{"id":7537,"date":"2019-04-15T12:16:26","date_gmt":"2019-04-15T10:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7537"},"modified":"2019-04-15T12:16:26","modified_gmt":"2019-04-15T10:16:26","slug":"der-blumenladen-der-mademoiselle-violeta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7537","title":{"rendered":"Der Blumenladen der Mademoiselle Violeta"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/54398659n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7538\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/54398659n-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/54398659n-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/54398659n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Maxim Huerta, Der Blumenladen der Mademoiselle Violeta, Thiele Verlag 2019, ISBN 978-3-85179-377-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>L\u2019\u00c9toile Manquante, \u00a0der fehlende Stern, so hei\u00dft der zauberhafte Blumenladen im Herzen von Saint-Germain, um den sich in diesem schon 2015 in Spanien zum Bestseller gewordenen Roman von Maxim Huerta alles dreht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dominique Brule hat ihn vor langer Zeit gegr\u00fcndet, nachdem seine geliebte Frau gestorben ist. Er liebt seine Blumen \u00fcber alles, besonders Pfingstrosen, die ihn an seine Frau erinnern.\u00a0 Die Menschen im Viertel lieben seinen Laden, sie sch\u00e4tzen seine tiefe Kenntnis und Liebe zu den Blumen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwei Spanierinnen, die \u00e4hnlich einsam sind wie Dominique, der mittlerweile vierundsiebzig Jahre alt geworden ist, sind seine t\u00e4glichen Besucherinnen. Mercedes wurde f\u00fcr eine Kellnerin von ihrem Mann auf ihrer Hochzeitsreise verlassen, nachdem sie die franz\u00f6sische Grenze \u00fcberquert hatten, und Tilde hat nie den richtigen Partner gefunden. Im Verlauf des Buches wird auch ihre harte Lebensgeschichte erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Roman beginnt mit einer Entscheidung, als Dominique \u00a0im Sp\u00e4tsommer ein Schild ins Fenster seines Laden h\u00e4ngt: \u201eAushilfe f\u00fcr Blumengesch\u00e4ft gesucht. \u2026 Tr\u00e4gerinnen von Blumennamen sind besonders willkommen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Schild h\u00e4ngt noch nicht lange, da betritt eine junge Spanierin namens Violeta das Blumengesch\u00e4ft und bewirbt sich um den Job. Sie ist vor einigen Tagen aus Madrid nach Paris geflohen um ein neues Leben zu beginnen, weil sie sich von ihren Eltern nicht verstanden f\u00fchlt und von ihrem Freund verlassen wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von der ersten Sekunde, als Violeta den Laden betritt, ist der alte Dominique verzaubert von ihr, denn sie erinnert ihn in allem an seine jung verstorbene Frau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geschickt entwickelt Maxim Huerta nun eine Romanhandlung, die die Leben von Violeta, Dominique und den beiden alten Freundinnen Mercedes und Tilda verkn\u00fcpft. Dies geschieht mit vielen R\u00fcckblicken in die Lebensgeschichte dieser Personen. Dabei stellt sich heraus, dass jede der drei Alten \u00a0ein kleines Geheimnis hat, eine ganz pers\u00f6nliche und tiefe Trauer tr\u00e4gt, die eigentlich nicht mehr gel\u00f6st werden kann, denn sie sind schon alt und ihr Leben wird bald zu Ende sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der jungen Violeta kommt auf einen Schlag Bewegung in das Leben dieser drei Menschen, die mit ihrem Schicksal schon lange abgeschlossen hatten. Und Dominique h\u00e4lt, je l\u00e4nger je mehr, Violeta, die auch ihre Geheimnisse mit sich herumtr\u00e4gt, f\u00fcr den fehlenden Stern im Namen seines Ladens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist ein romantischer Roman, dennoch literarisch auf hohem Niveau geschrieben. Wer f\u00fcr solche Romantik wenig \u00fcbrig hat, sollte das Buch nicht lesen. F\u00fcr alle anderen kann ich es nur empfehlen. Warmherzig und liebevoll beschreibt Huerta seine durchweg sympathischen Charaktere in einer Geschichte, die zwischen den Zeilen die Botschaft vermittelt, dass man manchmal allem etwas Zeit geben muss, wenn es sich entwickeln soll. Und es vermittelt eine zumindest zeitweise g\u00fcltige Weisheit, die im Roman sehr oft erw\u00e4hnt wird: \u201eNicht nachdenken zu wollen ist auch eine Form von Gl\u00fcck\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man sich in der Lekt\u00fcre dieses sch\u00f6nen Romans verliert, kann man durchaus etwas sp\u00fcren davon. Und: wer hat nicht schon einmal, auf sein Leben zur\u00fcckblickend und die entscheidenden Momente reflektierend, gedacht: es gibt keine Zuf\u00e4lle \u2013 es hat genauso kommen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Maxim Huerta, Der Blumenladen der Mademoiselle Violeta, Thiele Verlag 2019, ISBN 978-3-85179-377-2 &nbsp; L\u2019\u00c9toile Manquante, \u00a0der fehlende Stern, so hei\u00dft der zauberhafte Blumenladen im Herzen von Saint-Germain, um den sich in diesem schon 2015 in Spanien zum Bestseller gewordenen Roman von Maxim Huerta alles dreht. &nbsp; Dominique Brule hat ihn vor langer Zeit &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7537\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Der Blumenladen der Mademoiselle Violeta<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7537"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7539,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7537\/revisions\/7539"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}