{"id":7638,"date":"2019-05-15T10:54:54","date_gmt":"2019-05-15T08:54:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7638"},"modified":"2019-05-15T10:54:54","modified_gmt":"2019-05-15T08:54:54","slug":"altern-sterben-tod-die-vergaenglichkeit-des-menschen-aus-der-sicht-der-naturwissenschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7638","title":{"rendered":"Altern. Sterben. Tod. Die Verg\u00e4nglichkeit des Menschen aus der Sicht der Naturwissenschaften"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54464814n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7639\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54464814n-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54464814n-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54464814n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Oliver M\u00fcller, Altern. Sterben. Tod. Die Verg\u00e4nglichkeit des Menschen aus der Sicht der Naturwissenschaften, G\u00fctersloher Verlagshaus 2019, ISBN 978-3-579-01471-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem eigenen Altern, erst recht mit dem eigenen Sterben und dem eigenen Tod besch\u00e4ftigt sich niemand gerne. Es sind schon lange Fragen, die in den Gespr\u00e4chen, die wir mit anderen, auch unseren n\u00e4chsten Angeh\u00f6rigen, f\u00fchren, mit hohen und starken Tabus belegt sind.<\/p>\n<p>Erst dann, wenn wir pers\u00f6nlich damit konfrontiert werden, etwa durch das Sterben und den Tod von Freunden oder nahen Verwandten, r\u00fccken uns diese Themen auf den Leib und sickern in unsere Seele. Wir k\u00f6nnen ihnen dann nicht mehr ausweichen und verdr\u00e4ngen doch. Es ist ganz erstaunlich, wie sehr selbst im Falle pers\u00f6nlicher Betroffenheit Sterbende und Angeh\u00f6rige nicht \u00fcber das sprechen, was gerade geschieht, wahrscheinlich aus Angst den anderen zu verletzen. Ich war als Pfarrer lange der Meinung, es sei auf jeden Fall besser, immer \u00fcber alles zu sprechen. Doch mittlerweile bin ich mir nach Sterbef\u00e4llen in der eigenen Familie nicht mehr so sicher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das hat vielleicht auch mit dem eigenen fortgeschrittenen Alter zu tun und der langsam sich bemerkbar machenden eigenen Angst davor, irgendwann nicht mehr da zu sein, die ich vorher niemals versp\u00fcrt habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie auch immer: es ist diese mehr oder minder stark ausgepr\u00e4gte Angst vor er eigenen Verg\u00e4nglichkeit und die Angst um diejenigen, die ohne mich zur\u00fcckbleiben werden, die die meisten Menschen vor den Themen Alter, Sterben und Tod zur\u00fcckschrecken l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das vorliegende Buch des Theologen, Mediziners und Naturwissenschaftlers Oliver M\u00fcller m\u00f6chte hier aufkl\u00e4rend und unterst\u00fctzend helfen. Mit einer auch f\u00fcr wissenschaftliche Laien meist verst\u00e4ndlichen Sprache beschreibt er naturwissenschaftlich, was eigentlich passiert mit uns, wenn wir Menschen alt werden, wenn wir sterben und dann, wenn wir tot sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ohne gro\u00dfe Sentimentalit\u00e4t wirft Oliver M\u00fcller einen n\u00fcchternen Blick auf die Biologie alles Lebendigen, erhellend und klug. Doch er tut es nicht ohne Empathie. Er will durch Wissensvermittlung das Tabu brechen und die Angst vor dem Thema lindern. Das wirkt auch deshalb tr\u00f6stlich, weil er auch die spirituelle und theologische Dimension der beschriebenen biologischen Vorg\u00e4nge im Auge beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er geht davon aus, dass man sich vor dem, was man kennt, nicht mehr so sehr f\u00fcrchten muss. Ich bin jedoch sicher, es gibt Menschen, bei denen genau das Gegenteil der Fall ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Zusammenfassung jedoch sollten sich alle zu Herzen nehmen, weil sie meiner Meinung nach nicht nur richtig ist, sondern der einzige Weg, die qu\u00e4lenden Fragen nach dem Tod durch ein eigenes gelebtes Leben zu beantworten:<\/p>\n<p>\u201eDie jedem Menschen geschenkte Zeit \u2026 ist begrenzt. Deshalb ist das eigene Leben genau wie auch das Leben jedes anderen Menschen unsch\u00e4tzbar wertvoll. Konsequenz dieser Erkenntnis muss eine zu jedem Zeitpunkt bewusste Lebensf\u00fchrung zum eigenen Wohl und zum Wohl anderer Menschen sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Oliver M\u00fcller, Altern. Sterben. Tod. 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