Lass dich nicht im Stich

 

 

Pierre Stutz, Lass dich nicht im Stich. Die spirituelle Botschaft von Ärger, Zorn und Wut, Patmos 2017, ISBN 978-3-8436-0950-0

 

Gerade religiös und spirituell geprägte Menschen sidn oft mit der Botschaft groß geworden, dass Zorn, Wut und  Ärger zu den Charaktereigenschaften gehören, die einem frommen und gläubigen Menschen fremd sein sollten.

 

Pierre Stutz beschreibt in seinem neuen hier vorliegenden Buch, dass Ärger, Zorn und Wut zum Menschsein gehören, und entschlüsselt, welche spirituelle Botschaft sie bereithalten. Ob wohl sich gerade spirituelle Menschen diese „bösen Gefühle“ oft verbieten, gehören Wut und Zorn ebenso zur emotionalen Grundausstattung des Menschen wie die Liebe. Ebenso wie der »Eros« lässt sich auch die »Aggression« nicht einfach verdrängen, sondern prägt Denken und Fühlen, Seele und Körpererfahrung. Gefragt ist ein konstruktiver Umgang mit Aggression, der damit beginnt, Selbstvertrauen und den Mut zu entwickeln, sich nicht im Stich zu lassen, sondern sich zu wehren.

 

Es geht in diesem in sieben Schritten aufgeteilten Buch um die spirituelle Botschaft und die spirituellen Wurzeln von Empörung und Wut. Sich nicht gewöhnen an Ungerechtigkeit, sondern die Kraft der Aggression freisetzen für die gewaltfreie Arbeit am Frieden – für diese Botschaft zitiert er sehr viele Zeugen, deren Bücher er in einem ausführlichen Verzeichnis aufführt.

 

Vielen Gedanken und Überlegungen drückt er in Gedichten aus, die er immer wieder in seine überzeugenden Texte einfügt. In diesem Buch kann der Leser zu folgenden Themen Wichtiges erfahren. Überlegungen, die ihn weiterbringen bei:

  • Selbstvertrauen entfalten
  • Mich wehren können
  • Authentisch werden
  • Selbstverantwortung übernehmen
  • Mich nicht an Ungerechtigkeit gewöhnen
  • Die Spirale der Gewalt durchbrechen
  • Gewaltfrei kommunizieren

 

Eingebettet in die biblische und christliche Tradition hat dieses Buch auch Menschen etwas zu sagen, die sich in dieser Tradition nicht beheimatet fühlen.

 

 

 

Sweet Occupation

 

 

 

 

 

Lizzie Doron, Sweet Occupation, DTV 2017, ISBN 978-3-423-26150-0

 

Die 1953 als Tochter einer Holocaustüberlebenden in Tel Aviv geborene israelische Schriftstellerin Lizzie Doron ist in Deutschland durch ihre ausnahmslos autobiographisch geprägten Bücher bekannt geworden, in denen sie das Lebensgefühl und die Probleme der sogenannten „zweiten Generation“ thematisierte. Nicht nur in ihrem letzten Buch „Das Schweigen meiner Mutter“  versuchte sie sehr eindrucksvoll das Schweigen zu brechen. Es gibt niemand sonst, der in der Lage ist, die widerstrebenden Gefühle der Nachkommen der Überlebenden tiefer und schmerzhafter auszuloten. Man spürt den jeweils sehr sensiblen und gelungenen Übersetzungen Mirjam Presslers ab, welche unsagbare Anstrengung das Schreiben dieser Bücher für Lizzie Doron bedeutet.

 

Lizzie Doron ist zutiefst davon überzeugt, dass die beiden verfeindeten Völker, die Juden und die Palästinenser, wollen sie eine Chance haben zu überleben, das Unverständnis füreinander überwinden müssen. Gleichzeitig ist sie sich mit David Grossmann und vielen anderen einig, dass ohne die israelische Armee das Land schon längst nicht mehr existieren würde, und die Juden, wie es Nasser zuerst formulierte, von den Arabern ins Meer getrieben worden wären. Dennoch hat sie schon in ihrem letzten Buch „Who the Fuck ist Kafka“, das ebenso wie das neue hier vorliegenden in Israel nicht erscheinen konnte, sich auf neue  Wege begeben und begonnen, nicht nur literarisch, sondern in tatsächlichen Begegnungen mit Menschen von der anderen Seite, „dem Feind“, auszuloten, wie das wäre, sich einander anzunähern, der Gewalt abzuschwören und sich dem jeweiligen Leid und Schicksal des anderen zu anzunehmen.

