{"id":7741,"date":"2019-05-28T12:29:19","date_gmt":"2019-05-28T10:29:19","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7741"},"modified":"2019-05-28T12:29:19","modified_gmt":"2019-05-28T10:29:19","slug":"die-frau-im-musee-d-orsay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7741","title":{"rendered":"Die Frau im Musee d` Orsay"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54465461n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7742\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54465461n-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54465461n-189x300.jpg 189w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/54465461n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><\/p>\n<p>David Foenkinos, Die Frau im Musee d` Orsay, Penguin Verlag 2019, ISBN 978-3-328-60086-2<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der neue Roman von David Foenkinos schlie\u00dft sich in seiner literarischen Qualit\u00e4t nahtlos an seine Vorg\u00e4nger und zeigt ihn nicht nur als einen der erfolgreichsten zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Schriftsteller, sondern auch als einen besten. In einer dramatischen Liebesgeschichte, die er so geschickt aufgebaut hat, dass eine den Leser an das Buch fesselnde Spannung bis zum Ende erhalten bleibt, erz\u00e4hlt er feinf\u00fchlig und vollen Herzensw\u00e4rme davon, wie ein Mensch selbst im tragischen Scheitern seinem Leben eine neue Wendung geben kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird der Leser mit dem unter seinen Studenten sehr beliebten Antoine Duris bekannt gemacht. Er ist die leidende und dennoch mutige Hauptfigur in einem sehr unterhaltsamen und auch bewegenden Roman, dessen Unterthema die Faszination und Sch\u00f6nheit der Kunst ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denn Antoine Duris ist Professor f\u00fcr Kunstgeschichte an der Hochschule der Sch\u00f6nen K\u00fcnste in Lyon. Seine abwechslungsreichen und originellen Vorlesungen und Seminare sind \u00fcberlaufen und dennoch hat er ein Ohr f\u00fcr jeden einzelnen seiner Studenten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deshalb versteht es niemand, als Antoine sozusagen \u00fcber Nacht eines Tages seine Stelle an der Hochschule k\u00fcndigt, seine Wohnung aufl\u00f6st und sein Hab und Gut einlagert. Hat es damit zu tun, dass seine Beziehung nach nur sieben Jahren gescheitert ist und seine Partnerin Louise ihn verlassen hat?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nur mit einem Koffer best\u00fcckt, reist er nach Paris und bewirbt sich am dortigen Musee d`Orsay als W\u00e4rter. Als die Personalchefin des Museums, Mathilde, ihn trotz seiner \u00dcberqualifizierung einstellt, da sp\u00fcrt der Leser schon, dass zwischen diesen beiden Menschen sich im Verlauf der Handlung noch eine ganz besondere Beziehung anbahnen wird. Sie hat auch den deutschen, etwas ungl\u00fccklich gew\u00e4hlten, Titel inspiriert, w\u00e4hrend es im franz\u00f6sischen Original treffender um \u201eSch\u00f6nheit\u201c geht.<\/p>\n<p>In vielen R\u00fcckblicken entfaltet David Foenkinos nun die genaue Vorgeschichte der dramatischen Entscheidung, die ihn nach Paris gef\u00fchrt hat. Nachdem Antoine am Ende des ersten Kapitels zusammen mit Mathilde, die sich da schon sehr angen\u00e4hert haben, nach Lyon gefahren war, und ihr dort einen\u00a0 Grabstein zeigte mit der Aufschrift \u201eCamille Perrotin, 1997-2017\u201c, wird in der Folge die Geschichte dieser \u00fcberaus talentierten jungen Kunststudentin erz\u00e4hlt. Sie ist neben Antoine die eigentliche \u00a0Hauptfigur des Buches. Nachdem sie einer Vergewaltigung durch ihren privaten Kunstlehrer zum Opfer gefallen ist, versucht sie sich durch ihre Kunst von den furchtbaren seelischen Folgen dieser Tat zu befreien. Niemand, auch Antoine nicht, dem die Studentin schon lange in seinen Vorlesungen aufgefallen ist, ahnt, was geschehen ist und unter welchen \u00c4ngsten Camille leidet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>E stellt sich heraus, dass es letztlich Camilles Schicksal war, das er nicht verhindern konnte, dass Antoine letztlich aus der Bahn geworfen hat und ihn nach Paris gehen lie\u00df.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben dem ernsten Thema des Buches baut Foenkinos aber auch immer wieder humorvolle Szenen ein und meldet sich oft in ironisch-hintergr\u00fcndigen Fu\u00dfnoten zu Wort. Leicht und elegant geschrieben gelingt es David Foenkinos auch in diesem Buch wieder, eine Liebesgeschichte voller Sch\u00f6nheit und Tiefe zu erz\u00e4hlen, die den Leser von Beginn an in ihren Bann zieht und ihn mit ihrem Ende seltsam begl\u00fcckt zur\u00fcckl\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; David Foenkinos, Die Frau im Musee d` Orsay, Penguin Verlag 2019, ISBN 978-3-328-60086-2 &nbsp; Der neue Roman von David Foenkinos schlie\u00dft sich in seiner literarischen Qualit\u00e4t nahtlos an seine Vorg\u00e4nger und zeigt ihn nicht nur als einen der erfolgreichsten zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Schriftsteller, sondern auch als einen besten. In einer dramatischen Liebesgeschichte, die er &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7741\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Die Frau im Musee d` Orsay<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7741","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7741"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7741\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7743,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7741\/revisions\/7743"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}