen. Er will mit ihnen ausgestattet glorreich in seine Heimat zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hat Bariello Unterst\u00fctzung von einem Kollegen aus Neapel erhalten und f\u00fchrt nach seiner schnellen Suspendierung durch seine Vorgesetzten, die die Hand \u00fcber die mafi\u00f6sen Gesch\u00e4fte halten, seine Ermittlungen im Stillen weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Neapel indes w\u00e4chst die Suche nach Alexander den Kirchenm\u00e4nnern bald \u00fcber den Kopf, zumal der Verdacht immer offensichtlicher wird, dass auch hochrangige Kirchenm\u00e4nner verwickelt sind in einen Skandal, der das Wasser vieler Brunnen in Neapel vergiftet und schon vielen Menschen, auch Kindern, das Leben gekostet hat. Doch mutig und entschlossen stellen sie sich dem Verbrechen in den Weg und riskieren dabei viel. Immer mehr Zusammenh\u00e4nge werden deutlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stefan von der Lahr hat einen spannenden Krimi geschrieben mit vielen Informationen \u00fcber Kunstgeschichte und Kirchengeschichte. In einem ausf\u00fchrlichen Anhang erkl\u00e4rt er Begriffe und Personen, die in dem Buch erw\u00e4hnt werden. Hat man sich einmal eingelesen und ist das Interesse des Lesers an den historischen Hintergr\u00fcnden geweckt, entwickelt sich das Buch zu einem regelrechten Politthriller, den man nicht ehr aus der Hand legen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist Handlung und sind alle Personen erfunden, aber der Eindruck, das alles k\u00f6nnte so oder \u00e4hnlich einmal Realit\u00e4t werden, l\u00e4sst einem das Blut in den Adern gefrieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ausf\u00fchrlich beschriebenen Hintergr\u00fcnde der Kirchengeschichte Neapels und seines Heiligen Gennaro und dessen Blutwunder, das in die Handlung eingebaut ist, sind aufschlussreich und interessant.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Personen, insbesondere der Weihbischof Montebello und sein Sekret\u00e4r Padre Luis sind sympathisch und meiner Meinung, vielleicht wieder zusammen mit dem mutigen Commissario Bariello aus Rom, gut f\u00fcr einen weiteren Fall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Stefan von der Lahr ist es auch mit diesem Buch hervorragend gelungen, ein ungew\u00f6hnliches Krimigenre zu entwickeln aus Kirchen- und Kunstgeschichte und krimineller Gegenwartshandlung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Stefan von der Lahr, Hochamt in Neapel, C.H. Beck 2019, ISBN 978-3-406-73133-4 &nbsp; Auch in seinem zweiten Roman, der nun bei C.H. Beck erscheinen darf, verbindet der im selben Verlag arbeitende Lektor und Historiker Stefan von der Lahr ein unglaublich scheinendes aktuelles Verbrechen mit einem von ihm erfundenen Geschehen in der &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7287\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Hochamt in Neapel<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7287","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7287","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7287"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7287\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7289,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7287\/revisions\/7289"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7287"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7287"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7287"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}