 

Das Buch und seine Autorin sind voller Widersprüche. Da ist zu einem die Hoffnung, und zum anderen die tief sitzenden Vorurteile und Ängste. Und man spürt eine in den letzten Jahren stärker gewordene Ratlosigkeit, die auch andere Schriftsteller und Intellektuelle ergriffen hat. Einer von ihnen, Amos Oz, lässt in seinem letzten Roman „Judas“ einen alten weisen Juden sagen: „Die Wahrheit ist, dass alle Macht der Welt den Feind nicht in einen Freund verwandeln kann. Man kann den Feind zum Sklaven machen, aber nicht zu einem Liebenden. Mit aller Macht der Welt kann man einen Fanatiker nicht zu einem aufgeklärten Menschen machen. Und mit aller Macht der Welt kann man aus einem Rachedurstigen keinen Freund machen. Und genau da liegen die existentiellen Probleme des Staates Israel: einen Feind zum Liebenden zu machen, einen Fanatiker zu einem Gemäßigten, einen Rachsüchtigen zu einem Freund.“

 

Während Lizzie Doron noch in „Who the Fuck is Kafka“ immer wieder deutlich machte, dass die militärische Macht und ihr Einsatz notwendig sind, um den schnellen Tod Israels und seiner jüdischen Bevölkerung zu verhindern, hat sie nach den Gesprächen mit den insgesamt fünf Mitgliedern der „Combatants for Peace“ auch daran immer mehr Zweifel.

 

Lizzie Doron hat gegen erhebliche innere Widerstände diesen fünf Männern, drei Palästinensern und zwei Israelis, über ein ganzes Jahr lang in regelmäßigen Begegnungen zugehört und sich dabei immer wieder an Begebenheiten aus ihrem eigenen Leben erinnert. Entstanden ist dabei ein ergreifendes literarisches und persönliches Dokument einer Autorin, die sich und ihr ganzes bisheriges Leben und Erleben aussetzt einer neuen Erfahrung. Ein Buch über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Alternative entgegensetzen, von Mirjam Pressler, der langjährigen Freundin und Weggefährtin wieder sensibel ins Deutsche übersetzt

 

Es ist eine verzweifelte Zwickmühle, die da mit großer literarischer Kunst beschrieben wird.

Beim Lesen dieses Buches spürt der Leser geradezu körperlich die Qual, die Intellektuelle wie Doron, Oz oder Grossmann nicht erst seit gestern aushalten. Ich kann es allen Menschen sehr empfehlen, die sich, aus welchen Gründen auch immer, weigern, die Hoffnung für dieses Land und seine Menschen aufzugeben.  Dass es auch in Deutschland ein neues Verständnis dafür gibt, dass trotz einer sich nach innen abschottenden israelischen Politik mit Siedlungsbau und anderen den Friedensprozess verunmöglichenden Aktionen, zeigen die letzten Besuche von Außenminister Gabriel und Bundespräsident Steinmeier in Israel.

 

Auch die Wiederauflage des 1970 zum ersten Mal auf Deutsch erschienen Buches von Amos Oz und Avraham Shapira mit Gesprächen mit israelischen Soldaten nach dem Sechstagekrieg unter dem Titel „Man schießt und weint“, das soeben im Westend Verlag erschienen ist, kann zu diesem neuen Verstehens- und Verständigungsprozess jenseits der alten Frontlinien beitragen.

 

„Sweet Occupation“ ist ein Buch, das eine große Weisheit vermittelt: die Tragödie des anderen zu verstehen ist die Voraussetzung, um einander keine weiteren Tragödien mehr zuzufügen.

 

Ob dieses Buch jemals in Israel selbst veröffentlicht wird, scheint im Augenblich fraglich.

