{"id":7871,"date":"2019-06-26T14:56:25","date_gmt":"2019-06-26T12:56:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7871"},"modified":"2019-06-26T14:56:25","modified_gmt":"2019-06-26T12:56:25","slug":"maschinen-wie-ichhoerbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7871","title":{"rendered":"Maschinen wie ich,(H\u00f6rbuch)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/54408591n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7872\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/54408591n.jpg\" alt=\"\" width=\"242\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/54408591n.jpg 242w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/54408591n-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 242px) 100vw, 242px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ian McEwan, Maschinen wie ich,(H\u00f6rbuch) Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-80405-8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ian McEwan, der 1948 geborene britische Erfolgsschriftsteller, von dem zwei Romane (zuletzt \u201eKindeswohl\u201c mit Emma Thompson) erfolgreich verfilmt wurden, hat mit seinem neuen Roman \u201eMaschinen wie ich\u201c eine literarische Dystopie vorgelegt, in der er sich neben vielen anderen Themen, die er anschneidet, mit der Frage der k\u00fcnstlichen Intelligenz besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sein Ich-Erz\u00e4hler ist Charlie, ein durchaus sympathischer junger Mann Anfang drei\u00dfig, der in seinem bisherigen Leben neben einem Studium der Anthropologie so manche, meist gescheiterte berufliche Stadien hinter sich gebracht hat. Er interessiert sich schon lange f\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz. Als nun im 1982 (McEwan verlegt die Handlung seines Buches in dieses Jahr, warum blieb mir unklar) die ersten echten lebensechten Androiden verkauft werden, investiert er sein ganzes Erbe und kauft sich einen \u201eAdam\u201c. Die ebenfalls angebotenen \u201eEves\u201c waren schon ausverkauft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Charlie hat eine j\u00fcngere Nachbarin namens Miranda. Gerade als Adam geliefert wird, ist Charlie dabei, sich in Miranda zu verlieben, und so kommt es, dass es in ihrer jungen Beziehung von Anfang an einen Dritten gibt: Adam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kann, so \u00fcberlegen die beiden, eine Maschine (nichts anderes ist ja Adam doch wohl)denken, kann sie leiden, ja kann sie auch lieben? Bald stellt sich heraus, dass sie das sehr wohl kann, und Adams Gef\u00fchle und moralische Prinzipien, auf die Charlie ihn vorher nach einem dicken Handbuch programmiert hat, bringen das junge Liebespaar Charlie und Miranda in viele ungeahnten und auch verh\u00e4ngnisvolle Situationen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Adam lernt schnell, weil er auf s\u00e4mtliches Wissen zugreifen kann, das in den vielen Online-Datenbanken verf\u00fcgbar ist, auf die er mit seinem fast unbegrenzten Speicher zugreift. Schon nach kurzer Zeit ist Adam kaum noch von einem Menschen zu unterscheiden und hat seinen nicht dummen Besitzer sowohl intellektuell als auch kr\u00e4ftem\u00e4\u00dfig \u00fcberfl\u00fcgelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Soweit so gut. Als jedoch Adam sich in Miranda verliebt, beginnen unl\u00f6sbar scheinende Probleme.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie schon in fr\u00fcheren Romanen hat Ian McEwan auch in \u201eMaschinen wie ich\u201c neben seinem Hauptthema, dem Zusammenleben zwischen fehlbarem Mensch und unfehlbar logisch handelnder Maschine, noch viele andere Themenstr\u00e4nge in seinen Roman hineingepackt.\u00a0 Es geht unter anderem um den Falkland-Krieg, um Margaret Thatcher und um viele weitere philosophische und literarische Themen, die er oft nur in Anspielungen erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Roman wirkt dadurch im Gegensatz zu fr\u00fcheren Werken\u00a0 leicht \u00fcberladen, liest sich bei aller sprachlichen Brillanz des Autors etwas schwerf\u00e4llig.\u00a0 Was er mit seiner Dystopie wirklich zum Ausdruck bringen m\u00f6chte, die Botschaft des Romans also, ist mir an vielen Stellen unzug\u00e4nglich geblieben, was den Lesegenuss seines neuen Buches f\u00fcr mich geschm\u00e4lert hat. \u201eMaschinen wie ich\u201c kommt meiner Meinung nach nicht an seiner fr\u00fcheren Werke heran.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der bekannte und vielbesch\u00e4ftigte Schauspieler Wanja Mues hat das von Bernhard Robben ins Deutsche \u00fcbersetzte Buch ungek\u00fcrzt als H\u00f6rbuch eingelesen. Auf eine sensible Art ist es ihm gelungen, die sprachliche Brillanz von Ian McEwan ebenso lebendig werden zu lassen, wie auch die beiden menschlichen Hauptfiguren Charlie und Miranda.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie er die sprechende Maschine Adam interpretiert hat, ist ganz gro\u00dfe Kunst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Ian McEwan, Maschinen wie ich,(H\u00f6rbuch) Diogenes 2019, ISBN 978-3-257-80405-8 &nbsp; Ian McEwan, der 1948 geborene britische Erfolgsschriftsteller, von dem zwei Romane (zuletzt \u201eKindeswohl\u201c mit Emma Thompson) erfolgreich verfilmt wurden, hat mit seinem neuen Roman \u201eMaschinen wie ich\u201c eine literarische Dystopie vorgelegt, in der er sich neben vielen anderen Themen, die er anschneidet, mit &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=7871\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Maschinen wie ich,(H\u00f6rbuch)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-7871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7871"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7873,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7871\/revisions\/7873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}