{"id":823,"date":"2015-11-16T16:55:52","date_gmt":"2015-11-16T14:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=823"},"modified":"2015-11-16T16:55:52","modified_gmt":"2015-11-16T14:55:52","slug":"eine-welt-aus-zeichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.liesdoch.de\/?p=823","title":{"rendered":"Eine Welt aus Zeichen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/42587288z.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-824\" src=\"http:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/42587288z-240x300.jpg\" alt=\"42587288z\" width=\"240\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/42587288z-240x300.jpg 240w, https:\/\/blog.liesdoch.de\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/42587288z.jpg 337w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Martin Kuckenburg, Eine Welt aus Zeichen. Die Geschichte der Schrift, Theiss 2015, ISBN 978-3-8062-2627-0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem reich illustrierten sehr repr\u00e4sentativen Band aus dem Theiss Verlag beschreibt der Wissenschaftsjournalist Martin Kuckenburg die Geschichte der Schrift. Er hat das Buch sowohl regional als auch chronologisch-strukturell aufgebaut und beschreibt \u201eeine Welt aus Zeichen\u201c in drei Hauptkapiteln<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Bild und Keil \u2013 die fr\u00fchen Schriftkulturen des Alten Orients<\/li>\n<li>Orakelknochen und Maya-Glyphen \u2013 Schriftsysteme in anderen Weltteilen<\/li>\n<li>Vom Mittelmeer um die Welt \u2013 Entstehung und Siegeszug des Alphabets<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beeindruckende Bilder, Zeichnungen und immer wieder im Text herausgehobene wichtige Zitate lockern ein lehrreiches und ungemein verst\u00e4ndliches Buch auf, in dem mir jedenfalls deutlich wurde, wie eminent wichtig die Schrift und auch ihre Weiterentwicklung f\u00fcr die Kultur und das Denken der Menschen war und ist und auch in Zukunft sein wird.<\/p>\n<p>In seinem Ausblick am Ende des Buches zur Zukunft der Schrift bezeichnet er die modernen, oft erst im Computerzeitalter entstandenen Auflockerungen der Schrift und Verst\u00f6\u00dfe gegen die herk\u00f6mmlichen Schreibregeln als eine Bereicherung. Bildsymbole und Ideogramme seien wie in den fr\u00fchen Schriften keine Notbehelfe. Vielmehr: \u201eZumindest im Bereich der Computerschrift und der informellen Kommunikation werden sie derzeit auch bei uns ein St\u00fcck wiederbelebt, und weit davon entfernt, der Schriftkultur zu schaden, wird diese Entwicklung im Gegenteil sogar zu ihrer Zukunftsf\u00e4higkeit und lebendigen Fortdauer in einer immer st\u00e4rker visuell gepr\u00e4gten Welt beitragen.\u201c<\/p>\n<p>Etwas, woran sich der Rezensent, der sich damit schwer tut, noch gew\u00f6hnen muss. Aber niemand muss ja diese neuen Elemente benutzen. Er wird auch so verstanden. Wichtig ist nur, dass man irgendwann die Texte seiner Kinder und Enkel noch verstehen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; Martin Kuckenburg, Eine Welt aus Zeichen. 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