 

 

 

Custom Bike Life

 

 

 

 

Ramp (Hg.), Custom Bike Life, Te Neues 2017, ISBN 978-3-8327-6922-2

 

Dieses wunderschöne Buch ist ein Muss für jeden Motorradfan. Es ist ein Buch über die Kraft und Schönheit von selbstgebauten Maschinen. Eine Bildreise hinein in eine  Tradition, die tief verwurzelt ist im Freiheitsgefühl der 1960er-Jahre mit seinem Drang, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Individualisierte Geschichten werden präsentiert über individuelle Bikes und ihre Macher. Opulente bildgeprägte Geschichten und Reportagen sind das, die mitten hinein in das aktuelle Custom-Bike-Leben und die Motorradkultur eintauchen. Ein Roadmovie zum Miterleben. Alle Facetten sind vorhanden, die die Faszination Motorrad ausmachen, das ist Bike Life. Cafe Racer, Scrambler, Chopper. Dazu die großen Kulturveranstaltungen wie Wheels & Waves oder Pure & Crafted.

Der Leser erlebt die Atmosphäre auf Rennveranstaltungen, bei Wochenendevents in Kalifornien, er ist dabei bei Abenteuertouren durch die Berge von Südafrika und besucht die Werkstätten, in denen Custom Bikes entstehen. Die herausragenden Fotografen der Szene liefern ihre besten Produktionen.

Unterhaltsam-informativ führt der Text die Geschichten zu den Ereignissen und den Bildern. Ihr Verhältnis ist ausgewogen.

 

Ein tolles Geschenk für jeden Motorradfan.

Eine Hütte zum Glück. Die schönsten Hideaways in den Bergen

 

 

 

 

Ingrid Schindler, Winfried Heinze, Eine Hütte zum Glück. Die schönsten Hideaways in den Bergen, Knesebeck 2017, ISBN 978-3-86873-929-9

 

Vor den Augen die beeindruckenden Gipfelzüge der Alpen, blühende Wiesen und fantastisches Panorama. Menschen, die die Berge lieben, kennen auch den Traum und die Vorstellungen, wenigstens einmal in ihrem Leben für eine längere Zeit dort oben zu bleiben und dort zu leben und zur Ruhe zu kommen. Es gibt Menschen, nicht alle haben viel Geld, aber es hilft, die sich diesen Traum erfüllt haben und zum Teil mit großem Aufwand und Luxus alte Hütten aufgemotzt haben und dort jedenfalls zeitweise leben und arbeiten.

 

Ihre Hütten werden in diesem traumhaften Buch von Ingrid Schindler und Winfried Heinze beschrieben. Man erfährt ihre Geschichte, wie sie zum Teil gegen viele Widerstände zu ihren Hütten gekommen sind und wie sich ihr Leben und ihr Alltag dort gestalten.

 

Beeindruckende Menschen und beeindruckende Leistungen, die es auch normalen Wanderern und Bergfreunde möglich machen, dort einzukehren. Wie man jeweils dort hinkommt und was es in der jeweiligen Region sonst noch alles zu sehen und zu erleben gibt, wird jeweils am Ende eines Kapitels beschrieben.  Das macht das Buch nicht nur zu einer optischen Freude beim Anschauen, sondern auch zu einem praktischen Ratgeber für eigene Touren.

Blender im Job

 

 

 

 

Bärbel Wardetzki, Blender im Job, DTV 2017, ISBN 978-3-423-34904-8

 

Jeder, der länger mit anderen Menschen zusammenarbeitet kennt diesen Charakter: selbstherrliche Kollegen, überhebliche und arrogante Chefs, übergriffige und vereinnahmende Mitarbeiter. Wo man auch hinschaut: Menschen mit einem narzisstischen Persönlichkeitsstil sind allgegenwärtig.

Bärbel Wardetzki, Psychotherapeutin, Supervisorin und Coach aus München, schreibt in diesem Buch „vom klugen Umgang“ mit diesen narzisstischen Kollegen und Chefs. Man lernt in diesem verständlichen Buch, woran man solche Menschen erkennt, aber auch etwas über die Gründe ihres Charakters. Dieser relativ ausführliche Teil hilft, die Blender zu durchschauen und sie zu verstehen.  Viele Fallbeispiele erläutern und veranschaulichen das zuvor theoretisch Erklärte.

