{"id":8178,"date":"2019-09-12T07:57:20","date_gmt":"2019-09-12T05:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=8178"},"modified":"2019-09-12T07:57:20","modified_gmt":"2019-09-12T05:57:20","slug":"die-untermieterin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=8178","title":{"rendered":"Die Untermieterin"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/56008033n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8179\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/56008033n-184x300.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/56008033n-184x300.jpg 184w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/56008033n.jpg 242w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wioletta Greg, Die Untermieterin, C.H. Beck 2019, ISBN 978-3-40674085-5<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wiolka hei\u00dft die junge Ich-Erz\u00e4hlerin im neuen Roman der seit 2006 in England lebenden polnischen Schriftstellerin Wioletta Greg. Ich vermute deshalb, dass in die Gestalt und die Erlebnisse ihrer Protagonistin etliche eigene Erfahrungen eingeflossen sind. Als Wiolka noch in ihrem Heimatdorf Hektary wohnte, bevor sie zum Studium wegging, hat sie Herrn Kamil getroffen, einen zehn Jahre \u00e4lteren Ethnologen, der von Wiolkas Gro\u00dfvater zun\u00e4chst gegen dessen\u00a0 heftige Vorbehalte und Widerst\u00e4nde \u00fcber polnische Folklore informiert wurde und sie eifrig aufschrieb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wiolka hat sich w\u00e4hrend der Aufenthalte von Herrn Kamil in ihrem Dorf heftig in ihn verliebt. Auch deswegen w\u00e4hlt sie als Ort f\u00fcr ihr Studium Tschenstochau, denn Herr Kamil wohnt dort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Studentenwohnheim ist kein Platz mehr frei, deshalb kommt sie zun\u00e4chst im barackenartige Arbeiterhotel \u201eWega\u201c unter. Dort f\u00fchlt sie sich nicht sehr wohl und verstrickt sich sehr schnell, was ihren fluchtartigen Auszug zur Folge hat.<\/p>\n<p>Nachdem Wiolka auf der Stra\u00dfe der Oberin der Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Herzen Jesu begegnet ist, kann sie im Haus der Schwestern einziehen. Es stellt sich im Laufe des Buches heraus, dass die aus der NS-Zeit noch traumatisierte demente Oberin Wiolka mit ihrer Tochter verwechselt, die von den Nazis get\u00f6tet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Wiolka dann eines Tages unverhofft am Klostertor auf Herrn Kamil, den sie vorher erfolglos gesucht hat in der Stadt, scheint sie an ihrem Ziel angekommen. Doch ob diese Beziehung eine Zukunft hat bleibt offen, genauso wie Wiolkas Zukunft. W\u00e4hrend die viele R\u00fcckblicke Wiolkas in ihre Kindheit in Hektary und die Kriegsepisoden, die von dem Schicksal der Oberin und ihrer Tochter berichten, sehr stimmig erz\u00e4hlt sind, f\u00e4llt der Roman in seiner Gegenwartsebene doch sprachlich etwas aus dem positiven Rahmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch ist \u201eDie Untermieterin\u201c ein lustiges Lesevergn\u00fcgen. Vielleicht macht ein weiterer Roman die in Deutschland bisher wenig bekannte Schriftstellerin noch bekannter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Wioletta Greg, Die Untermieterin, C.H. Beck 2019, ISBN 978-3-40674085-5 &nbsp; Wiolka hei\u00dft die junge Ich-Erz\u00e4hlerin im neuen Roman der seit 2006 in England lebenden polnischen Schriftstellerin Wioletta Greg. Ich vermute deshalb, dass in die Gestalt und die Erlebnisse ihrer Protagonistin etliche eigene Erfahrungen eingeflossen sind. 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