{"id":7377,"date":"2019-03-14T10:20:42","date_gmt":"2019-03-14T08:20:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7377"},"modified":"2019-03-14T10:20:42","modified_gmt":"2019-03-14T08:20:42","slug":"herr-kules-und-der-loewe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7377","title":{"rendered":"Herr Kules und der L\u00f6we"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/50138691n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7378\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/50138691n.jpg\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"246\" \/><\/a><\/p>\n<p>Stefanie Klinge-Engelhardt, Barbara Steinitz, Herr Kules und der L\u00f6we, Knesebeck 2018, ISBN 978-395728-014-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Herr Kules ist ein alleinstehender distinguierter Mann, von dem wir nur erfahren, dass er jeden Sonntag in den Zoo geht. Jedes Mal bereitet er sich darauf vor, indem er sich ein Br\u00f6tchen belegt und es zusammen mit einem Apfel und einer Flasche Saft in seine Tasche steckt. Und weil ihn schlechtes Wetter nicht von seinem Zoobesuchsritual abhalten kann, nimmt er seinen Regenschirm mit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So auch an diesem Sonntag. Doch schon kurz nachdem er seine Eintrittskarte gekauft hat, sp\u00fcrt er, dass heute etwas anders ist. Die Pinguine, die er immer zuerst besucht, sind nicht da. Auch viele andere Tiere, denen er danach begegnet, zeigen ein \u00e4u\u00dferst seltsames Verhalten. Alle versuchen sich zu verstecken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da kommt auch schon ein Zoow\u00e4rter angerannt und ruft laut: \u201eHerkules, ist ein Herkules hier?\u201c Unser Zoobesucher sagt ganz leise: \u201eIch bin Herr Kules.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und ganz schnell hat ihn der Zoow\u00e4rter, obwohl er dem eher zarten Mann das nicht zutraut, engagiert um den ausgebrochenen L\u00f6wen einzufangen und zu b\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wie der v\u00f6llig angstlose Herr Kules nun mit dem L\u00f6wen spricht, freundlich und zugewandt, ihn auf ein Eis einl\u00e4dt, wie er es selbst jeden Sonntag tut, irritiert den L\u00f6wen gewaltig.<\/p>\n<p>\u201eHast du gar keine Angst?\u201c fragt er schlie\u00dflich den vollkommen lockeren Herrn Kules.\u00a0 Der antwortet: \u201eDu siehst gef\u00e4hrlich aus, stimmt. Aber ich dachte, vielleicht bis du einfach einsam, weil niemand mit dir redet.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und der L\u00f6we schaut bek\u00fcmmert. Er beschlie\u00dft, sich mit Herrn Kules anzufreunden, der den L\u00f6wen in sein Gehege zur\u00fcckbringt und von den anderen Zoobesuchern als Held gefeiert wird. Der jedoch will das nicht und freut sich lieber, als der L\u00f6we sagt: \u201eDu bist mein Freund!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und am n\u00e4chsten Sonntag treffen sie sich wieder. Nat\u00fcrlich erst nach den Pinguinen und den Lamas, aber daf\u00fcr wieder mit leckerem Eis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein wundersch\u00f6nes und kluges Bilderbuch \u00fcber den klugen und feinf\u00fchligen Umgang mit br\u00fcllenden L\u00f6wen, die es in jeder Kindergartengruppe gibt.\u00a0 Es zeigt, dass sich hinter aggressivem Verhalten oft eine bed\u00fcrftige Seele verbirgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefanie Klinge-Engelhardt, Barbara Steinitz, Herr Kules und der L\u00f6we, Knesebeck 2018, ISBN 978-395728-014-5 &nbsp; Herr Kules ist ein alleinstehender distinguierter Mann, von dem wir nur erfahren, dass er jeden Sonntag in den Zoo geht. 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