 

Das Buch eignet sich hervorragend für Menschen, die unter narzisstischen  Kollegen oder Chefs am Arbeitsplatz leiden und gibt ihnen praktikable Hinweise, wie sie im Arbeitsalltag mit diesen Menschen klug umgehen können.

 

Denn Flucht oder der Wechsel des Arbeitsplatzes hilft nicht weiter, denn auf der nächsten Stelle trifft man sie wieder. Das hängt daran, dass diese Störung bei vielen Menschen immer weiter um sich greift, weil ihre Ursache in der Kindheit immer mehr Menschen unserer Generation betrifft.

 

 

 

Bitte nimm mich in die Arme

 

 

 

 

John A. Rowe, Bitte nimm mich in die Arme, Minedition 2017, ISBN 978-3-86566-350-4

 

Dieses Bilderbuch von John A. Rowe ist in England unter dem Titel „I want a hug“ schon 2007 erschienen. Es handelt von dem Bedürfnis nach Zuwendung und körperlicher Nähe.

 

Da ist der kleine und sympathische Igel Elvis, der nur eine einzigen Wunsch hat: er möchte so gerne einmal in die Arme genommen werden. Überall wo er hinkommt, sieht er, wie Wesen sich umarmen und sich so etwas geben, was er schmerzlich vermisst. Aber weil so stachelig ist, sucht niemand seine Nähe.

 

Als er die Hoffnung auf eine Umarmung schon fast aufgegeben hat, hört er in der Nähe jemand rufen: „Will mir niemand einen Kuss geben?“

Es ist das Krokodil Kevin, der da verzweifelt eine ganz ähnlichen Wunsch ausrückt, wie ihn Elvis schon  lange in sich trägt. Die beiden kommen sich näher und werden gute Freunde.

 

Ein liebenswertes und warmherziges Bilderbuch, das Kindern vor Augen führt, was es bedeutet, aufeinander zuzugehen.

 

 

Nilpferde unter dem Haus

 

 

 

 

Hansjörg Schneider, Nilpferde unter dem Haus, Diogenes 2017, ISBN 978-3-257-24405-2

 

„Sie hat mir ungemein geholfen. Sie hat mir gezeigt, wie man lebt, wie man liebt. Sie war wie eine Katze zu mir, lieb und ohne Herrschsucht. Irgendetwas an mir muss sie überzeugt haben, an irgendetwas in mir hat sie geglaubt. Meine Verse fand sie gut. Meine Biersauferei fand sie blöd, hat aber nicht protestiert. Sie hat mich mit ihrer Liebe normalisiert, soweit das ging, sie hat mich auf den Weg zu mir selber gebracht.“

 

So liebevoll beschrieb der Baseler Schriftsteller Hansjörg Schneider im Jahr 2000, zwei Jahre nach deren Tod, seine Beziehung zu seiner geliebten Frau Astrid. Im Frühjahr dieses Jahres erschien von „Nachtbuch für Astrid“ eine Neuauflage. Etwa zeitgleich mit dem hier vorliegenden zweiten Band von Tagebuchaufzeichnungen, die Hansjörg Schneider 2002 begann und über einen Zeitraum von zehn Jahren fortsetzte.

 

Auch in diesem sehr persönlichen Zeugnis schreibt sich Schneider, immer wieder zwischen seiner Basler Wohnung und einem kleinen Hotel in Todtnauberg im Schwarzwald pendelnd, in dem er sich schon in „Nachtbuch für Astrid“ von dem großen Schock zu erholen suchte, den der Tod seiner Frau für ihn bedeutete, den nach wie vor schwärenden Schmerz darüber von der Seele.

 

Wir erfahren aber auch sehr viel über seine schriftstellerische Arbeit an seinen Hunkelerromanen, immer wieder geht sein Blick zurück in die fünfziger und sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und er versucht sich sein Leben zu deuten, auch seinen Weg als Schriftsteller und Dichter.

