Hochamt in Neapel

 

 

 

 

Stefan von der Lahr, Hochamt in Neapel, C.H. Beck 2019, ISBN 978-3-406-73133-4

 

Auch in seinem zweiten Roman, der nun bei C.H. Beck erscheinen darf, verbindet der im selben Verlag arbeitende Lektor und Historiker Stefan von der Lahr ein unglaublich scheinendes aktuelles Verbrechen mit einem von ihm erfundenen Geschehen in der Vergangenheit (hier ein verschollen geglaubter Brief von Johann Joachim Winckelmann). Wie schon in seinem ersten Buch „Das Grab der Jungfrau“ spielt sich ein Teil der Handlung in der Verwaltung der katholischen Kirche ab. War es im ersten Buch die Vorbereitung eines angenommenen Dritten Vatikanischen Konzils, sind es im neuen Roman Bischöfe und Priester des Bistums in Neapel.

 

Hauptperson hier ist der sehr sympathisch geschilderte neue Weihbischof, der seit einem Jahr im Amt ist und wegen dieser Berufung in seine Heimatstadt Neapel zurückgekehrt ist. Gian Carlo Montebello hat die Altertumswissenschaftlerin Jacky Neapolitano mit der Neudokumentation der Geschichte des Bistums beauftragt.

 

Im Zuge ihrer Arbeit fällt ihr auf, dass wichtige Dokumente aus der Amtszeit eines Bischofs aus dem 18. Jahrhundert verschwunden sind. Der  persönliche Referent von Montebello, Padre Luis , löst das Rätsel, und sie erkennen aus einem bisher verschollen geglaubten Brief des berühmten Wissenschaftlers Winckelmann, dass möglicherweise die sterblichen Überreste von Alexander dem Großen im Dom von Neapel versteckt sind.

 

Parallel dazu wird Commissario Bariello in Rom in die Handlung eingeführt, der in einem tödlichen Verkehrsunfall ermittelt, bei dem ein Mann offensichtlich absichtlich überfahren wurde. Schon bald stößt Bariello in ein Wespenest aus dunklen Geschäften von angeblich seriösen und vom Staatspräsidenten ausgezeichneten Firmen, die mit radioaktiven Transporten von medizinischen Geräten aus Osteuropa dunkle und lukrative Geschäfte machen.

 

Und da ist noch ein aus der ehemaligen Sowjetunion stammender reicher Oligarch, der einer geheimen Loge vorsteht von angesehenen Bürgern, die alle ihre Verehrung von Alexander dem Großen verbindet.

Dieser Oligarch ist in die gefährlichen Transporte verwickelt und wird sich bald schon mit seinen Mitteln in die Suche nach den sterblichen Überresten des großen Alexander einmischen. Er will mit ihnen ausgestattet glorreich in seine Heimat zurückkehren.

 

In der Zwischenzeit hat Bariello Unterstützung von einem Kollegen aus Neapel erhalten und führt nach seiner schnellen Suspendierung durch seine Vorgesetzten, die die Hand über die mafiösen Geschäfte halten, seine Ermittlungen im Stillen weiter.

 

In Neapel indes wächst die Suche nach Alexander den Kirchenmännern bald über den Kopf, zumal der Verdacht immer offensichtlicher wird, dass auch hochrangige Kirchenmänner verwickelt sind in einen Skandal, der das Wasser vieler Brunnen in Neapel vergiftet und schon vielen Menschen, auch Kindern, das Leben gekostet hat. Doch mutig und entschlossen stellen sie sich dem Verbrechen in den Weg und riskieren dabei viel. Immer mehr Zusammenhänge werden deutlich.

 

Stefan von der Lahr hat einen spannenden Krimi geschrieben mit vielen Informationen über Kunstgeschichte und Kirchengeschichte. In einem ausführlichen Anhang erklärt er Begriffe und Personen, die in dem Buch erwähnt werden. Hat man sich einmal eingelesen und ist das Interesse des Lesers an den historischen Hintergründen geweckt, entwickelt sich das Buch zu einem regelrechten Politthriller, den man nicht ehr aus der Hand legen möchte.

