{"id":7387,"date":"2019-03-28T09:34:45","date_gmt":"2019-03-28T07:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7387"},"modified":"2019-03-28T09:34:45","modified_gmt":"2019-03-28T07:34:45","slug":"goldschatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7387","title":{"rendered":"Goldschatz"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54407475n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7388\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54407475n-190x300.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54407475n-190x300.jpg 190w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/54407475n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ingrid Noll, Goldschatz, Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-07054-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mittlerweile 83- j\u00e4hrig legt Ingrid Noll ihren neuen Roman vor. Und er liest sich frisch und lebendig jung wie je. Als dreifache Mutter und vierfache Gro\u00dfmutter hat sie immer Kontakt zu jungen Menschen gehabt. Sie sagt dazu: \u201eErwachsenwerden war zu allen Zeiten schwierig. Ich denke, dass es die heutige Jugend trotz und sogar wegen gr\u00f6\u00dferer Freiheiten und Wahlm\u00f6glichkeiten nicht leichter hat als meine Generation oder die meiner Kinder.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trixi, die Ich-Erz\u00e4hlerin des Romans, hat von ihrer Tante Emma in der Gegend zwischen Darmstadt und Heidelberg ein altes Bauernhaus geerbt. Den Rat ihrer Eltern, das Ding einfach zusammenzuschieben und etwas Neues zu bauen, schl\u00e4gt sie aus, und zieht zusammen mit vier anderen Heidelberger Kommilitonen in das Haus ein um dort eine WG aufzubauen. Noch sind Semesterferien und so k\u00f6nnen die f\u00fcnf ihre Zimmer, die K\u00fcche und das Wohnzimmer instand setzen. Doch der Winter wird kommen, und es m\u00fcssen neue Fenster und eine Heizung eingebaut werden. W\u00e4hrend die f\u00fcnf noch angestrengt nachdenken, wie das finanziell stemmen sollen, da findet sich in Emmas Tr\u00f6del ein S\u00e4ckchen mit wertvollen Goldm\u00fcnzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch der unverhoffte Schatz l\u00f6st nicht die Probleme der WG, sondern schafft neue. Denn es wird sich nicht nur zeigen, dass er bei einzelnen von ihnen ungeahnte, aber durchaus menschliche Begierden weckt, die ihre Gemeinschaft, die doch noch so jung und zart ist, erheblich gef\u00e4hrden. \u00a0Und da ist auch noch in der furchterregenden Gestalt von Gerhard Gl\u00e4ser ein ziemlich heruntergekommener Nachbar, der nicht nur Anspruch auf den Schatz erhebt, sondern offenbar von weiteren gro\u00dfen Geheimnissen um Emmas Haus und dessen Geschichte wei\u00df\u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und obwohl sie doch miteinander angetreten waren, alternativ zu leben, dem Konsumdruck zu widerstehen und eine \u00f6kologische Existenz zu f\u00fchren, vergessen die f\u00fcnf Studenten angesichts der Goldm\u00fcnzen immer mehr ihre hehren Ideale. Frust breitet sich in der jungen WG aus, es kriselt immer mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das wird verheerende und tragische Folgen haben, f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eGoldschatz\u201c ist wie alle Romane von Ingrid Noll wieder sehr unterhaltsam zu lesen und birgt wieder etliche Krimielemente.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Absolut empfehlenswert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Ingrid Noll, Goldschatz, Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-07054-5 &nbsp; Mittlerweile 83- j\u00e4hrig legt Ingrid Noll ihren neuen Roman vor. Und er liest sich frisch und lebendig jung wie je. Als dreifache Mutter und vierfache Gro\u00dfmutter hat sie immer Kontakt zu jungen Menschen gehabt. Sie sagt dazu: \u201eErwachsenwerden war zu allen Zeiten schwierig. 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