 

Und er beginnt zu träumen. Und er zeichnet diese Träume auf, auch den von den „Nilpferden unter dem Haus“, weil er sich von ihnen einen späten Aufschluss über sein Leben erhofft.

 

Es ist das ehrliche und berührende Werk eines Menschen, der sich auch im Alter das Staunen über seine Welt und Umwelt bewahrt hat und der uns hoffentlich noch etliche seiner wunderbaren Romane schenken wird.

 

 

Loks und Züge

 

 

 

Stephen Biesty, Loks und Züge, Gerstenberg 2017, ISBN 978-3-8369-5959-9

 

Dieses auch im Format ungewöhnliche Bilderbuch lässt die Herzen aller technikbegeisterten Kinder (hauptsächlich wohl aber die der Buben) höher schlagen.

 

Mit beeindruckenden Illustrationen und einer Menge an technischen Details und weiterer wichtiger Informationenwerden auf je einer Doppelseite gezeigt und beschrieben:

  • Die Dampfeisenbahn
  • Amerikanische Züge
  • Züge aus dem Dampfzeitalter
  • Diesel statt Dampf
  • Elektroloks
  • Schwerlastzüge
  • Hochgeschwindigkeitszüge
  • Züge der Zukunft

 

 

 

Über 30 Klappen laden die kleinen Technikfreaks ein zum Weiterfragen und zum Entdecken vieler erstaunlicher Dinge.

 

 

Herr Schmidt ist Koch

 

 

 

 

Thomas Müller, Herr Schmidt ist Koch, Moritz Verlag 2017, ISBN 978-3-89565-336-0

 

Kinder befassen sich schon sehr früh mit dem, was sie einmal werden wollen. Schon mit drei oder vier Jahren hatte mein Sohn vor einem Jahrzehnt, den Beruf des Bauers, des Bäckers oder des Lokführers gedanklich durchgespielt, einfach, weil er sie vor Ort erleben konnte. Später kamen dann andere Ideen dazu, und ich vermute, sie sind noch lange nicht zu Ende.

 

Thomas Müller hat in diesem robusten Pappbilderbuch auf jeder Seite einen Beruf dargestellt. Tiere wurden vermenschlicht dargestellt und zeigen den Kindern Einblicke ins Berufsleben der Erwachsenen. Kurze Sätze erklären den Kindern das Berufsbild und zeigen dazu typische Handlungsweisen im Beruf. Dabei finden sich fremdländische Namen und eine Menge hintergründiger Humor, der wohl für die vorlesenden Erwachsenen gedacht ist. Das ist ein Herr Bock Gärtner, ein Herr Bummel Postbote und ein Herr Klein arbeitet als Erbsenzähler.

 

Zum Schluss sitzen sie alle an einer großen Tafel im Freien und essen miteinander.

 

Ein schön gemachtes Bilderbuch mit lustigen Illustrationen.

Warum immer mehr nicht immer richtig ist

 

 

 

 

Ilona Bürgel, Warum immer mehr nicht immer richtig ist, Kösel 2017, ISBN 978-3-466-34653-0

 

Es gibt vielen Menschen in diesen Zeiten, die gerne sie beruflich und privat mit Engagement für etwas einsetzen, Spaß haben am Erfolg und auch stolz darauf sind was sie leisten und erreichen. Dennoch leiden vielen von ihnen auch darunter, sich häufig gestresst zu fühlen und unausgeglichen. Oft bleibt ihre Suche danach, wie sie sich trotz Stress und vielfältigen Anforderungen auch gut fühlen könne, erfolglos.

 

Die Psychologin Ilona Bürgel möchte mit ihrem hier vorliegenden Buch einen Weg zeigen, wie man Erfolg und die Freude daran verbinden kann  mit Wohlbefinden und Entspannung.

 

Sie beschreibt darin insgesamt zehn Anstrengungsfallen und wie man ihnen entgeht, wie man zwischen guter und falscher Anstrengung unterscheiden lernt, wie man seine eigenen Ressourcen richtig einsetzt und Überforderung vermeidet und schlussendlich, was man alltäglich tun  kann, um sein eigene Wohlbefinden zu stärken und zu erhalten.

 

Ein guter Reiseführer zu einem  Leben im Gleichgewicht.