 

Natürlich ist Handlung und sind alle Personen erfunden, aber der Eindruck, das alles könnte so oder ähnlich einmal Realität werden, lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

 

Die ausführlich beschriebenen Hintergründe der Kirchengeschichte Neapels und seines Heiligen Gennaro und dessen Blutwunder, das in die Handlung eingebaut ist, sind aufschlussreich und interessant.

 

Die Personen, insbesondere der Weihbischof Montebello und sein Sekretär Padre Luis sind sympathisch und meiner Meinung, vielleicht wieder zusammen mit dem mutigen Commissario Bariello aus Rom, gut für einen weiteren Fall.

 

Stefan von der Lahr ist es auch mit diesem Buch hervorragend gelungen, ein ungewöhnliches Krimigenre zu entwickeln aus Kirchen- und Kunstgeschichte und krimineller Gegenwartshandlung.

 

 

 

 

 

Anne Frank

 

 

 

Isabel Thomas, Paolo Escobar, Anne Frank, Laurence King Verlag 2019, ISBN 978-3-96244-060-2

 

In seiner Reihe „Kleine Bibliothek Großer Persönlichkeiten“ in der schon Bücher über Nelson Mandela und Marie Curie erschienen sind, versucht der Laurence King Verlag in Berlin Kindern im Grundschulalter kindgerecht und verständlich die Lebensgeschichte berühmter und einflussreicher Menschen, die ihnen Vorbilder werden können, nahezubringen.

 

In dem vorliegenden kleinen Buch, das Paola Escobar eindrucksvoll illustriert hat, erzählt Isabel Thomas, die Geschichte von Anne Frank, deren Tagebuch zu einem der berühmtesten Literaturerzeugnisse der Nachkriegszeit werden sollte.

Sehr behutsam bringen Bilder und Text den Kindern die Geschichte dieses Mädchens bei.

 

Mit einer gelungenen  Mischung aus informativer und berührender Erzählung mit eindrucksvollen Illustrationen lässt dieses kleine Buch Kinder die Welt von Anne Frank verstehen. Sie wäre am 12. Juni 2019 90 Jahre alt geworden.
Ein Glossar am Ende hilft beim Verstehen  einiger schwieriger Wörter und Sachverhalte und die vier zum Weiterlesen genannten Bücher sind alle zu empfehlen.

 

 

Amsel und Papagei

 

 

 

Antonie Schneider, Jana Walczyk, Amsel und Papagei, Nilpferd 2019, ISBN 978-3-7074-5217-4

 

 

Unscheinbar, farblos, von keinem beachtet – so sitzt die graue Amsel täglich stumm und traurig in ihrem Nest. Auch die Ermutigungen der anderen Vögel („Eine Amsel muss singen!“) können sie nicht aufmuntern. Sie ist traurig und wird immer noch grauer und grauer. Wäre sie ein Mensch, würde man sagen, sie hat ein e ausgewachsene Depression.

 

Doch Kinder, für die dieses schöne und im Verlauf immer farbenfroher werdende Bilderbuch geschrieben ist, kennen solche Gefühle, wenn man sich unscheinbar, grau und unbeachtet fühlt, keiner mit einem spielen will.

 

Als der Amsel ein Papagei begegnet, der wegen seiner grellen Buntheit nach eigener Aussage ebenso unbeliebt unter den anderen Vögeln ist, wie die graue Amsel, ändert sich für beide ihr Leben. Der Papagei schenkt der Amsel drei Federn: eine so blau wie der Himmel, eine so rot wie die Mohnblumen, eine so golden wie die Sonne.

 

Vor lauter Glück reißt die Amsel ihren Schnabel auf und: sie singt!

Sing mit uns! , rufen ihr die anderen Vögel zu. Und dann singen sie zusammen das Himmelslied, das Lied vom Mohnblumenfeld und das Lied von der Sonne.

 

„Amsel & Papagei“ ist eine schöne gleichnishafte Geschichte darüber, wie aus Traurigkeit und Tristesse Glück und farbige Lebensfreude werden können. Jana Walczyk hat mit ihren immer bunter und fetter werdenden Illustrationen diese Geschichte eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Ich und meine Angst

 

 

 

 

Francesca Sanna, Ich und meine Angst, NordSüd Verlag 2019, ISBN 978-3-314-10471-8

 

Die in der Schweiz lebende Sardinierin Francesca Sanna hat 2016 mit ihrem ebenfalls bei NordSüd verlegten Bilderbuch „Die Flucht“ ihr überzeugendes Debüt gegeben und war damit  2017 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

 

Nachdem sie in der Zwischenzeit für den Atlantis Verlag zwei Bilderbücher geliefert hat, ist sie mit ihrem neuen Buch wieder bei NordSüd gelandet, wohl auch weil sie mit ihrer Geschichte „Ich und meine Angst“ direkt an die Erzählung des kleinen Mädchens aus „Die Flucht“ anschließt.

 

Schon immer hatte das kleine Mädchen eine winzige Freundin namens Angst. Doch seit sie in das neue Land gekommen sind, ist aus der kleinen Angst eine große geworden, die immer noch weiter wächst. Besonders in der Schule wird das deutlich, wie die Angst das kleine Mädchen in seinen Klauen hat. Tagsüber kann sie sich nicht konzentrieren und nachts lässt die große Angst nicht schlafen.

 

Als sich eines Tages ein Junge ihr nähert, sie zusammen zeichnen und er dann, nachdem sie auf den Spielplatz gegangen sind, einem bellenden Hund mit lauter Stimme ausweicht, da spürt das Mädchen, dass auch er so wie sie selbst eine geheime Angst hat.

 

Francesca Sanna zeigt in ihren Bildern sehr ausdrucksstark, wie mit wachsendem Kontakt zu anderen die als weißes Gespenst gezeichnete Angst immer kleiner wird.

„Es ist immer noch nicht leicht, alles zu verstehen. Aber mir ist aufgefallen, dass auch alle anderen Kinder Ängste haben…“

 

In einem persönlich Nachwort erzählt Francesca Sanna davon, wie ihre eigene Angst sie fast hinderte, das Buch fertigzustellen und wie ihr die vielen Kinder aus fremden Ländern, mit denen sie in Schule und Bibliotheken gesprochen hat, dabei geholfen haben, sie zu überwinde

Über das Marionettentheater

 

 

Heinrich von Kleist, Hanna Jung, Über das Marionettentheater, Kunstanstifter Verlag 2019, ISBN 978-3-942795-77-7

 

Im Jahr 1810, also ein Jahr vor dem zusammen mit der unheilbar kranken Freundin Henriette Vogel verübten Selbstmord veröffentlichte der Dramatiker und Lyriker Heinrich von Kleist die essayistische Erzählung „Über das Marionettentheater in den von ihm selbst herausgegeben Berliner Abendblätter. Nachdem die Zeitschrift kurze Zeit später aufgrund finanzieller Probleme und unter hohem Druck der politischen Zensur eingestellt wurde, wurde die Erzählung in vielen Ausgaben bis in die jüngste Zeit immer wieder verlegt.

Die 1972 in Tschernowitz in der Ukraine geborene und in Stade aufgewachsene Illustratorin Hannah Jung hat sie für ihr Bachelorprojekt über den Begriff der natürlichen Grazie wieder ausgegraben und sie auf eine faszinierende Weise illustriert.

 

In Kleist Erzählung geht es um Fragen bleibender Aktualität: Sind Marionetten geeigneter, um natürliche Grazie in ihre Bewegungen einzubauen? Beschädigt die menschliche Reflexion diese Fähigkeit? Hat der Mensch seine Unschuld verloren und kann nie wieder die ideale Anmut erreichen?

 

Hanna Jung setzt den Klassiker in ihrem Bilderbuchdebüt phantasievoll in Szene und ermöglicht durch ihre Illustrationen einen neuen Blickwinkel auf das Werk.

Als der Trecker kam und das Pferd verschwand. Landwirte erinnern sich

 

 

 

Marion Wilk, Ernst Matthiesen (Hg.), Als der Trecker kam und das Pferd verschwand. Landwirte erinnern sich, LV Verlag 2019, ISBN 978-3-7843-5608-2

 

Waren in der Landwirtschaft unseres Landes  in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts starke und extra für die Feldarbeit gezüchtete Pferde noch unentbehrlich, wurde die Landwirtschaft in den Jahren nach 1950 und in den folgenden Jahrzehnte immer mehr durch die Vollmotorisierung vollständig umgekrempelt. Immer mehr und immer größere Traktoren wurden zugelassen und revolutionierten nicht die Feldarbeit sondern auch den Berufsalltag vieler Landwirte und ihrer Familien.

 

Wie haben die Landwirte und ihre Familien diese Veränderungen erlebt? Welche Herausforderungen  durch die neue Technik mussten bewältigt werden und wie sind die Bauern damit umgegangen, etwa durch die Gründung von Maschinenringen, die die enormen Investitionen für den Einzelnen finanzierbar machten?

 

Die beiden Autoren des vorliegenden reich mit Originalfotografien bebilderten Buches haben bei ihren Recherchen mit drei der wenigen Zeitzeugen gesprochen, die diese Zeit noch persönlich erlebt haben.

Rudolf Schwarting, Heinrich Fricke und Hermann Dieck lassen mit ihren kenntnisreichen und humorvollen Schilderungen diese Zeit und ihre kulturellen Umbrüche in der Landwirtschaft noch einmal lebendig werden.

 

Ein Buch voller Erinnerungen Anekdoten und interessanten kulturgeschichtlichen Betrachtungen. Ein wichtiges Zeitzeugnis auch für Historiker lehrreich.

 

 

Der Crash ist da. Was Sie jetzt tun müssen

 

 

 

Florian Homm, Moritz Hessel, Der Crash ist da. Was Sie jetzt tun müssen, Finanzbuchverlag 2019, ISBN 978-395972-231-2

 

Dass die Entwicklung der letzten Jahre mit immer weiter steigenden Aktienkursen und einem schon schwindelig machenden Steueraufkommen der öffentlichen Hände nicht lange mehr so weiter gehen würde, war jedem vernünftig denkenden Menschen angesichts der Schwankungen der letzten Jahrzehnten schon länger klar.

Während die Haushaltspolitiker des Bundes und auch viele Börsenjournalisten von einer leichten Krise sprechen, sieht der bekannte und erfolgreiche Berater Florian Homm den Crash schon im Anmarsch.

 

In seinem vorliegenden Buch, das sich hauptsächlich an Menschen richtet, die an der Börse und mit Immobilien spekulieren und Geld verdienen (wollen), beschreibt er den jüngsten Abschwung an den Märkten nur als eine Vorstufe zu einer langjährigen „Kernschmelze“, die er nicht nur in Deutschland bevorstehen sieht. Und ähnlich wie die letzte Phase des Aufschwungs seit der Finanzkrise 2010 ungewöhnlich lang war, werden, so Homm, der bald bevorstehende Börsenkollaps und die nachfolgende Wirtschaftskrise viel länger anhalten als üblich und mehr Vermögen vernichten und Schaden anrichten als andere Zusammenbrüche seit 90(!) Jahren.

 

Insbesondere das sogenannte „Betongold“, also das Setzen auf steigende Immobilienpreise bei historisch niedrigen Zinsen, das viele auch kleine Sparer zum Investieren in Wohnungen und Häuser gebracht hat, wird seinen Wert in sehr vielen Fällen einbüßen.

 

Viele jetzt noch sicher scheinende Jobs sind gefährdet, was den meisten ihrer Inhaber heute noch gar nicht klar ist.

 

Neben vielen informativen Analysen, die mir allerdings ein wenig übertrieben scheinen, gibt das Buch dem Profianleger, der viel Geld hat und deshalb auch viel verlieren kann, Hinweise „wie Sie mit Krisen ein Vermögen verdienen können“. Es ist ein sehr praxisorientiertes Buch mit vielen Handlungsempfehlungen.

 

 

 

 

 

 

 

Grosse Vogelschau

 

Bibi Dumon Tak, Grosse Vogelschau, Gerstenberg 2018, ISBN 978-3-8369-5637-6

 

Nach ihrem wunderschönen 2017 ebenfalls bei Gerstenberg in Hildesheim erschienenen Buch „Mikas Himmel“, einem warmherzigen, sehr tröstlichen Buch über das Abschiednehmen, in dem zwei Geschwister von ihrem geliebten Hund sich lösen müssen, weil er todkrank ist, legt die Niederländerin Bibi Dumon Tak nun ein sehr großformatiges Sachbilderbuch vor, das Meike Blatnik wiederum aus dem Niederländischen übersetzt hat.

 

Bibi Dumon Tak erzählt in einer großen Vogelschau von „Luftakrobaten, Überfliegern und Krachmachern“, wie es im Untertitel heißt. Das prächtige Buch geht zurück auf das zwischen 1770 und 18209 entstandene, sorgfältig mit handkolorierten Kupferstichen ausgestattete vogelkundliche Standardwerk „Nederlandsche Vogelen“.

 

Insgesamt 30 heimische Vögel hat Bibi Dumon Tak daraus ausgewählt. Auf eine humorvolle und informative Weise stellt sie unterschiedliche Vögel vor, von denen viele auch in Deutschland vorkommen.  Es ist die Zusammenschau zwischen den alten Stichen und den neuen Texten der Autorin, die den das Buch studierenden Kindern (und Erwachsenen) einen überaus interessanten und lehrreichen Einblick in die Arbeit von Vogelkundlern damals und heute geben kann.

 

Ein wunderbares Sachbilderbuch, wie es sie auch in dieser prachtvollen Ausstattung nur selten gibt.

 

 

 

Der Wolf, die Ente & die Maus

 

 

Mac Barnett, Jon Klassen, Der Wolf, die Ente & die Maus, NordSüd Verlag 2018, ISBN 978-3-314-10440-4

 

Ein früher Morgen mitten im Wald. Der Wolf trifft auf eine kleine Maus, und wie es so geht, er verschlingt sie. Im Bauch des Untiers fängt die Maus gleich an zu jammern und wird von einer Stimme zur Ruhe greifen. Die Stimme gehört einer Ente, die schon vor einiger Zeit vom Wolf gefressen wurde und es sich seitdem in seinen Bauch recht gemütlich gemacht.

 

Die beiden lernen  sich schnell kennen, unterhalten sich prächtig, essen sich tüchtig satt und philosophieren über die Annehmlichkeiten des Gefressenwerdens.
 

Denn merke:  wer bereits gefressen worden ist, braucht sich  nicht mehr davor zu fürchten. Am Ende gelingt es den beiden Komplizen sogar den Wolf vor einem Jäger zu retten und so ihr sicheres behagliches Zuhause zu verteidigen. Und der Wolf zeigt sich erkenntlich…

Der bekannte amerikanische Kinderbuchautor Mac Barnett hat ein witziges Bilderbuch geschrieben und Jon Klassen hat es mit gekonnter Reduktion und unvergleichlich scharfem Witz illustriert.

Hier sind wir. Anleitung zum Leben auf der Erde

 

 

 

Oliver Jeffers, Hier sind wir. Anleitung zum Leben auf der Erde, NordSüd Verlag 2018, ISBN 978-3-314-10453-4

 

Der bekannte Kinderbuchautor und Illustrator Oliver Jeffers ist Vater geworden. Und er verspürt das Bedürfnis, seinem kleinen Sohn die Welt zu erklären. Die Welt in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit, aber auch in ihre Abhängigkeit vom Tun der Menschen und ihrer Gefährdung.

 

Er erzählt ihm in wunderbaren Bildern vom Weltall, in dem die Erde nur ein kleiner Fleck ist. Und von der einzigartigen Erde, dem Meer und der Wüste, den Bergen und Seen, dem Wetter und von den Menschen und ihrem Körper.

 

Es gibt unter ihnen viel Unterschiede, „Aber lass dich nicht täuschen: Wir sind alle Menschen.“ Kein Mensch ist wie der andere, und  doch haben alle die gleichen Bedürfnisse.

Oliver Jeffers macht seinem Sohn Harland mit wenigen, präzis gewählten Worten und eindrücklichen Bildern die Welt begreifbar. Denn letztlich ist unser Fortbestehen in unserer Verantwortung. „Achte gut auf die Erde, denn es ist die einzige, die wir haben.“

 

Ein kleines Meisterwerk.